- 12.03.2024, 10:08:46
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Ö1 und ORF 2 zum 70. Geburtstag von Christoph Ransmayr: „Es geht beim Reisen immer um den Weg zu den Menschen“
Wien (OTS) - Am 20. März begeht der österreichische Schriftsteller
Christoph Ransmayr seinen 70. Geburtstag. Ö1 gratuliert mit sechs
Sendungen: „Ö1 Hörspiel“ (16.3.), am 17. März „Gedanken“,
„Menschenbilder“ und „Ex libris“, „Tonspuren“ (19.3.) und
„Radiogeschichten“ (20.3.). ORF 2 bringt im „kulturMontag“ am 18.
März das neue Filmporträt „Der größte Erzähler ist das Licht – Der
Schriftsteller Christoph Ransmayr“.
Am Samstag, den 16. März steht im „Ö1 Hörspiel“ (14.00 Uhr)
„Strahlender Untergang“ auf dem Programm - Christoph Ransmayrs erste
poetische Arbeit, 1982 in rhythmischer Prosa geschrieben, die vom
Verschwinden des „Herrn der Welt“, des Menschen, erzählt. Es liest
Jens Harzer, Regie in der diesjährigen ORF-Produktion führte Harald
Krewer.
„Es geht beim Reisen immer um den Weg zu den Menschen“ - Gedanken
von Christoph Ransmayr über Fernweh, Heimweh, über das Erzählen,
Vertrauen und die Neugierde auf die Welt sind am Sonntag, den 17.
März ab 9.05 Uhr in der Ö1-Sendung „Gedanken“ zu hören. Ransmayr
spricht über das Überwinden von Grenzen - seien es Berge oder
scheinbar unüberwindbare Gräben zwischen Menschen - und von der
Sinnhaftigkeit, innere wie äußere Reisen zu den Menschen hin zu
unternehmen. Die Musik der Sendung stammt auf Wunsch des Autors von
Wolfgang Muthspiel. Ab 14.05 Uhr bringen die „Menschenbilder“ das
Porträt „Die Routen ins Innere eines Traums“. Ungeahnte Räume und
Zeiten eröffnen sich in den Büchern von Christoph Ransmayr. Sie
führen an Orte, an denen weder Autor noch Leser und Leserinnen je
waren: Die verbotene Stadt des Kaisers von China zur Zeit der
(europäischen) Aufklärung. Das nördliche Eismeer vor 150 Jahren. Ein
halb fiktives antikes Rom. Eine unbestimmbare, meist düstere Zukunft.
Fantastisches vermischt sich mit Möglichem, die schmale Grenze
zwischen Phantasie und Realität wird durchlässig. Johann Kneihs hat
Christoph Ransmayr zum 70. Geburtstag des Schriftstellers in dessen
Wohnung in Wien besucht. Ab 16.00 Uhr wird in „Ex libris“ u. a. das
Buch „Als ich noch unsterblich war“ vorgestellt - 13 Erzählungen
Ransmayrs, die zum 70. Geburtstag des Autors erstmals in einem Band
versammelt sind.
In den „Tonspuren“ (16.05 Uhr) gibt es am Dienstag, den 19. März
das Feature „Keinem bleibt seine Gestalt“ aus dem Jahr 2014 zum
Wiederhören. Ransmayr öffnet einen Erzählraum - und augenblicklich
ist man darin gefangen. Seine Literatur ist nicht Ersatz für eigenes
Erleben, sie ist selbst atemberaubendes Ereignis. Der erste Satz
eines Textes trägt die Motive des jeweiligen Erzählkosmos bereits in
sich. Über solche Anfänge denkt der gebürtige Oberösterreicher tage-,
monatelang nach. Wenn es sein muss, jahrelang. Denn er kann einfach
nicht weiterschreiben, eine Landschaft, ein Gebirge, einen Menschen
in Sprache verwandeln, wenn nicht sicher ist, dass das bisher
Formulierte Bestand hat und genau so, wie es ist, bleiben kann.
Anlässlich seines 60. Geburtstages hat Eva Roither auf Vorschlag
Ransmayrs den Autor in der Kartensammlung der Österreichischen
Nationalbibliothek getroffen - um sich dort auf den Weg zu machen
über in Zeichnung und Schrift verwandelte Kontinente. Ebenso hat sie
mit Wegbegleitern wie u. a. Martin Pollack und Reinhold Messner
gesprochen.
Am Mittwoch, den 20. März liest Christoph Ransmayr in den
„Radiogeschichten“ (11.05 Uhr) seine Erzählung „Als ich noch
unsterblich war“, in der er seine Entdeckung von Sprache und Schrift
schildert.
„Der größte Erzähler ist das Licht – Der Schriftsteller
Christoph Ransmayr“ in ORF 2
Der „kulturMontag“ am 18. März in ORF 2 präsentiert anschließend
an das Magazin das neue Filmporträt „Der größte Erzähler ist das
Licht – Der Schriftsteller Christoph Ransmayr“ (23.30 Uhr). Die
Dokumentation von Martin Traxl und Tatjana Berlakovich stellt den
Literaten in den Mittelpunkt, der die entlegensten Orte dieser Welt
bereist, an Grenzen geht und sie überschreitet wie kaum ein anderer.
Die meisten seiner Bücher legen davon Zeugnis ab. In vielen seiner
literarischen Werke beschreibt Christoph Ransmayr historische
Begebenheiten, verknüpft sie mit der Gegenwart und wandert dabei
stets am schmalen Grat zwischen Realität und Mythos. Seine Sprache
ist wortgewaltig, kraftvoll und rhythmisch. Seine Bücher wurden in
mehr als 30 Sprachen übersetzt. Der Film erzählt anlässlich seines
70. Geburtstages, wie der Jubilar einst über Kinderlieder erstmals in
Berührung mit Geschichten kam, die sich tief in seinem Gedächtnis
festgesetzt haben, aber auch über seine Reisesehnsucht,
Grenzerfahrungen und seinen Hang zur Historie.
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