• 09.07.2024, 10:00:04
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  • OTS0033

BM Polaschek: „FH-Rekordausbau mit 800 zusätzlichen Studienplätzen“

Größter FH-Ausbau seit Jahrtausendwende: Schaffung von 800 zusätzlichen FH-Studienplätzen in ganz Österreich

Utl.: Größter FH-Ausbau seit Jahrtausendwende: Schaffung von 800
zusätzlichen FH-Studienplätzen in ganz Österreich =

Wien (OTS) - Vor 30 Jahren, im Herbst 1994, sind die ersten
Fachhochschulstudiengänge in Österreich gestartet. Grund genug für
Bildungs-, Wissenschafts-, und Forschungsminister Martin Polaschek
anlässlich dieses Jubiläums „den bislang größten Ausbauschritt seit
der Jahrtausendwende vorzunehmen.“ So werden ab dem Studienjahr
2025/26 800 zusätzliche bundesfinanzierte Fachhochschulstudienplätze
zu Verfügung stehen. Das ist mehr als das Doppelte der 350
zusätzlichen Anfängerinnen- und Anfängerplätze, die im aktuellen
Fachhochschulentwicklungs- und Finanzierungsplan angeführt werden und
sogar um 100 Plätze mehr als in der aktuellen Ausschreibung für den
FH-Ausbau 2025/26 ursprünglich vorgesehen waren.

Warum, erklärt Bundesminister Polaschek so: „Die Fachhochschulen sind
eine unverzichtbare Säule unseres Hochschulsystems. Anlässlich des
30. Jubiläums ihrer Erfolgsgeschichte haben wir uns dazu
entschlossen, dass wir in diesem dritten Ausbauschritt der aktuellen
Planungsperiode 2023/24 bis 2025/26 Fachhochschulen in allen
Bundesländern ausbauen. Daher fiel die Entscheidung, diesmal einen
Rekordausbau vorzunehmen und 800 zusätzliche FH-Studienanfängerinnen-
und -anfängerplätze zu vergeben.“

Mit ihrer Ausrichtung auf arbeitsmarktorientierte und
berufspraktische Ausbildungen auf akademischem Niveau bringen
Fachhochschulen genau jene Absolventinnen und Absolventen hervor, die
als Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt dringend benötigt
werden. Das gilt einerseits für die Zukunftsfelder, die mit der
digitalen und ökologischen Transformation in Zusammenhang stehen,
andererseits auch für andere Fachbereiche, in denen grundsätzlich
eine hohe Nachfrage am Arbeitsmarkt besteht.

Massiver Ausbau des FH-Studiums Soziale Arbeit in allen neun
Bundesländern

Das erklärt, warum diesmal alle neun Fachhochschulen in Österreich,
die ein Studium der Sozialen Arbeit anbieten, zusätzliche
Studienplätze erhalten. Ab 2026/26 werden damit österreichweit
insgesamt 239 zusätzliche FH-Plätze in diesem Bereich zur Verfügung
stehen. „Es handelt sich um einen wichtigen Schritt, um mehr
Fachkräfte in der Sozialarbeit hervorzubringen. Wir benötigen sie in
vielen Lebensbereichen, allen voran an den Schulen und in der
Familienarbeit - und das in allen Regionen Österreichs“, betont
Bundesminister Martin Polaschek.

Erfreulich ist es auch, dass es nun gelungen ist, ab dem Studienjahr
2025/26 das Studienangebot im Bereich Gebärdensprachdolmetsch
auszubauen. „Wir richten einerseits an der FH Kärnten einen völlig
neuen Bachelorstudiengang mit 30 Studienplätzen ein, andererseits
kommen die 25 bestehenden Studienplätze an der FH Gesundheit Tirol
dazu, deren Finanzierung der Bund übernimmt. Das soll mehr Menschen
die Möglichkeit bieten, sich für den spannenden und wichtigen Beruf
der Gebärdensprachdolmetscherin bzw. des Gebärdensprachdolmetschers
zu entscheiden. Dies treibt aber auch die Akademisierung der
Gebärdensprache voran, die wiederum wesentlich zur Inklusion und
Teilhabe in unserer Gesellschaft beiträgt“, betont Minister
Polaschek.

„Die zusätzlichen Studienplätze in den stark nachgefragten
Disziplinen sind ein richtiger und wichtiger Schritt für den Ausbau
unserer Hochschulen und für die vielen Studieninteressierten, die auf
einen Studienplatz in diesen Bereichen hoffen. Die Einführung der
Gebärdensprache in das Hochschulsystem ist ein zukunftsorientierter
Schritt, den wir sehr begrüßen. Österreich muss in den nächsten
Jahren alles daransetzen, den hohen Bedarf an
akademisch-qualifizierten Fachkräften nachzukommen. Als
anwendungsorientiert forschende und lehrende Hochschulen benötigen
wir dafür zukunftsfähige Strukturen, die es uns ermöglichen, unseren
gesamthaften Auftrag als Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
auch in Zukunft qualitätsvoll zu erfüllen“, so die Präsidentin der
Österreichischen Fachhochschul-Konferenz (FHK) Ulrike Prommer.

FH-Ausbau: 15 neue Studienangebote und 29 Ausweitungen bestehender
Studiengänge

• Von den insgesamt 800 zusätzlichen FH-Anfängerinnen- und
–Anfängerplätzen entfallen 351 auf MINT (Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaft, Technik), Digitalisierung und Nachhaltigkeit, 449
betreffen andere Fachbereiche mit besonders akutem Fachkräftebedarf.

• Alle 19 Fachhochschulen, die sich an der Ausschreibung für den
FH-Ausbau 2025/26 beteiligt haben, profitieren von der Zuteilung.

• Von den insgesamt 44 Vorhaben, die eine Finanzierungszusage
bekommen, entfallen 15 auf neue Studienangebote und 29 auf die
Ausweitung bestehender Studiengänge.
• Von den 15 neuen Studienangeboten sind vier Bachelor- und elf
Masterstudiengänge, darunter drei duale Bachelorstudiengänge.

• Insgesamt wurden 121 Vorhaben für 2.642 Anfängerinnen- und
Anfängerstudienplätze während der Ausschreibungsfrist von 2. bis 30.
April 2024 eingereicht.

• Auslastung/Eingesetzte Bundesmittel: Ausgewählt wurden nicht nur
solche mit bestehenden, erfolgreichen und somit stark nachgefragten
Studiengängen in den Bereichen MINT, Digitalisierung, Nachhaltigkeit
bzw. anderen Studiengängen mit entsprechend starker Nachfrage am
Arbeitsmarkt. Berücksichtigt wurde darüber hinaus ebenso die
Auslastung der entsprechenden Studiengänge sowie die Gesamtsituation
der jeweiligen Fachhochschule sowie die Ausschöpfung vorhandener
Finanzierungspotenziale. Dies entspricht der Zielsetzung im geltenden
FH-Plan, das Monitoring der für den FH-Ausbau eingesetzten
Bundesmittel zielgerichtet zu intensivieren und weiterzuentwickeln
und dabei gesamthafte, bildungspolitische Zielsetzungen zu
berücksichtigen.

• Der aktuelle FH-Plan ist damit nicht nur umgesetzt, sondern gar
übererfüllt: Laut aktuellem Fachhochschul-Entwicklungs- und
Finanzierungsplan 2023/24 bis 2025/26 sollen bis 2026 insgesamt 1.050
neue bundesfinanzierte Studienplätze in den Zukunftsbereichen MINT
(also in den Technik- und den Ingenieurwissenschaften sowie in der
Informatik) mit Schwerpunkt auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit
geschaffen werden. Die ersten 350 davon wurden im Wintersemester
2023/24 bereits umgesetzt, die nächsten 353 folgten für den Herbst
2024. Mit der aktuellen Ausschreibung wird nun auch der dritte und
letzte Ausbauschritt der aktuellen Periode für das Studienjahr
2025/26 erfolgreich umgesetzt, mit dem somit 1.054 zusätzliche
Aufnahmeplätze geschaffen werden.

• Fast 450 FH-Plätze für Fachkräfte: Durch zusätzliche Mittel können
weitere 449 Aufnahmeplätze in Fachbereichen mit besonderem
Fachkräftebedarf geschaffen werden. In Summe werden damit in der
Planungsperiode 2023/24 bis 2025/26 1.503 zusätzliche Aufnahmeplätze
im FH-Sektor geschaffen.

• 2 Milliarden Euro für die Fachhochschulen: Von 2024 bis 2027 sind
Gesamtinvestitionen für den FH-Sektor in der Höhe von mehr als 2
Milliarden Euro vorgesehen. Alleine für den FH-Ausbau auf Grund des
FH-Plans sowie der zusätzlichen Mittel anlässlich des 30-jährigen
Jubiläums wird der Bund bis 2027 94,5 Mio. Euro zur Verfügung
stellen.

Zuteilung der 800 zusätzlichen FH-Studienplätze auf Bundesländer und
Fachhochschulen

• Burgenland: 40 gesamt
- FH Burgenland: 40

• Niederösterreich: 159 gesamt
- FH Krems: 30
- FH Wr. Neustadt: 30
- FH St. Pölten: 89
- Fern FH: 10

• Wien: 170 gesamt
- FHW der WKW: 10
- FH Technikum Wien: 70
- FH bfi Wien: 10
- FH Campus Wien: 80

• Steiermark: 85 gesamt
- FH Joanneum: 50
- FH Campus 02: 35

• Oberösterreich: 75 gesamt
- FH Oberösterreich: 75
- FHG Oberösterreich: 0

• Salzburg: 55 gesamt
- FH Salzburg: 55

• Kärnten: 55 gesamt
- FH Kärnten: 55

• Tirol: 136 gesamt
- MCI: 71
- FH Kufstein: 25
- FHG Tirol: 40

• Vorarlberg: 25 gesamt
- FH Vorarlberg: 25

Gesamt: 800

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