• 03.04.2024, 11:15:52
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ORF-Korrespondentenmagazin „WeltWeit“ zum Thema „Cash oder Karte? Steht das Bargeld vor dem Aus?“

Patrick A. Hafner, Michael Mayrhofer und Josef Dollinger berichten aus Indien, Schweden und China – am 5. April um 21.20 Uhr in ORF 2

Utl.: Patrick A. Hafner, Michael Mayrhofer und Josef Dollinger
berichten aus Indien, Schweden und China – am 5. April um
21.20 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Kaum eine Debatte wird so emotional geführt wie die um
das Bargeld. Das Volksbegehren „Für uneingeschränkte Bargeldzahlung“
hat es mit mehr als 500.000 Stimmen in den Nationalrat geschafft. Im
Sommer vergangenen Jahres haben viele Regierungsmitglieder – allen
voran Kanzler Nehammer – lautstark gefordert, dass das Recht auf
Bargeld in der Verfassung verankert werden soll. 43 Prozent der
Österreicherinnen und Österreicher finden die Möglichkeit, bar
bezahlen zu können, sehr wichtig. Im restlichen Euro-Raum sind es im
Vergleich nur 27 Prozent. Dass die EU derzeit an einem digitalen Euro
arbeitet, ist Wasser auf den Mühlen derjenigen, die eine Abschaffung
des Bargeldes befürchten. Noch kann man in allen Ländern auch cash
bezahlen, doch die Digitalisierung bei der Bezahlung schreitet
weltweit voran. Für die aktuelle Ausgabe des
ORF-Korrespondentenmagazins „WeltWeit“ unter dem Titel „Cash oder
Karte? Steht das Bargeld vor dem Aus?“ berichten am Freitag, dem 5.
April 2024, um 21.20 Uhr in ORF 2 Patrick A. Hafner, Michael
Mayrhofer und Josef Dollinger aus Indien, Schweden und China:

Patrick A. Hafner erlebt in Indien, dass das bevölkerungsreichste
Land der Welt in Sachen Zahlen mit dem Handy sehr weit entwickelt
ist. So gut wie jeder Straßenhändler akzeptiert, wenn man über
QR-Code bezahlt. Möglich gemacht hat das ein indisches
Sofortzahlungssystem, das 2016 entwickelt wurde. Das System, kurz
UPI, Unified Payments Interface, genannt, erleichtert die Abwicklung
des Zahlungsverkehrs zwischen Käufer:innen, Händler:innen und den
Banken. Neben der Millionen-Metropole Mumbai ist Hafner auch in den
abgelegensten Regionen des Landes unterwegs, um herauszufinden, ob
man auch ohne Bargeld auskommen kann und was passiert, wenn es keinen
Strom gibt, um das Smartphone zu laden?

Schweden ist eines der ersten Länder, das bald komplett bargeldlos
sein könnte. Seit Jahren zahlen immer weniger Menschen damit – 2023
war es nur mehr jeder Zehnte. Michael Mayrhofer trifft Menschen, die
inzwischen komplett auf Bargeld verzichten – unter anderem auch ein
Priester. Die Kollekte in seiner Kirche wurde auf einen digitalen
Klingelbeutel umgestellt. Dennoch hat das Land ein
Bargeldsicherungsgesetz, das seinen Bürgerinnen und Bürgern jederzeit
Cash garantiert, alle 25 Kilometer muss ein Bankomat verfügbar sein.
Die Bedenken in der Bevölkerung wachsen vor allem in Bezug auf einen
möglichen Blackout. Kurz gefragt: Wo liegen die Grenzen einer
bargeldlosen Gesellschaft?

In China testet Josef Dollinger bargeldloses Zahlen im Alltag und
fragt bei Finanz- und Technikexperten nach, wie die Zukunft des
Zahlungsverkehrs aussehen wird. In Peking wird Cash-Zahlung zwar
immer seltener, ist aber fast überall noch akzeptiert. Dass jede
Transaktion Spuren hinterlässt und wir damit mehr und mehr zum
„gläsernen Menschen“ werden, ist kein Thema in der Debatte. Anders
als wir im Westen vermuten, sorgen sich die Chinesinnen und Chinesen
kaum darum, durch digitales Bezahlen der Überwachung Tür und Tor zu
öffnen. Es ist vielmehr die Datensicherheit, die den Menschen im Land
Sorgen bereitet. Von ihrer Regierung erwarten sie sich daher vor
allem Schutz vor Betrug.

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