- 04.06.2024, 11:45:20
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„Am Schauplatz“-Reportage über die Hintergründe, warum immer mehr Frauen in Österreich armutsgefährdet sind
„Armut ist weiblich“ am 6. Juni um 21.05 Uhr in ORF 2
Utl.: „Armut ist weiblich“ am 6. Juni um 21.05 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Mehr als eine halbe Million Frauen in Österreich gelten
als armutsgefährdet. Das heißt, sie haben ein Pro-Kopf-Einkommen von
unter 1.600 Euro monatlich. Besonders betroffen sind
Alleinerzieherinnen, Mütter mit vielen Kindern,
Mindestpensionistinnen und Frauen, die krank sind oder kranke
Angehörige pflegen. Frauen sind stärker von Armut betroffen, weil sie
generell weniger Geld für ihre Arbeit bekommen, oftmals wegen der
Kinder nur in Teilzeit arbeiten können und dementsprechend über
niedrige Pensionen verfügen. Und nicht selten sind es Frauen, die
unbezahlt Pflegearbeit leisten. Für die „Am Schauplatz“-Reportage
„Armut ist weiblich“ – zu sehen am Donnerstag, dem 6. Juni 2024, um
21.05 Uhr in ORF 2 – hat Gudrun Kampelmüller mit vielen Frauen
gesprochen und sie versucht auch mit Expertinnen zu klären, wie
Armutsgefährdung am effektivsten bekämpft werden könnte.
Die ehemalige Unternehmerin Astrid E. ist durch den plötzlichen Tod
ihres Mannes, einer schweren Krankheit, die sie berufsunfähig machte,
und die Versorgung einer 15-jährigen Tochter mit Trisomie 21 in die –
wie sie sie es nennt „tägliche Armutsverwaltung“ – abgerutscht.
Die Alleinerzieherin Anita G. sagt, ihr Arbeitgeber hätte sie
unverschuldet in die Armut getrieben, weil er ihr den Lohn nur
unregelmäßig bezahlt hätte. Nun hat sie gekündigt und versucht, den
ausstehenden Lohn gerichtlich einzutreiben. Ohne Gehalt konnte sie
aber ihre Rechnungen nicht bezahlen, schon dreimal wurden ihr und
ihrem Kind mit besonderen Bedürfnissen die Delogierung angedroht.
Christine K. wiederum lebt von der Mindestpension. Die ehemalige
Büroangestellte hat fünf Kinder auf die Welt gebracht, viele Jahre
war sie zu Hause, um sich um die Familie zu kümmern. Der
Wiedereinstieg in den Beruf mit Mitte 40 ist ihr dann nicht mehr
gelungen. Jetzt lebt sie von rund 1.300 Euro monatlich – viel zu
wenig Geld, um gut über die Runden zu kommen. Nicht zum ersten Mal
wurde Frau K. der Strom abgedreht, weil sie die Rechnung nicht
bezahlen konnte. „Aber irgendwie wird es schon gehen“, sagt sie, „ich
habe mich immer wieder hochgekämpft, auch wenn ich ganz unten war.“
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