• 12.04.2024, 11:54:19
  • /
  • OTS0082

Haimbuchner: „Was steckt hinter der Mär des – mit 1,5% fix verzinsten – Häuslbauer-Darlehens in Höhe von 200.000 Euro?“

Bund streut den Menschen Sand in die Augen und weckt falsche Hoffnungen

Utl.: Bund streut den Menschen Sand in die Augen und weckt falsche
Hoffnungen =

Linz (OTS) - Seit Wochen wird seitens der Bundesregierung propagiert,
dass es für alle Häuslbauer ein Wohnbaudarlehen in Höhe von 200.000
Euro mit einer 1,5-prozentigen Fixverzinsung geben soll. „Dieses
Versprechen ist nicht einmal die halbe Wahrheit. In der Realität
sehen die Planungen nämlich vollkommen anders aus. So fallen
beispielsweise alle Käufer von bestehenden Häusern aus der Förderung
von vornherein raus. Hier sollte der Bund den Menschen reinen Wein
einschenken“, beginnt Wohnbaureferent Landeshauptmann-Stv. Und
FPÖ-Landesparteiobmann Dr. Manfred Haimbuchner.*****

So wird etwa nicht erwähnt, dass die Förderung nur für jene Anzahl
der Förderansuchen gelten soll, die über einer bestimmten Grenze
liegen. Letztere berechnet sich aus den durchschnittlich
zugesicherten Förderungen aus den vergangenen beiden Jahren. „In
Oberösterreich konnten wir 2022 und 2023 durchschnittlich 914
Eigenheime fördern, davon 520 darlehensgestützt. Der Bund würde –
nach seiner Lesart – somit in diesem und im nächsten Jahr Zuschüsse
erst ab der 915. Eigenheimzusicherung leisten. Wie soll das nun in
Oberösterreich umgesetzt werden? Die ersten 914 Häuslbauer bekommen
die momentane Förderung und erst der 915. bekommt dann noch Zuschüsse
des Bundes? Das ist völlig praxisfern und zeigt die
Realitätsfremdheit unserer Bundesregierung“, kritisiert Haimbuchner.

Doch das ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Der Bund will diese
Zuschüsse auch nur bis zum nächsten Finanzausgleich zusagen. Ab
diesem Zeitpunkt, also bereits nach wenigen Jahren, würde der
Zinssatz für die Fördernehmer wieder ansteigen. „Eine vernünftiger
Plan zur Finanzierung seiner eigenen vier Wände kann so keinesfalls
gewährleistet werden“, betont Haimbuchner weiter.

Wohnbaupolitik eignet sich nicht für billigen Populismus

Um noch weiter in die Materie einzusteigen, stellt sich die Frage,
wie viel Geld der Bund für dieses Häuslbauer-Paket tatsächlich in die
Hand nimmt. Das Paket wurde mit 500 Millionen Euro Darlehensvolumina
beziffert. Rund 83,3 Millionen Euro entfallen davon auf
Oberösterreich. Somit würden etwas mehr als 400 Häuslbauer in
Oberösterreich profitieren. Für diese würde in unserem Fall der Bund
– Stand jetzt – Zinszuschüsse in Höhe von rund 1,37 Prozent für die
ersten vier Jahre übernehmen. Sollten wir in diesem Bereich also
wirklich die gesamten Budgetmittel abholen können, kostet das den
Bund 1,47 Millionen Euro pro Jahr. „Ob das wirklich die Lösung für
unsere Bauwirtschaft und die Häuslbauer sein soll ist zumindest
fraglich. Im Vergleich dazu wäre es interessant zu wissen, wie viel
eigentlich die Bewerbung dieses unfertigen Pakets bereits gekostet
hat“, kritisiert Haimbuchner den Zugang der Bundesregierung.

„Wohnbaupolitik ist schlicht Realpolitik, billiger Populismus seitens
des Bundes ist hier völlig fehl am Platz. Ich bin nicht bereit auf
dem Rücken der Bevölkerung und der heimischen Leistungsträger
politisches Kleingeld zu wechseln. Anstatt der Bevölkerung leere
Versprechungen zu machen sollten wir an klaren Lösungen arbeiten, um
Planungssicherheit für die Österreicher und die Länder herzustellen“,
so Haimbuchner abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FLO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel