- 24.01.2024, 13:03:47
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VP-Zierfuß/Keri: Wir werden nicht dabei zusehen, wie den Kindern in Wien die Bildungschancen geraubt werden!
Von 14.000 außerordentlichen Schülern ist mehr als die Hälfte in Wien geboren – Zukunftschancen müssen auch für Kinder in Fremdunterbringungen garantiert sein
Utl.: Von 14.000 außerordentlichen Schülern ist mehr als die Hälfte
in Wien geboren – Zukunftschancen müssen auch für Kinder in
Fremdunterbringungen garantiert sein =
Wien (OTS) - „Bei dieser Leistungsbilanz würde ich mich schämen und
nicht das Motto `Welttag der Bildung: Zukunftschancen haben in Wien
höchste Priorität´ für die Aktuelle Stunde heranziehen“, so der
Bildungssprecher der Wiener Volkspartei, Gemeinderat Harald Zierfuß,
in der heutigen Aktuellen Stunde im Gemeinderat in Richtung Neos.
Die Wiener Volkspartei würde, wenn nicht Rot-Pink in der Regierung
wären, den Fokus unter anderem auf Deutschförderungen in Kindergärten
und Schulen und kleinere Gruppen in den Kindergärten und Schulen
legen sowie Schluss machen mit der Intransparenz bei der
Kindergartenfinanzierung, der Ganztagspflicht durch die Hintertür und
der Bevormundung der Eltern.
„Von den 14.000 außerordentlichen Schülern in Wien, die bei
Schuleintritt so schlecht deutsch sprechen, dass sie dem Unterricht
nicht folgen können, ist mehr als die Hälfte hier geboren und hier in
den Kindergarten gegangen“, so Zierfuß und weiter an Stadtrat
Wiederkehr: „Das Motto der heutigen Aktuellen Stunde müsste heißen:
`Welttag der Bildung – Verantwortung abschieben hat in Wien
Priorität.´ Denn genau das ist es, was hier geschieht und wir werden
nicht dabei zusehen, wie den Kindern in Wien die Bildungschancen
geraubt werden.“
In Wien werden nicht nur die Klassen immer voller, obwohl die Mittel
die gleichen sind wie in den anderen Bundesländern, sondern es
herrsche auch ein eklatanter Personalmangel, weil die Lehrerinnen und
Lehrer aus Wien davonlaufen. Auch die Gewaltzahlen haben sich
innerhalb eines Jahres verdoppelt.
„Wir haben zahlreiche Ideen geliefert, wie man Lehrerinnen und
Lehrern mehr Wertschätzung entgegenbringen kann. Das sind oft kleine
Maßnahmen, wie etwa ein Kostenbeitrag für die Weihnachtsfeiern in den
Schulen wie in Salzburg. Stattdessen gab es in Wien ein
Bildungsfestival für 200.000 Euro für 500 Leute.“
Die Wiener Volkspartei hat nun ein Prüfersuchen an den
Stadtrechnungshof gestellt, wie es sein kann, dass ein
Kindergartenplatz 15.000 Euro kostet, während ein Privater nur 6.000
Euro an Förderungen bekommt.
233 Kinder sind keine Einzelfälle
„Wenn Kinder den Eltern abgenommen werden, da nach Meinung der MA11
eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, muss selbstverständlich sein,
dass sie gut in Fremdunterbringungen untergebracht sind, sicher sind,
gefördert werden und Zugang zu Bildung haben. Die Stadt Wien muss
garantieren, dass es den Kindern wirklich besser geht“, so
Gemeinderätin Sabine Keri und verwies auf die chronische Überbelegung
in den Krisenzentren sowie auf den Mangel an Krisenpflegeeltern.
„Die volle Erziehung wird zunehmend an externe Anbieter ausgelagert,
die sich auf ihre Kernkompetenz nicht mehr konzentrieren können. Wir
haben auch eine Intransparenz bei der Anzahl von Wiener Kindern in
den Bundesländern.“ Weiters waren im Juni 233 Wiener Kinder in
sozialpädagogischen Einrichtungen in den Bundesländern untergebracht
– laut dem zuständigen Stadtrat Einzelfälle.
„Wenn 233 Kinder, die in den Bundesländern in Einrichtungen
untergebracht sind, Einzelfälle für Sie sind, dann entlarvt diese
Wortwahl, welchen Stellenwert diese Kinder bei Ihnen haben. Ich bitte
Sie wirklich, diese nicht mehr zu gebrauchen. Wenn Zukunftschancen
für Kinder Priorität haben, dann muss das für alle Kinder gelten,
auch für die 4000 in Fremdunterbringungen, die keine Stimme haben“,
so Keri abschließend.
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