- 02.12.2024, 10:44:17
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„ZIB 2 History“: „Protest in der Au - 40 Jahre Hainburg“ am 4. Dezember um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Danach: „Jahrzehnte in Rot-Weiß-Rot: Die 80er Jahre - Die Skandalrepublik“
40 Jahre ist die Besetzung der Hainburger Au her - im Dezember 1984 war sie Schauplatz von heftigen Protesten, durch die ein Kraftwerk verhindert wurde, später ist dort der heutige Nationalpark Donau-Auen entstanden. Eine neue Ausgabe der „ZIB 2 History“, präsentiert von Armin Wolf, blickt am Mittwoch, dem 4. Dezember 2024, um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON zurück. Um 23.15 Uhr führt ein Dacapo von Wolfgang Sticklers Dokumentation „Jahrzehnte in Rot-Weiß-Rot: Die 80er Jahre - Die Skandalrepublik“ u. a. in die Au.
In einem Beitrag von Roland Adrowitzer, damals als junger Radio-Reporter für den ORF in der Au, werden die historischen Ereignisse inklusive Stimmen damaliger Protagonisten aufbereitet. Zu Wort kommen Hannes Androsch, ehemaliger Finanzminister, Industrieller; Georg Humer, Gastwirt bei Hainburg; Herbert Rainer, damaliger Vorsitzender Österreichische Hochschülerschaft, sowie Edith Klauser, Direktorin Nationalpark Donau-Auen. In historischen O-Tönen sind Nobelpreisträger Konrad Lorenz, Publizist Günther Nenning, ÖGB-Präsident Anton Benya, „Krone“-Chef Hans Dichand und der damalige Bundeskanzler Fred Sinowatz zu hören.
Armin Wolf spricht im Bundeskanzleramt mit „Hainburg-Kämpfer“ Gerhard Heilingbrunner und Gerhard Zeiler, dem früheren Sprecher des damaligen Bundeskanzlers Fred Sinowatz. In einem weiteren Beitrag geht es um den Einfluss, den „Hainburg“ auf die weitere gesellschaftliche und politische Entwicklung bis hin zu den heutigen Klimaprotesten hat. Zu Wort kommen dabei Klimaschützerin Monika Langthaler, u. a. „Schwarzenegger Climate Initiative“, und Katharina Rogenhofer, Vorständin „Kontext-Institut für Klimafragen“ und ehemals Aktivistin „Fridays for Future“. Schließlich geht es um Energieversorgung heute und aktuelle wirtschaftliche Aspekte. Stellung dazu nehmen Sigrid Stagl, Ökonomin WU Wien; Günter Pauritsch, Energieagentur, Leiter Economics & Infrastructure, und Romana Ull, Präsidentin Naturschutzbund Steiermark.
„Jahrzehnte in Rot-Weiß-Rot: Die 80er Jahre - Die Skandalrepublik“ (23.15 Uhr, ORF 2, ORF ON)
Die 1980er Jahre sind das Jahrzehnt der Krisen und Skandale. Bruno Kreisky tritt 1983 zurück, sein Erbe zerbröselt. Stahlkrise, Konjunktureinbrüche und internationale Rezession beenden den österreichischen Weg in der Wirtschaftspolitik. Die nachfolgende sozial-liberale Koalition aus SPÖ und FPÖ ist recht häufig mit der Beseitigung von Problemen beschäftigt: Hainburg-Konflikt, Waldheim-Affäre, Weinskandal. Dazu kommen die Auswirkungen der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Auf Kardinal König folgt Hans Hermann Groër. Ab 1986 macht der neue FPÖ-Chef Jörg Haider aus einer rechten, teils akademischen, mittelständischen kleinen Honoratiorenpartei eine stetig wachsende Protestbewegung. Die Affären der 80er Jahre führen zu einer Erosion der politischen Glaubwürdigkeit. Politische Missstände und wachsendes Bewusstsein für die Schattenseiten von Wachstum und Wohlstand fördern die Stärkung der Zivilgesellschaft und deren Öffentlichkeitsfaktor. Bürgerbewegungen werden zu politischen Parteien. Nach der Hainburgkrise kommen „Die Grünen“ ins Parlament. Mitte der 80er Jahre beginnt das Computerzeitalter. Am Ende des Jahrzehnts steht eine neue globale Ordnung: Ostblock und Warschauer Pakt brechen zusammen.
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