• 23.01.2024, 15:45:03
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  • OTS0127

Land Niederösterreich erhöht Förderung für Tierheime und Tierschutzverband auf rund 3 Millionen Euro

LH Mikl-Leitner und LR Rosenkranz luden zu Rundem Tisch

Utl.: LH Mikl-Leitner und LR Rosenkranz luden zu Rundem Tisch =

St.Pölten (OTS) - Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner lud gemeinsam
mit Tierschutzlandesrätin Susanne Rosenkranz zu einem Runden Tisch
mit Vertreterinnen und Vertretern der Tierheime in Niederösterreich
ins Landhaus. Dabei besprachen sie aktuelle Themen im
Tierschutzbereich und trafen eine neue Fördervereinbarung zwischen
dem Land NÖ und den Tierheimen. Ab heuer erhalten die Tierheime und
der NÖ Tierschutzverband somit jährlich rund 3 Millionen Euro.

„Die Herausforderungen für die Tierheime sind in den letzten Jahren
immer größer geworden. Neben Teuerung und Inflation macht den
Tierheimen vor allem der enorme Zulauf immer mehr zu schaffen. Leider
hat in den letzten Jahren die Zahl der Fundtiere – darunter viele
Katzenbabies - und behördlich abgenommenen Tieren in den Tierheimen
in Niederösterreich stark zugenommen, was die Heime an ihre
Belastungsgrenze führte. Das Tierwohl ist uns in Niederösterreich ein
Herzensanliegen, daher haben uns mit den Vertreterinnen und
Vertretern der Tierheime auf eine gemeinsame Lösung geeinigt. Wir
werden die Fördermittel daher auf rund 3 Millionen Euro verdoppeln“,
so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Landesrätin Susanne Rosenkranz: „Ich freue mich, dass wir zu einem
guten und soliden Abschluss der Verhandlungen gekommen sind. Es ist
mir besonders wichtig, dass wir die Tierheime mit den gestiegenen
Kosten nicht alleine lassen, denn das würde zu einem Abbau der
Aufnahmekapazitäten und schlussendlich zu einer schlechteren
Versorgung der Tiere führen. Die Tätigkeiten zur Verbesserung der
Vermittelbarkeit von Tierheimtieren, für Beratungs-, Aufklärungs- und
Öffentlichkeitsarbeit, und die organisatorische Abwicklung von
Streunerkatzen-Kastrationsaktionen sind für diese Förderperiode
jedenfalls gesichert.“

Andrea Specht, Präsidentin des Tierschutzverbandes Niederösterreich,
betont: „Gemeinsam mit dem Land haben wir eine gute Lösung im Sinne
der Tiere erzielt. Auch im Vergleich mit den anderen Bundesländern
hat Niederösterreich nun eine herzeigbare Förderkulisse geschaffen.
Mit der Versorgung von Fundtieren oder behördlich abgenommenen Tieren
übernehmen unsere Tierheime Aufgaben des Landes Niederösterreich. Mit
der Erhöhung der Förderung werden die jährlichen Personalkosten in
den Tierheimen zum Großteil abgedeckt werden.“

Weil die Versorgung von entlaufenen, ausgesetzten, zurückgelassenen,
beschlagnahmten und abgenommenen Haustieren immer aufwändiger und
personalintensiver wurde, einigten sich Land Niederösterreich und
Tierheime auf eine eine Verdoppelung der Fördermittel. Ab sofort
beträgt die Förderhöhe rund 3 Millionen Euro für die Tierheime
Mistelbach, Krems, St. Pölten, Wiener Neustadt, Baden, Bruck an der
Leitha, Brunn am Gebirge und Ternitz sowie der NÖ Tierschutzverband.
In den vergangenen Jahren wurden die Fördermittel immer weiter
erhöht. Die Förderung für die NÖ Tierheime besteht seit 2004 und
betrug damals knapp 450.000 Euro. Nun wird der Förderbetrag jährlich
wertangepasst.

Die NÖ Tierheime kümmern sich um die flächendeckende Versorgung von
entlaufenen, ausgesetzten oder zurückgelassenen Heimtieren und
übernehmen auch beschlagnahmte oder abgenommene Heimtiere. Zudem
werden alle Fundtiere auf der Webseite www.tiersuche.noe.gv.at
veröffentlicht, damit Tierhalterinnen und Tierhalter, die ihre Tiere
vermissen, diese rasch wiederfinden können. Die NÖ Tierheime nehmen
jährlich insgesamt ca. 1.200 Hunde, 2.200 Katzen und 500 kleine
Heimtiere auf. Davon sind mehr als 80 Prozent Fundtiere oder
behördlich beschlagnahmte und abgenommene Tiere. In den acht
Tierheimen können rund 300 Hunde und 500 Katzen zeitgleich
untergebracht werden. Durchschnittlich verbleiben die Hunde und
Katzen zwei Monate im Tierheim.

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