- 09.10.2024, 12:04:38
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Schuljause für beinahe jeden zweiten Jugendlichen erste Mahlzeit des Tages
Aktuelle Studie rückt den schulischen Pausenverkauf in den Fokus

Für beinahe jeden zweiten Jugendlichen ist die Schuljause die erste Mahlzeit des Tages. Wer keine Jause von zuhause mitbringt oder sich am Schulweg etwas kauft, ist auf den Pausenverkauf in der Schule angewiesen. Eine neue Studie zeigt: Der Anteil an Schulen mit Schulbuffet ist drastisch gesunken und ein gesunder Pausenverkauf für rund 380.000 Schüler*innen nicht sichergestellt. Mit dem Programm „Der Schulbuffet-Check“ stellt sich SIPCAN gegen diese Entwicklung und unterstützt Schulen und Verpflegungsbetriebe in ganz Österreich.
Schuljause für beinahe jeden zweiten Jugendlichen erste Mahlzeit des Tages
Seit September beginnt für 615.000 Schüler*innen an Mittelschulen, Gymnasien und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) wieder täglich um 8:00 Uhr der Arbeitsalltag. 40 %, also rund 250.000 Kinder und Jugendliche, haben um diese Uhrzeit am Morgen noch nichts gegessen, weil sie konsequent das Frühstück auslassen. Auch wenn es im Augenblick nicht direkt merkbar ist, für die Konzentrations- und Merkfähigkeit im Schulalltag ist dieses Verhalten ein klarer Nachteil. Umso größer ist der Stellenwert der Schuljause einzustufen. Denn sie stellt für beinahe jede*n zweite*n Schüler*in die erste Mahlzeit des Tages dar.
Wer seine Schuljause nicht von zuhause mitbringt, findet zwar in unmittelbarer Nähe zur Schule österreichweit durchschnittlich drei Einkaufsmöglichkeiten - vom Supermarkt über Bäckereien bis hin zum Imbissstand - während des durchschnittlich sechsstündigen Schultages stellt der Pausenverkauf aber meist die einzige Möglichkeit dar, sich in der Schule etwas zu essen oder trinken zu besorgen. Umso wichtiger ist es, gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen für das schulische Verpflegungsangebot zu schaffen. Wie eine neue Studie von SIPCAN zum Pausenverkauf in Österreich zeigt, gibt es hier jedoch noch einen großen Optimierungsbedarf. Der Schulbuffet-Check von SIPCAN hat sich als wissenschaftlich basiertes, praktisches Instrument dafür seit vielen Jahren bewährt.
Land Salzburg fokussiert Schulbuffet und Frühstück bei den Jüngsten
„Die gesunde Verpflegung unserer Schülerinnen und Schüler ist mir ein wichtiges Anliegen. Als Bildungs- und Gesundheitslandesrätin freue ich mich, dass wir durch den „Schulbuffet-Check“ wirksame Verbesserungen erreichen können, weshalb wir das Projekt ab dem kommenden Jahr im Land Salzburg ausrollen werden. Unser Ziel ist aber weiterhin, dass die Kinder und Jugendlichen bereits zu Hause gesund frühstücken. Darum werden wir als erstes Bundesland unseren Volksschulen ab dem kommenden Schuljahr die Teilnahme am Projekt „Der Frühstücksfuchs“ ermöglichen. Die Kosten für beide Programme übernimmt das Land Salzburg“. „Die gesunde Verpflegung unserer Schülerinnen und Schüler ist mir ein wichtiges Anliegen. Als Bildungs- und Gesundheitslandesrätin freue ich mich, dass wir durch den „Schulbuffet-Check“ wirksame Verbesserungen erreichen können, weshalb wir das Projekt ab dem kommenden Jahr im Land Salzburg ausrollen werden. Unser Ziel ist aber weiterhin, dass die Kinder und Jugendlichen bereits zu Hause gesund frühstücken. Darum werden wir als erstes Bundesland unseren Volksschulen ab dem kommenden Schuljahr die Teilnahme am Projekt „Der Frühstücksfuchs“ ermöglichen. Die Kosten für beide Programme übernimmt das Land Salzburg“,
erklärt die Salzburger Landesrätin für Gesundheit und Bildung Mag. Daniela Gutschi.
Mag.a Evelyn Devuyst von Novo Nordisk, das die breite Umsetzung des Schulbuffet-Checks nun bereits das zweite Schuljahr unterstützt, unterstreicht die Relevanz des Themas: „Da in Österreich bereits fast jedes dritte Kind von Übergewicht oder Adipositas betroffen ist, sind gesundheitsfördernde Verpflegungsangebote in Schulen sehr wichtig. Es ist essentiell, dass wir uns für Prävention insbesondere bei Kindern einsetzen, um ihnen einen gesunden Start ins Erwachsenenleben zu ermöglichen. Die chronische Erkrankung Adipositas ist nicht nur ein Problem betroffener Kinder und ihrer Familien, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung, die wir nur gemeinsam lösen können.“
Immer weniger Schüler*innen steht ein Pausenverkauf zur Verfügung„Um die Versorgung der Kinder und Jugendlichen weiter zu verbessern, braucht es Daten zur aktuellen Versorgungssituation. Unsere Studie zum Pausenverkauf an Schulen verschafft diesen Überblick. Die Ergebnisse sollen Entscheidungsträgern dabei unterstützen, die Weichen für eine gesunde Zukunft der Kinder zu stellen. Der Handlungsbedarf ist jedenfalls sehr groß.“,
so Internist und Vorstand von SIPCAN Univ.-Prof. Dr. Friedrich Hoppichler.
Die Ergebnisse der SIPCAN Studie zeigen, dass aktuell nur mehr an 71 % aller Schulen der Sekundarstufe I und II ein Pausenverkauf angeboten wird. Vor der Pandemie lag der Wert noch bei 81 %. Während Schüler*innen an Gymnasien (96 %) sehr gut versorgt sind, stimmt die Versorgung an Mittelschulen (66 %) und BMHS (70%) nachdenklich. Insgesamt haben derzeit über 130.000 Schüler*innen keine Möglichkeit, in der Pause etwas zu essen einzukaufen. Dies sind um rund 55.000 Schüler*innen mehr als vor der Pandemie.
Der Pausenverkauf wird in der Regel von Schulbuffetbetrieben (34 %), Bäckereien (22 %) und Schulwarten (14 %) betreut. Der Anteil an Bäckereien, die meist als fliegende Händler an die Schulen kommen, nahm, bedingt durch die wirtschaftlichen Herausforderungen in der Pandemie, in den letzten Jahren aber stark ab. 2018 lag der Wert noch bei 39 %. Dies trifft vor allem kleinere Schulstandorte wie Mittelschulen oder BMHS hart.
Gesundes Angebot beim Pausenverkauf an 4 von 5 Schulen nicht gesichert
Besonders nachdenklich stimmt, dass an vier von fünf Schulen (80 %) mit Pausenverkauf keine externe Begleitung bzw. Kontrolle des Warenangebots in Anspruch genommen wird. Dementsprechend kann auch nicht sichergestellt werden, dass das Angebot gesundheitsförderlich gestaltet wird. Das heißt, dass die davon betroffenen 380.000 Schüler*innen, mit großer Wahrscheinlichkeit am Pausenverkauf vor allem helles Gebäck mit fetter Wurst, fett- und zuckerreichen Mehlspeisen, Süßigkeiten und Limonaden angeboten bekommen.
Schulbuffet-Check unterstützt Schulen und Verpflegungsbetriebe
Dass der Schulbuffet-Check in der Praxis schon erfolgreich angekommen ist, zeigt sich aktuell am BRG Akademiestraße in Salzburg. Die Schule und das Team der Lebenshilfe als Buffetbetreiber wurden von SIPCAN mit Unterstützung von Novo Nordisk bei der Optimierung des Warenkorbes begleitet.
„Durch die Zusammenarbeit mit SIPCAN hat sich das Warenangebot derart verbessert, dass die gesündere Wahl für die Schüler*innen zur leichteren Wahl geworden ist. Das Team der Lebenshilfe gestaltet den Pausenverkauf sehr abwechslungsreich und geht zudem auf die Wünsche der Schüler*innen ein. Auf diesem Weg haben wir nicht nur einen zusätzlichen Mehrwert für unsere Schulgemeinschaft geschaffen, sondern erfüllen unseren Auftrag, ein gesundheitsfördernder Standort zu sein, noch besser.“,
berichtet Mag. Florian Wachter, Direktor des BRG Akademiestraße Salzburg.
„Im vergangenen Schuljahr haben über 100.000 Kinder und Jugendliche in ganz Österreich von unserem Schulbuffet-Check profitiert. Da das Programm nun auch als „Teleprojekt“ angeboten wird, kann jede Schule in Österreich, unabhängig von der geografischen Lage, daran teilnehmen.“,
so Internist Dr. Hoppichler abschließend.
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Mag. Dr. Manuel Schätzer
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