• 31.01.2024, 10:55:45
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Grüne Wien/Kraus, Prack: Geldscheine statt Gurken auf Wiener Ackerböden? Die Stadtregierung muss Grund und Boden endlich schützen!

In allen Bundesländern gibt es wirkungsvolle Grundverkehrsgesetze, nur in Wien nicht.

Wien (OTS) - 

„Statt Gurken und Paprika wachsen auf den Donaustädter Äckern die Geldscheine für Immohaie, die im großen Stil mit Grund und Boden spekulieren“, so Peter Kraus, Parteivorsitzender der Grünen Wien angesichts der aktuellen Berichterstattung von „Falter“ und „WZ“, die mit aller Deutlichkeit zeigt, warum der mangelnde Schutz vor Spekulation in Wien ein gravierendes Problem ist. Der Fall in Wien-Donaustadt sei sinnbildlich für ein unkontrolliertes System, in dem einige wenige mit wertvollen Ackerflächen millionenschwere Spekulationsgewinne machen. „Wohnbauträger im ÖVP-Umfeld spekulieren mit Grünland, anstatt günstigen Wohnraum zu schaffen. Das ist beschämend und ein weiterer Beleg dafür, wie dringend die Stadtregierung Grund und Boden in Wien schützen muss. Wir fordern Rot-Pink dazu auf, endlich ein wirkungsvolles Grundverkehrsgesetz vorzulegen“, so Kraus weiter.

Untätigkeit der Stadtregierung ist verantwortungslos

Binnen weniger Wochen haben Immobilien-Spekulanten 18,5 Millionen Euro verdient, indem sie Grundstücke, auf denen gar nicht gebaut werden darf, teuer weiterverkauft haben. Möglich gemacht werden diese Spekulationsgeschäfte, weil es in Wien – anders als in allen anderen Bundesländern – kein wirkungsvolles Grundverkehrsgesetz gibt, um Spekulation mit landwirtschaftlichen Flächen zu verhindern.
„In Zeiten, in denen es an günstigem Wohnraum mangelt, ist es besonders verantwortungslos, dass die Stadtregierung der Spekulation mit Grund und Boden nicht endlich einen Riegel vorschiebt. Während in allen anderen Bundesländern der Grundstückskauf geschützt wird, bleibt die Wiener Stadtregierung auch hier untätig. So können in Wien Investoren ungehindert darauf los spekulieren, wo die Stadt erweitert wird. Damit lässt die Stadtregierung auch zu, dass Bodenpreise schon explodieren, bevor überhaupt eine Widmung vorliegt“, so Georg Prack, Wohnbausprecher.

Spekulation verhindern, Boden schützen

„Wir dürfen uns die Stadtentwicklung nicht von Immohaien diktieren lassen. Wien braucht endlich ein Grundverkehrsgesetz, das Spekulation verhindert und unsere wertvollen Böden und Ackerflächen schützt“, so Kraus und Prack abschließend. Die Wiener Grünen fordern dieses Gesetz seit langer Zeit vehement ein, zuletzt auch im Sonderlandtag vergangene Woche – und natürlich mit der Initiative zur Volksbefragung „ZU HAUSE ZU TEUER“.

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