- 05.03.2024, 10:36:51
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ORF-Korrespondentenmagazin „WeltWeit“ zum Weltfrauentag: „Männersache. Wie steht es um die Frauenrechte?“
Katharina Wagner, Cornelia Primosch und Isabella Purkart berichten aus dem Iran, aus Tunesien und Kolumbien – am 8. März um 21.20 Uhr in ORF 2
Utl.: Katharina Wagner, Cornelia Primosch und Isabella Purkart
berichten aus dem Iran, aus Tunesien und Kolumbien – am 8.
März um 21.20 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Sportlich sein, genug Geld verdienen, in der Beziehung
das Sagen haben – das gehört laut einer Umfrage aus 2023 zum Bild von
Männlichkeit für junge Männer in Deutschland. Ganz offensichtlich
dominiert immer noch die Vorstellung von traditionellen
Rollenbildern, in denen Frauen keine gleichberechtigten Partnerinnen
sind. Ein enttäuschendes Ergebnis, das einmal mehr zeigt, wie weit
entfernt wir noch von einer Gleichberechtigung von Frauen und Männern
in der Gesellschaft sind. Auch wenn in westlichen Ländern in der
Regel diese Gleichberechtigung vor dem Gesetz zumindest auf dem
Papier geschaffen ist. Anlässlich des Internationalen Frauentags
(Details zum ORF-Programmschwerpunkt unter presse.ORF.at) wirft das
ORF-Korrespondentenmagazin „WeltWeit“ am Freitag, dem 8. März 2024,
um 21.20 Uhr in ORF 2 einen Blick auf jene Länder, die meist nur im
Zusammenhang mit der Verletzung von Frauenrechten genannt werden.
Katharina Wagner, Cornelia Primosch und Isabella Purkart berichten
aus dem Iran, aus Tunesien und Kolumbien.
Katharina Wagner hat in Teheran eine Anwältin begleitet, die Frauen
bei Scheidungen zur Seite steht. Wie schwierig das Leben von Frauen
im Iran ist, ist seit September 2022, als Zehntausende nach dem Tod
der 22-jährigen Mahsa Amini auf die Straße gingen, einmal mehr
deutlich geworden. Denn obwohl Frauen eine enorm wichtige Rolle im
wirtschaftlichen Leben des Landes spielen, sind sie vor dem Gesetz
der islamischen Republik stark benachteiligt. Das spiegelt sich auch
im Scheidungsrecht wider.
In Tunesien trifft Cornelia Primosch Aktivistinnen, die bei der
Umsetzung von Frauenrechten noch viel Luft nach oben sehen, aber auch
selbstbestimmte Frauen, die den Ausgleich zwischen Modernität und
Tradition leben. In der arabischen Welt nimmt Tunesien eine
Sonderstellung ein. Schon nach der Unabhängigkeit 1956 hat das Land
die Frauenrechte gesetzlich verankert und den Tunesierinnen eine
aktive Teilhabe am sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben
ermöglicht.
In Kolumbien taucht Isabella Purkart in die Welt des „Machismo“ ein,
die – wie in ganz Lateinamerika – noch immer fest in der Gesellschaft
verankert ist. Von klein auf lernen Mädchen und Burschen, dass sie
sich nach bestimmten Stereotypen zu verhalten haben. Männer dürfen
keine Gefühle zeigen, einzig Aggression und Gewalt sind akzeptabel.
Das Projekt „Hombres al Cuidado“ in der Hauptstadt Bogotá will ein
Umdenken in der Gesellschaft erreichen, denn durch die starren
Rollenbilder seien nicht nur Frauen, sondern auch die Männer selbst
benachteiligt. Vom Busfahrer bis zum Gefängnisinsassen – alle sollen
an den Kursen teilnehmen und so den Kulturwandel herbeiführen.
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