• 18.05.2024, 00:03:29
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Karl Mahrer: Persönliche Worte zu Aggressionen und Gewalt im Zusammenhang mit den Wiener Festwochen

Wien (OTS) - 

Ich bin für die Freiheit der Kultur. Aber ich möchte auch meine persönliche Meinung zu Entwicklungen bei den Wiener Festwochen anlässlich der heutigen „feierlichen“ Eröffnung äußern.

Wir sehen im Zusammenhang mit den Wiener Festwochen, dass seitens der dafür politisch Verantwortlichen in der SPÖ gegen zunehmende Tendenzen des Antisemitismus, Aggressionen und Gewalt viel zu wenig getan wird. Mit Förderung der Stadt Wien und damit der Steuerzahler wird im Rahmen der heurigen Festwochen teilweise antisemitischen, aggressiven und extremistischen Ansichten eine umfassende Bühne geboten. 

Künstlerische Freiheit ist wichtig und richtig. Kunst soll auch aufrütteln und auf mögliche Fragen und Probleme unserer Gesellschaft aufmerksam machen. In den letzten Tagen und auch in den Stunden der Eröffnung habe ich mit vielen Menschen gesprochen, die, so wie ich, einer Meinung sind: Wir brauchen keine plakatierten Aufrufe Vermummter zur Revolution und zu einer „Freien Republik Wien“. Musikalische Darbietungen mit Aussagen wie "Ich töte euch alle, ich bringe euch alle um" im Rahmen der Eröffnungsfeier am Rathausplatz, unmittelbar nach dem Mordanschlag auf den slowakischen Premierminister, sind erschreckend.

Ich bin sicher, die Meinung vieler Menschen zu vertreten, wenn ich derartige Exzesse klar benenne und entschieden ablehne. Gerade angesichts zunehmender Aggressionen auch in der Politik und der zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft sollten wir uns auf ein Miteinander in Vernunft und Verantwortung für die Republik Österreich besinnen.

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