• 28.03.2024, 10:53:17
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„Stöckl live“ im Zeichen der „Bewusst gesund“-Initiative „Beweglich bleiben!“ – am 2. April um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Im Rahmen der aktuellen ORF-Initiative „Bewusst gesund –
Beweglich bleiben!“ (Details unter https://presse.ORF.at) beschäftigt
sich „Stöckl live“ am Dienstag, dem 2. April 2024, um 20.15 Uhr in
ORF 2 mit dem Thema „gesunde Gelenke“ – und somit mit der
Beweglichkeit bis ins hohe Alter. Diese ist für viele Menschen nicht
selbstverständlich. Jede zweite Person in Österreich klagt über
Rückenschmerzen, auch Knie-, Schulter- oder Hüftprobleme gehören mit
zunehmendem Alter zum Alltag. Übergewicht und Erkrankungen wie Rheuma
belasten schon die Gelenke jüngerer Generationen.

Barbara Stöckl geht in der Sendung folgenden Fragen nach: Wie können
wir unsere Gelenke gesund halten? Welche Rolle spielen dabei
Ernährung und Bewegung? Welche Behandlungsmethoden und Medikamente
gibt es? Und wann ist ein künstliches Gelenk erforderlich? Gäste wie
Chris Lohner und Christian Neureuther teilen persönliche Erfahrungen,
Fachleute wie ORF-Gesundheitsexperte Siegfried Meryn, Orthopäde
Thomas Müllner und Ernährungsberaterin Ursula Vybiral geben Einblicke
und Tipps und Publikumsliebling Philipp Jelinek zeigt Übungen für
mehr Beweglichkeit live im Studio.

Geniale Fehlkonstruktion – warum auch die Evolution an unseren
Gelenksproblemen schuld ist

Er ist vielleicht nicht unbedingt die Krone der Schöpfung, aber
bestimmt ein Sondermodell – der menschliche Körper. Er ist
evolutionär gesehen ein Ausnahmefall und diese Tatsache wirkt sich
auch auf die Gelenke aus. Der aufrechte Gang hält uns die Hände für
Tätigkeiten und Werkzeuge frei und ermöglicht uns, das
großdimensionierte Gehirn auf dem Skelett zu balancieren. Durch die
verhältnismäßig große Hirnmasse wäre unser Schädel schlicht zu
schwer, um ihn im Vierfüßlergang durch die Welt zu tragen, die
Halswirbelsäule würde das nicht aushalten. Der Mensch hat zweibeinig
die Welt erobert, allerdings um den Preis von Problemen in den Knie-
und Hüftgelenken und der Wirbelsäule. Dazu kommt, dass der Mensch,
auch ohne medizinische Versorgung, älter wird als die meisten anderen
Säugetiere an Land, das führt zu verstärkter Abnützung der Gelenke.
Etwa ein Drittel der österreichischen Bevölkerung erleidet im Laufe
des Lebens arthrotische Gelenksschäden. Darunter litten schon unsere
Vorfahren. Anthropologin Doris Pany-Kucera hat solche
Knochenveränderungen auch an ca. 3.000 Jahre alten Skeletten aus der
Hallstattzeit festgestellt. Die Evolution hat die Fortbewegung auf
zwei Beinen im Laufe von Jahrmillionen mehrmals ausprobiert, immer
mit dem gleichen Resultat: Die Spezies ist ausgestorben. Davon zeugen
u. a. die Dinosaurierskelette im Naturhistorischen Museum.

Gelenksersatz – dank Computer, Roboter und künstlicher Intelligenz
besser denn je

Mindestens 40.000 Endoprothesen, also Ersatzgelenke, werden jedes
Jahr in Österreich implantiert, das sind mehr als 100 pro Tag. Damit
liegt Österreich im internationalen Spitzenfeld. Manche Fachleute
sehen das kritisch, zumal ein Teil der Operationen für die
Betroffenen kein befriedigendes Ergebnis bringt. Die Medizin arbeitet
daher ständig daran, Operationsmethoden und Materialien zu
verbessern. Eine der jüngsten Entwicklungen ist ein Roboterarm, der
bei der Implantation von Knie-Endoprothesen den Operateuren zur Hand
geht und so eine Genauigkeit ermöglicht, die ein Mensch nicht
erzielen kann. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das eine
schnellere Mobilisierung, rasche Schmerzfreiheit und größere
Haltbarkeit der Gelenke. Ein Team von „Stöckl live“ war bei einer der
ersten derartigen Operationen im evangelischen Krankhaus dabei und
hat den Patienten auch wenige Tage nach der OP bei einem
(ausgedehnten) Spaziergang begleitet. Aber auch Kunstgelenke in der
Wirbelsäule, Schultergelenke und Sprunggelenke können dank Hightech
heute wesentlich erfolgreicher eingesetzt werden als früher. Chris
Lohner etwa hat im Laufe der vergangenen Jahre je zwei künstliche
Hüft- und Kniegelenke bekommen. „Stöckl live“ hat sie zu ihrer ersten
Tennisstunde nach der jüngsten Knie-OP begleitet und im Studio
berichtet sie gemeinsam mit Chirurg Thomas Müllner über ihre –
durchaus gemischten – Erfahrungen mit der Implantation von
Endoprothesen.

Gelenkskiller Rheuma

Wer schon einmal Hände von Menschen mit rheumatoider Arthritis
gesehen hat, kann vielleicht ermessen, was Rheuma mit Gelenken
anstellen kann. Von der Autoimmunerkrankung, deren Ursache noch nicht
vollständig geklärt ist, können nicht nur die Fingergelenke, sondern
fast alle Gelenke des Körpers in Mitleidenschaft gezogen werden. In
„Stöckl live“ erzählen zwei Betroffene über ihr Leben mit der
Erkrankung: Eine Steirerin, deren Leben seit 40 Jahren von der
Krankheit geprägt ist, und ein junger Niederösterreicher, der wegen
seines ersten Rheumaschubs im Alter von nur neun Jahren das Bett
nicht mehr verlassen konnte. Die beiden Berichte beschreiben nicht
nur den Umgang mit der Krankheit, sondern zeigen auch die
Fortschritte der modernen Medizin und Pharmakologie. Die
Gelenkszerstörung durch Rheuma ist kein unausweichliches Schicksal
mehr, das ist die gute Nachricht für die rund zwei Millionen
Österreicherinnen und Österreicher, die an einer der zahlreichen
Rheumaformen leiden.

Wendepunkt – Gelenksbeschwerden nach der Menopause

Gelenksschmerzen zählen zu den häufigsten Symptomen bei Frauen in den
Wechseljahren. Viele leiden unter Schmerzen in den Fingergelenken,
Schultern oder Knien. Ursache ist häufig ein Östrogenmangel. Dieser
ist neben erblicher Veranlagung auch die Hauptursache für die
Entstehung von Osteoporose. So können Frauen in den zehn Jahren nach
der Menopause 40 Prozent des inneren Knochens verlieren. Die Zeit der
Wechseljahre ist damit ein kritischer Wendepunkt für die weibliche
Knochen- und Gelenksgesundheit. Allerdings ist das den wenigsten
Frauen bewusst. Treten erste Symptome auf, ist bereits wertvolle Zeit
verstrichen, denn Osteoporose entsteht sehr langsam. Das gibt den
Betroffenen, so wie Johanna Coulin, die Möglichkeit, etwas dagegen zu
unternehmen. Für sie kam die Diagnose nach den frühzeitigen
Wechseljahren völlig überraschend. In „Stöckl live“ klären die
Fachärztin für Osteoporose Lea Verner und die Gynäkologin Claudia
Oesterreicher darüber auf, was Frauen tun können, um ihre
Knochendichte und damit auch die Gelenke möglichst lange gesund zu
halten.

Entlastung – Abnehmen für die Gelenke

Übergewicht und Adipositas stellen weltweit ein immer größeres
Gesundheitsproblem dar. Neben bekannten Risiken für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes sind auch Gelenksprobleme
eine häufige Folge. Denn mehr Gewicht bedeutet eine höhere Belastung
für die Gelenke, was zu Schmerzen, Entzündungen, stärkerer Abnutzung
sowie langfristigen Schäden führen kann. Jedes zusätzliche Kilo
Körpergewicht beansprucht die Knie um ein Vielfaches und erhöht das
Risiko für Arthrose und andere degenerative Gelenkserkrankungen. Das
betrifft nicht nur ältere Menschen, sondern auch jüngere
Generationen. „Stöckl live“ zeigt die Geschichte einer Frau, die kurz
vor einer Magenbypass-OP stand, dann aber mit Sport,
Ernährungsumstellung und mentaler Unterstützung rund 60 Kilo
abgenommen hat, um beweglich zu bleiben.

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