- 04.04.2024, 11:07:32
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ORF-„Universum“-Premiere für „Irlands wilder Westen – Grüne Insel, graue Wüste“
Am 9. April um 20.15 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 9. April um 20.15 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Fernab der Guinness-durchtränkten Holzböden der Pubs und
der grünen Landschaften, die die irische Insel auszeichnen, existiert
auch ein ganz anderes Irland. Es ist ein raues Land – ein Land der
Weite, der Wildnis und der Wunder. „Universum“ nimmt das TV-Publikum
am Dienstag, dem 9. April 2024, um 20.15 Uhr in ORF 2 mit auf eine
Reise in eine Region, die so nah und doch so fremd erscheint. Die
Neuproduktion „Irlands wilder Westen – Grüne Insel, graue Wüste“ des
mehrfach preisgekrönten Regisseurs John Murray zelebriert in
spannenden Tiergeschichten und spektakulären Bildern einen Teil
Irlands, der nur selten die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient.
Der Film entstand als Koproduktion von ORF, Crossing the Line
Production, Skyland Productions, ARTE, The WNET Group, WDR & TG4 in
Zusammenarbeit mit CPB, PBS, SVT und ORF-Enterprise.
Nicht umsonst wird Irland oft die „Grüne Insel“ genannt. Große
Regenmengen sorgen für üppige Vegetation und ansehnliche Seen. Über
Jahrtausende haben Niederschlag und Wind spektakuläre
Steinformationen, vor allem entlang der Küste, erschaffen. Doch auch
Menschen haben hier seit der Steinzeit die Landschaft mitgestaltet.
Einer der imposantesten Kreationen ist der „Burren“, eine große,
wüstenähnliche Karstlandschaft im Westen der irischen Republik. Einst
von Kiefer- und Haselwäldern bedeckt, ist der Burren heute auf den
ersten Blick größtenteils eine unwirtliche, leblose Welt.
Aber nur auf den ersten Blick. Hier, in dieser steinigen Umgebung,
haben sich verschiedene Lebensräume gebildet und einige faszinierende
Tiere eingenistet – darunter auch der Baummarder, der in Irland
beinahe ausgerottet wurde und im Burren eine zweite Chance bekommen
hat. In den kleinen, noch übriggebliebenen Waldflächen ziehen die
Baummarder ihre Jungtiere in Baumhöhlen auf. Schon im jungen Alter
ernähren sich die Allesfresser von Mäusen, Kaninchen und Vögeln. Und
davon gibt es viele im Westen Irlands. Mehr als 100 verschiedene
Vogelarten wurden hier gesichtet, darunter Blaumeisen und Stieglitze.
Tagsüber liefern sich Dohlen, Turmfalken und Wanderfalken einen
Wettbewerb um die Lufthoheit. Nachts gehört der Himmel allerdings den
Fledermäusen. Unter den verschiedenen Arten befindet sich auch die
Wasserfledermaus, die ihrer Beute in der Nähe von Flüssen und Tümpeln
auflauert.
Im Winter oder nach besonders heftigem Regen erscheinen oft Seen in
der Landschaft, die innerhalb kürzester Zeit wieder verschwinden. Die
sogenannten „turloughs“ entstehen in Vertiefungen und versiegen dann
im Kalkstein. Dabei können sie eine sehr dünne Algenschicht an der
Oberfläche hinterlassen. Obwohl die Lebensdauer der Seen oft nur kurz
ist, sind sie für die örtliche Flora und Fauna von großer Bedeutung,
da die Böden hier besonders nahrhaft sind. Vor der Küste tummeln sich
Riesenhaie im Atlantik. Die zweitgrößten Fische der Welt mögen
furchterregend ausschauen, ernähren sich aber ausschließlich von
Plankton. Bis zu 2.000 Tonnen Wasser müssen die Meeresriesen pro
Stunde durch ihre Kiemen filtern, um ausreichend Nahrung zu sich
nehmen zu können. Auch die Finnwale, die hier ihre Runden drehen,
ernähren sich von kleinen Meeresbewohnern. Jahrtausende lang war
dieses Inselparadies Heimat vieler Völker – und sie alle haben Spuren
hinterlassen: von heidnischen Monumenten, die an Stonehenge erinnern,
bis hin zu kleinflächigen, durch alte Steinmauern getrennte Felder
und Klosterruinen, die heute den wilden Bewohnern dieser Gegend
Zuflucht gewähren.
Für den irischen Regisseur John Murray war die Herstellung dieses
Films eine Herzensangelegenheit: „Als Naturfilmer ist man oft auf der
Suche nach dem Exotischen. Dabei kann man manchmal das, was direkt
vor der Haustüre liegt, aus den Augen verlieren. Der Burren hat mich
immer schon fasziniert, und jetzt hat sich endlich die Gelegenheit
ergeben, dieser unglaublich vielseitigen Landschaft und deren
Bewohnern die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen.“
Von der Blütenpracht und Insektenvielfalt der Aran-Inseln bis hin zu
den imposanten Steinformationen und den Wildtieren, die in dieser
scheinbar kargen Umgebung ein Zuhause finden, sowie den Ruinen längst
verschwundener Zivilisationen – „Irlands wilder Westen – Grüne Insel,
graue Wüste“ ist eine mitreißende Reise durch eine entlegene,
einzigartige Gegend am Rande Europas.
Die Sendung sowie weitere Ausgaben der Naturfilmreihe „Universum“
sind auf ORF ON und in der TVthek-App verfügbar.
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