• 22.02.2024, 22:26:24
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Erzbischof Kothgasser gestorben

Emeritierter Erzbischof von Salzburg hatte vor rund zwei Monaten eine Gehirnblutung erlitten - Am Donnerstagabend starb er im Alter von 86 Jahren in seiner Wohnung im Priesterseminar in Salzburg

Utl.: Emeritierter Erzbischof von Salzburg hatte vor rund zwei
Monaten eine Gehirnblutung erlitten - Am Donnerstagabend starb
er im Alter von 86 Jahren in seiner Wohnung im Priesterseminar
in Salzburg =

Salzburg (KAP) - Der emeritierte Salzburger Erzbischof Alois
Kothgasser ist tot. Er starb am Donnerstagabend im Alter von 86
Jahren in seiner Wohnung im Priesterseminar in Salzburg, wie die
Erzdiözese Salzburg mitgeteilt hat. Kothgasser verschied demnach im
Beisein seiner engsten Familienangehörigen, dem Regens des
Priesterseminars Tobias Giglmayr, den Seminaristen und von Erzbischof
Franz Lackner, die ihn im Gebet bei seinem Heimgang begleitet haben.
Alois Kothgasser war zuletzt schwer krank, nachdem er im vergangenen
November eine Gehirnblutung erlitten hatte. Noch am 9. Februar konnte
der Erzbischof aber an einem Gottesdienst zur Feier des
60-Jahr-Jubiläums seiner Priesterweihe in der Kapelle des Salzburger
Priesterseminars teilnehmen.

"Erzbischof emeritus Alois verschied, als wir an seiner Seite die
Komplet begannen, das kirchliche Nachtgebet, und das Schuldbekenntnis
beteten. Sein Tod macht mich betroffen, doch ich blicke auch in
großer Dankbarkeit auf sein Wirken", erklärte Erzbischof Lackner in
der Mitteilung der Erzdiözese Salzburg zum Tod von Erzbischof
Kothgasser. Lackner weiter: "Die Spur, die er als Bischof
vorzeichnete, weiterzugehen, war nicht schwer. Morgen werden wir zu
einer ersten Trauersitzung zusammentreten, um die weiteren Dinge zu
bereden und zu beschließen. Beten wir für unseren lieben verstorbenen
Emeritus, der zu Lebzeiten so viel für uns gebetet hat."

"Vorbild in Sanftmut"

"Erzbischof Alois Kothgasser war ein Vorbild an Sanftmut und ein
menschennaher Bischof." Mit diesen Worten hat Kardinal Christoph
Schönborn das Wirken des emeritierten Salzburger Erzbischofs
gewürdigt. Er blicke "in Dankbarkeit auf diesen Mitbruder, Lehrer der
Theologie und treuen Sohn des Heiligen Don Bosco und des
Salesianerordens", sagte Schönborn im Interview mit der
Nachrichtenagentur Kathpress. "Wir haben in der Bischofskonferenz
dankbar seine Gabe der Vermittlung und Versöhnung schätzen gelernt",
hielt der Wiener Erzbischof und frühere langjährige Vorsitzende des
österreichischen Episkopats fest.

"Er war im Geist seines Ordensgründers ein fröhlicher und
menschenverbindender Bischof", führte der Kardinal im Blick auf den
Verstorbenen weiter aus. "Als menschennaher und herzlicher Bischof
von Innsbruck und dann von Salzburg war Alois Kothgasser im besten
Sinn des Wortes ein guter Hirt."

Alois Kothgasser gehörte dem Orden der Salesianer Don Boscos an. Er
war zwischen 2003 und 2013 Erzbischof von Salzburg und zuvor von 1997
bis 2002 Bischof von Innsbruck. Nach seiner altersbedingten
Emeritierung lebte er zunächst mehrere Jahre im Geistlichen Zentrum
der Don-Bosco-Schwestern in Baumkirchen (Tirol). Seit seinem 85.
Geburtstag 2022 wohnte Erzbischof Kothgasser im Priesterseminar der
Erzdiözese Salzburg.

1937 in Lichtenegg in der Südoststeiermark als Sohn einer
Bauernfamilie geboren, hatte Kothgasser nach dem Ordenseintritt bei
den Salesianern in Turin und Rom studiert. 1964 wurde er zum Priester
geweiht. Von 1982 bis 1997 war er Professor für Dogmatik und zweimal
Rektor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern
in Bayern. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) ernannte ihn 1997 zum
Innsbrucker Bischof. Knapp zehn Jahre später wechselte Kothgasser als
Erzbischof nach Salzburg.

Mehr: www.kathpress.at

((forts. mgl.)) GUT/PWU
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