• 22.05.2024, 11:54:27
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ORF-„matinee“: „Stars unter Palmen – Die Preisverleihung der 77. Filmfestspiele von Cannes“, „Der Geschmack Europas“ in der Gironde

Außerdem: „Gene Kelly und der Tanz mit der Kamera“ und „Die Kulturwoche“ – am 26. Mai ab 9.05 Uhr in ORF 2

Utl.: Außerdem: „Gene Kelly und der Tanz mit der Kamera“ und „Die
Kulturwoche“ – am 26. Mai ab 9.05 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Die „matinee“ am Sonntag, dem 26. Mai 2024, begibt sich
um 9.05 Uhr in ORF 2 zunächst nach Frankreich und blickt auf „Stars
unter Palmen – Die Preisverleihung der 77. Filmfestspiele von
Cannes“, die am Vorabend über die Bühne gegangen ist. Danach erkundet
eine Ausgabe der TV-Reihe „Der Geschmack Europas“ die
kulturkulinarisch interessante Region Gironde (9.25 Uhr).
Anschließend wandelt der von Clarissa Stadler präsentierte
ORF-Kulturvormittag mit dem Porträt „Gene Kelly und der Tanz mit der
Kamera“ (10.00 Uhr) auf den Spuren des Ausnahmetänzers und
Regisseurs. Die „matinee“ beschließt „Die Kulturwoche“ (10.40 Uhr)
mit aktuellen Berichten und Tipps.

„Stars unter Palmen – Die Preisverleihung der 77. Filmfestspiele von
Cannes“ (9.05 Uhr)

In der Kultur-Sondersendung berichten Christian Konrad und Alexander
Bogner von der Preisverleihung der am Vorabend stattfindenden 77.
Filmfestspiele an der Croisette. Sie stellen die interessantesten
Filme des Festivals und die Gewinnerinnen und Gewinner vor.
Ausgewählt werden diese wie immer von einer hochkarätig besetzten
Jury, diesmal unter dem Vorsitz von „Barbie“-Regisseurin Greta
Gerwig.

„Der Geschmack Europas – Die Gironde“ (9.25 Uhr)

Auf der Suche nach dem Geschmack Europas stehen diesmal die
Landschaften und Küchen der Gironde im Mittelpunkt. Regisseur Martin
Traxl und Präsentator Lojze Wieser begeben sich in die Region im
Südwesten Frankreichs, die geprägt ist von der Nähe zum Atlantik, den
atemberaubenden Weinbergen und jahrhundertealten Châteaux sowie dem
allgegenwärtigen französischen Charme. In Bordeaux, der Hauptstadt
der Gironde, wurde mit der „Cité du Vin“ dem kulinarischen
Aushängeschild der Gegend, dem Wein, ein Museum gewidmet und durch
den futuristischen Bau auch architektonisch ein Denkmal gesetzt. Auch
abseits des Rebensafts gibt es hier viele kulinarische Spezialitäten
und Gerichte „à la Bordelaise“ zu entdecken, wie zum Beispiel die
süßen Cannelés, deren Entstehungsgeschichte auch mit der
Weinproduktion in Zusammenhang steht, oder die Crevettes blanches,
die weißen Garnelen, die hier noch vom letzten Crevetten-Fischer in
Reusen in der Garonne gefangen werden und am besten gleich fangfrisch
am Boot genossen werden sollten.
In Saint-Émilion mit seiner außergewöhnlichen, in Stein gehauenen,
monolithischen Kirche, trifft man in den Bäckereien auf die Urform
der Macarons, die dort heute noch nach jahrhundertealtem Rezept
gebacken werden. Die Stadt Bazas, südwestlich von Bordeaux gelegen,
ist wiederum namensgebend für eine seltene Rindergattung, die hier
immer noch gezüchtet wird: das Bazadaise-Rind, das früher als
Arbeitstier gehalten wurde und heute ob seiner hervorragenden
Fleischqualität immer mehr Beachtung findet. Schließlich lockt das
Bassin d’Arcachon Feinschmecker:innen mit Austern sowie
Naturliebhaber:innen mit der größten Wanderdüne Europas, der Dune du
Pilat.

„Gene Kelly und der Tanz mit der Kamera“ (10.00 Uhr)

Der US-amerikanische Tänzer, Sänger, Schauspieler, Choreograf und
Regisseur Gene Kelly zählt zu den wichtigsten Vertretern des
Filmmusicals der 1950er Jahre. Bereits als Kind erhielt der 1912 in
Pittsburgh geborene Kelly Tanzunterricht. Durch Filme wie „Singin’ in
the Rain“, „An American in Paris“, „Brigadoon“ oder „On the Town“
avancierte er zu einem der beliebtesten Tänzer und Choreografen
Hollywoods. Was auf der Leinwand leicht und spontan wirkt, war in
Realität ein veritabler Kraftakt. Tanzen – das war bei Kelly eine
explosive Mischung aus Athletik und roher Muskelkraft. Schon in einer
seiner ersten Rollen im Film „Thousands Cheer“ führt er es vor: Da
tanzt er in groben Jeans und weißem T-Shirt – und seine Partnerin ist
nicht etwa Ginger Rogers oder eine andere von Hollywoods Diven,
sondern ein Wischmop, dem er seine Jacke übergeworfen hat. Wenn er in
„An American in Paris“ durch sein Apartment tanzt, dann stampft und
tritt er dabei auch gegen den Türrahmen – Ausdruck jugendlichen
Übermuts, aber auch Sinnbild für seinen unbedingten Willen, aus dem
Rahmen des Üblichen auszubrechen.

Mit und dank Gene Kelly wurde das Tanzen zur Angelegenheit starker
Männer. Zugleich aber – und das mag die von ihm begeisterten Machos
überrascht haben – löste Gene Kelly das Filmmusical von seinen
Ursprüngen im Vaudeville und Ballroom. Stattdessen näherte er es dem
klassischen Ballett an. Die engen Shirts und Hosen, die er in seinen
Nummern trägt, sind nicht nur Insignien des simplen All-American-Boys
von der Straße, sondern zugleich auch die größtmögliche Annäherung
ans Ballett-Trikot, unter dem man jede Muskelbewegung verfolgen kann.
Unentwegt platzierte er in seinen Filmen Szenen, meist gar als
Höhepunkt, die sich zu reinen Tanzsequenzen entwickelten, losgelöst
von allem narrativen Ballast.

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