- 27.05.2024, 15:00:01
- /
- OTS0129
VPNÖ-Krumböck ad FP-Antauer: Wunsch wäre, dass Pride-Paraden nicht mehr gebraucht werden
„Solange Hass und Gewalt, gesundheitliche Probleme und Vorurteile Thema sind, wird es die Pride-Paraden und die Diskussion rundherum geben müssen.“
Utl.: „Solange Hass und Gewalt, gesundheitliche Probleme und
Vorurteile Thema sind, wird es die Pride-Paraden und die
Diskussion rundherum geben müssen.“ =
St. Pölten (OTS) - „Aus meiner Sicht wäre es am besten, wenn es die
Pride nicht geben müsste. Denn das würde heißen, wir brauchen uns
nicht mehr mit Hass und Gewalt herumschlagen. Es würde heißen, wir
brauchen uns nicht mehr um die psychische Gesundheit von
LGBTQ-Personen sorgen – zumindest nicht mehr als um die der
restlichen Bevölkerung. Es würde heißen, wir brauchen uns nicht mehr
um Vorurteile kümmern, nicht mehr überlegen, ob man als Jugendlicher
in der Schule von der ersten Liebe oder am Arbeitsplatz vom
Wochenende mit dem gleichgeschlechtlichen Partner erzählt. Es würde
heißen, dass man nicht mehr überlegt, ob man irgendwo Händchen hält
und schon gar nicht mehr, wo genau man das tut. Aber: Wir sind nicht
so weit. Solange Hass und Gewalt, gesundheitliche Probleme und
Vorurteile Thema sind, wird es die Pride-Paraden und die Diskussion
rundherum geben müssen“, so VPNÖ-Landtagsabgeordneter Florian
Krumböck.
Die Anfang Mai veröffentlichten Ergebnisse der letzten LGBTQ-Umfrage
der Europäischen Agentur für Grundrechte in Österreich und 29
weiteren europäischen Staaten zeigen, dass es noch viele
Herausforderungen gibt. Das betrifft etwa den Bereich Schule: 73
Prozent der Befragten in Österreich gaben etwa an, aufgrund ihrer
Sexualität in der Schule Opfer von Mobbing und psychischer Gewalt
geworden zu sein. 49 Prozent aller Jugendlichen verheimlichen in der
Schule daher ihre Sexualität. Aber auch im Alltag gibt es nach wie
vor offene Themen: 37 Prozent vermeiden es in Österreich die Hand
ihrer Partner zu ergreifen, aus Angst vor Hasskommentaren oder
Übergriffen. 17 Prozent vermeiden es überhaupt gewisse Plätze und
Viertel zu besuchen, um nicht verbal oder physisch attackiert zu
werden.
„Das Positive ist, dass in Österreich mittlerweile 60 Prozent der
LGBTQ-Personen gänzlich oder zumindest sehr offen mit ihrer
Sexualität umgehen. Das ist deutlich mehr als im EU-Schnitt von 51
Prozent und eine Steigerung zur letzten Umfrage 2020, wo dieser Wert
für Österreich noch bei 55 Prozent lag“, betont Krumböck.
„Nichtsdestotrotz sehen wir, dass importierter und einheimischer Hass
nach wie vor ein Thema ist, an dem wir arbeiten müssen und ein
freies, gleiches Leben noch immer keine Selbstverständlichkeit ist,
wie von manchen behauptet wird.“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NNV






