- 12.07.2024, 09:10:13
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FPÖ-Rosenkranz: „Tierschutz-Novelle ist reiner Verbots-Exzess“
Viele Züchter werden aufhören, Rassen verschwinden
Utl.: Viele Züchter werden aufhören, Rassen verschwinden =
St. Pölten (OTS) - „Überhastet, unüberlegt, unausgegoren“,
kommentiert FPÖ Niederösterreich Tierschutz-Landesrat Susanne
Rosenkranz die noch kurz vor der Wahl von Schwarz-Grün durchgeboxte
Tierschutzgesetzesnovelle.
Denn die Novelle bringe durch den neuen Sachkundenachweis für Hunde-,
Amphibien- und Reptilienhalter Zusatzkosten und -auflagen. Auch die
Verordnungskompetenz in vielen Bereichen von Länderseite sei
abzulehnen: „Umsetzen und finanzieren müssen es nämlich die Länder.
Und eine adäquate Kontrolle ist schwierig, teuer und ein
bürokratischer Kraftakt“, erläutert Rosenkranz.
Zudem seien fachkundige Verbände, Züchter und Interessensgruppen im
Vorfeld großteils ausgeschlossen gewesen, es hätten viel mehr
Praktiker befragt werden müssen. „Unser Bundestierschutzgesetz ist
gut und sehr streng im Vergleich mit anderen Ländern. Nur schießt die
Novelle beim Kampf gegen Qualzucht weit übers Ziel hinaus. Denn die
Zucht von vielen Rassen bei Kleintieren, Hunden, Katzen wird massiv
erschwert. Es besteht die Gefahr, dass Jahrhunderte alte Rassen
verschwinden und viele Kleintierzüchter aufhören“, ist Susanne
Rosenkranz überzeugt.
Extremformen von Qualzuchtmerkmalen, die zu Leiden und Schmerzen
führen, seien selbstverständlich abzulehnen. Wenn Minister Rauch
gewisse Rassen in privater Hand künftig verbieten wolle, sei dies nur
reine Willkür. Es wäre indes sinnvoll, Rückzüchtungsprogramme zu
forcieren statt mit Verboten die heimische Vielfalt zu reduzieren.
„Weder dürfen verantwortungsvolle Züchter und Tierhalter unter
Generalverdacht gestellt, noch darf durch überschießende
Regulierungen die Zucht in die Illegalität oder ins Ausland gedrängt
werden, wo man sich dann an gar keine Regelungen mehr hält“, so
Rosenkranz. „Eine zeitgemäße Tierschutzpolitik braucht Herz und
Verstand“, schließt Rosenkranz.
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