- 20.05.2024, 12:34:02
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Landau mahnt zu Schuldenerlass für arme Länder
Caritas-Europa-Präsident bekräftigt Aufruf von Papst Franziskus zum Heiligen Jahr 2025 und verweist auf Studien, wonach etliche Länder Afrikas mehr für Schuldendienst ausgeben als für Gesundheitswesen oder Bildung
Utl.: Caritas-Europa-Präsident bekräftigt Aufruf von Papst
Franziskus zum Heiligen Jahr 2025 und verweist auf Studien,
wonach etliche Länder Afrikas mehr für Schuldendienst ausgeben
als für Gesundheitswesen oder Bildung =
Wien (KAP) - Schuldenerleichterungen für arme Länder fordert "Caritas
Europa"-Präsident Michael Landau. Etliche Länder Afrikas litten
derzeit unter einer schweren Schuldenkrise, erinnerte Landau am
Pfingstmontag bei einem Gottesdienst im Wiener Stephansdom. Laut
aktuellen Studien müssten 32 Länder mehr Geld für Kredite und Zinsen
aufwenden als für Gesundheitswesen und 25 Staaten mehr für Schulden
als für Schulen und Bildung ausgeben. "Das ist Realität in Afrika und
das heißt: Millionen von Kindern können nicht zur Schule gehen und
Frauen könne ihre Kinder nicht im Spital zur Welt bringen", erklärte
der Caritas-Europa-Präsident. Österreich und Europa müsse das Thema
Schuldenerlass "entschieden diskutieren und angehen".
Landau bekräftigte damit einen Aufruf von Papst Franziskus zum
Heiligen Jahr 2025 der katholischen Kirche, das unter dem Leitwort
"Pilger der Hoffnung" steht. In der offiziellen Verkündigungsbulle
vom 9. Mai formuliert der Papst mehrere "Appelle der Hoffnung" für
die Welt, darunter, dass reichere Staaten wirtschaftsschwächeren
Ländern die Schulden erlassen sollen.
Das Heilige Jahr erinnere, dass die Güter der Erde nicht für einige
wenige Privilegierte, sondern für alle bestimmt sind, sagte Landau im
Stephansdom. "Wenn wir wirklich den Weg für den Frieden in der Welt
ebnen wollen, sollten wir uns dafür einsetzen, die Grundursachen der
Ungerechtigkeit zu beseitigen, ungerechte und nicht zurückzahlbare
Schulden erlassen und die Hungernden sättigen", zitierte der
Caritas-Europa-Präsident aus dem Papst-Schreiben zum Heiligen Jahr.
"Zur Grundmelodie der Hoffnung gehört die Achtsamkeit für die Armen,
die Bereitschaft, keine und keinen am Wegrand zurückzulassen; auch
der Mut, Unrecht als Unrecht zu benennen und die Ursachen der Übel zu
bekämpfen, nicht nur die Symptome", betonte Landau: "Lassen wir die
Menschen nicht im Stich."
((ende)) GUT
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