• 28.02.2024, 10:27:56
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  • OTS0077

Kaineder: Vor Boden-Konferenz der Länder in Linz: Diese 4 Bodenschutz-Pflichten sind zu erfüllen

Einigung auf das 2, 5 Hektar-Ziel, gesetzlicher Schutz der fruchtbarsten Böden, Vorrang für Leerstandsnutzung und weitsichtige Planung durch eine effektive Raumordnung

Utl.: Einigung auf das 2, 5 Hektar-Ziel, gesetzlicher Schutz der
fruchtbarsten Böden, Vorrang für Leerstandsnutzung und
weitsichtige Planung durch eine effektive Raumordnung =

Linz (OTS) - LR Achleitner lädt zum Bodenschutzgipfel nach
Oberösterreich. An sich lobenswert, bei der bisherigen Performance
des Landesrats aber mit einer großen Portion Skepsis zu sehen. Das
Ergebnis dieser Länderkonferenz wird daran zu messen sein, ob sie die
vier Pflichten für wirksamen Bodenschutz erfüllt. Erstens den
Bodenfraß begrenzen, zweitens fruchtbare Böden und Natur schützen,
drittens zuerst den Leerstand nutzen und viertens Boden-sparend
planen. Nur wenn diesen Bodenschutz-Pflichten unzweifelhaft
nachgekommen wird, kann diese Treffen zum Erfolg werden und kein
weiteres Mittel, um Aktivität vorzutäuschen, wo keine ist“, fordert
der Grüne Landessprecher LR Stefan Kaineder im Vorfeld der
Bodenschutz-Konferenz in Linz, an der die Raumordnungslandesrät:innen
aller Bundesländer und Vertreter:innen von Städte- und Gemeindebund
teilnehmen werden.

Der mangelhafte Bodenschutz in Oberösterreich ist vielfach
diskutiert. Ebenso der Widerstand LR Achleitners und des
Gemeindebundes gegen das verpflichtende Ziel der Bundesregierung, den
Bodenverbrauch bundesweit auf 2, 5 Hektar pro Tag zu beschränken.
Andere Bundesländer stimmen dem Ziel zu. „Beim kommenden Treffen muss
Schluss sein mit der Blockade durch Oberösterreich. Dieses 2, 5
Hektar Limit ist eine der Säulen für funktionierenden Bodenschutz.
Zudem muss sichergestellt werden, das nicht mehr dort gebaut wird, wo
unser Essen wächst. Dass Leerstände genutzt werden, statt neue Hallen
und Geschäfte in die Wiese zu stellen und eine bodenschützende
Raumordnung für weitsichtige Planung sorgt. Nur so ist das
Zubetonieren unserer Heimat zu stoppen“, betont Kaineder und der sich
klar gegen das Argument stellt, dass bei einem Bodenverbrauchslimit
keine Häuser oder Betriebsgebäude mehr errichtet werden könnten, denn
„ in Oberösterreich gibt es so viel unbebautes, bereits gewidmetes
Bauland, dass darauf alle Wohngebäude der Millionenstadt Wien Platz
hätten“, betont Kaineder.
Das hemmungslose Versiegeln hat fatale Folgen – für Klima, Umwelt und
damit vor allem den Menschen. „Wir verbauen uns die Ernährungs-und
Versorgungssicherheit. Unzählige Studie zeigen dies und Expert:innen
warnen. Sogar die Eigenversorgung mit Erdäpfeln ist gefährdet, wenn
die Äcker weiter wie bisher zubetoniert werden. Es kann wohl sein,
dass wir Erdäpfel importieren müssen, weil wir zu wenige Anbauflächen
haben. Das ist ja absurd“, betont Kaineder.

Kaineder: „Oberösterreich braucht keine Schotterwüsten mehr ala
Ohlsdorf, kleine planierten Äcker und keine neuen Supermärkte auf der
grünen Wiese, während sich die Ortskerne leeren. Dafür haben die
Leute auch kein Verständnis mehr. Das Land braucht effektiven
Bodenschutz, und den hat das kommende Treffen in die Wege zu leiten“.

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