• 10.04.2024, 10:44:13
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Teil 2 des „Universum History“-Zweiteilers „Das Uhrwerk des Lebens“ dokumentiert die „Geschichte des Alters“

Am 12. April um 22.35 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 12. April um 22.35 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Alte Menschen werden je nach Kultur und Epoche
respektiert und geehrt oder sind Diskriminierung und Verachtung
ausgesetzt. Fest steht, dass wir so alt werden wie nie zuvor: Die
durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich liegt zwischen 80
Jahren bei Männern und 84 Jahren bei Frauen. Nie gab es so viele
Hundertjährige wie heute. Die neue „Universum History“-Dokumentation
„Das Uhrwerk des Lebens – Geschichte des Alters“ von Heike Nelsen und
Florian Hartung (ORF-Bearbeitung: Judith Brandner) fragt am Freitag,
dem 12. April 2024, um 22.35 Uhr in ORF 2 nach, wie Gesellschaften
mit alten Menschen im Laufe der Geschichte umgegangen sind, und
berichtet von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen über den
körperlichen Alterungsprozess.

Ein langes Leben ist ein kostbares Geschenk. Alte Menschen können
andere mit ihrem Erfahrungsschatz bereichern. Das Alter ist aber auch
die Zeit, in der die Kraft nachlässt und Gebrechen zunehmen. Weshalb
sich der Mensch schon immer danach sehnt, den Altersprozess zu
stoppen – forever young ist eine Menschheitsfantasie.

In vielen Kulturen werden alte Menschen respektiert und geehrt, in
manchen gilt das Alter sogar als idealer Lebensabschnitt. Alte
Menschen sind jedoch auch von Ausgrenzung und Diskriminierung
betroffen. Im ältesten Werk der Welt, dem Gilgamesch-Epos geht es um
die Alter: Der sumerische König Gilgamesch ist auf der Suche nach dem
ewigen Leben und nimmt dafür viele Risiken auf sich. Im antiken Athen
war das Bild der Alten widersprüchlich – einerseits wurden Greise in
der griechischen Komödie öffentlich verspottet, weil ihre unförmigen
Körper nicht mehr dem Ideal der Zeit entsprachen. Andrerseits
genossen sie in Sparta Ansehen und Einfluss, da Lebenserfahrung mit
Weisheit verbunden wurde. Die Römer ehrten die alten Männer. Cicero
rühmt sie in seinem Werk „De Senectute“.

Vor allem Frauen haben zu jeder Zeit den Druck gespürt, dem gängigen
Ideal der ewigen Jugend zu entsprechen. Die Kosmetikindustrie
profitiert davon und befördert das Klischee.
Mit der Christianisierung kam im Mittelalter der Caritas-Gedanke auf,
der sich in einer Institution manifestierte, dem Hospital. Es bot
alten Menschen nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch ein
sorgenfreies Dasein bis zum Tod.
Die Doku zeigt auf, wie Gesellschaften mit alten Menschen im Laufe
der Geschichte umgegangen sind. Mussten sie früher bis zum Tod
arbeiten oder von der Familie versorgt werden, wurde durch die
Rentengesetzgebung – zumindest in Deutschland – im 19. Jahrhundert
der Staat zum Fürsorger. Der Staat löste die Familie als Versorger ab
und garantierte den Ruhestand.

„Universum History“ thematisiert die Errungenschaften, die das Leben
alter Menschen grundlegend verändert haben. Berichtet wird von neuen
Erkenntnissen der Forschung über den körperlichen Altersprozess.
Wissenschafterinnen und Wissenschafter zeigen die Perspektiven und
Herausforderungen des Alterns auf.

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