- 19.01.2024, 09:00:24
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Landeshauptfrau Mikl-Leitner zeichnet junge Forscherinnen mit Innovation Award aus
„Eines unserer wichtigsten Vorhaben ist es, neues Wissen in die Wirtschaft zu transferieren“
Utl.: „Eines unserer wichtigsten Vorhaben ist es, neues Wissen in
die Wirtschaft zu transferieren“ =
St. Pölten (OTS) - Im Millenniumssaal des NÖ Landhauses in St. Pölten
zeichnete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Rahmen einer
Feierstunde kürzlich Jungforscherinnen mit dem Innovation Award aus.
Dieser wurde bereits zum vierten Mal gemeinsam von der
Technologiefinanzierungsgesellschaft tecnet equity, dem Hightech
Inkubator accent und der Donau Universität Krems ausgeschrieben. Die
Themen der Siegerprojekte erstreckten sich vom Medizintechnikbereich
bis hin zu einer neuen Entwicklung im Umweltschutz.
„Wenn es um die Themen Wissenschaft und Forschung geht, stehen bei
uns im Bundesland die Türen immer offen“, sagte Mikl-Leitner in ihrer
Festansprache und betonte: „Niederösterreich ist auf seine
Wissenschaftsachse sehr stolz. Das gilt ganz besonders für den
Standort in Krems mit der Universität für Weiterbildung, die
sicherlich zu den Pionieren im Bereich Wissenschaft, Aus- und
Weiterbildung und Forschung zählt.“ Das Bundesland Niederösterreich
werde weiterhin sehr viel in die Stärkung der Wissenschaftsachse
investieren und mit Hainburg komme nun ein neuer Standort mit einem
Biotech-Cluster hinzu, kündigte die Landeshauptfrau an. „Wir wollen
mit diesem Vorhaben Wissenschaft und Forschung im Bereich der
Biotechnologie forcieren, um die benötigten Expertinnen und Experten
für den Gesundheitsbereich und für die Pharma-Industrie auszubilden“,
sprach sie einen weiteren Aspekt an.
„Eines unserer wichtigsten Vorhaben ist es, das Wissen unserer
Forscherinnen und Forscher in die Wirtschaft zu transferieren“,
führte Mikl-Leitner weiter aus. „Wissenschaftliche Erkenntnisse
sollen anwendbar für die Praxis gemacht werden. Wir wollen aus den
besten Wissenschafterinnen und Wissenschaftern erfolgreiche
Unternehmerinnen und Unternehmer machen“, so die Landeshauptfrau. Es
sei ein ganz klares Ziel, innerhalb der nächsten 20 Jahre einen
Nobelpreis nach Niederösterreich zu holen.
Bestreben des Innovation Awards ist es, ein Bewusstsein bei den
Studierenden, Doktoranden und Doktorandinnen sowie Absolventinnen und
Absolventen am Campus Krems hinsichtlich der Möglichkeit einer
wirtschaftlichen Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse zu bilden und
zu schärfen. Die Jury hat deshalb nicht nur die eigentliche
Forschungsarbeit, sondern in erster Linie die wirtschaftliche
Umsetzungsstrategie der Forschenden beurteilt. Wichtiger Bestandteil
ist die Weiterentwicklung eines Forschungsprojektes zu einem Produkt
sowie die damit verbundenen Aspekte wie Kundennutzen, Marktpotenzial,
Zielgruppen Marketingstrategie oder Patentschutz.
Tecnet equity-Geschäftsführerin Doris Agneter erklärte: „Ziel unseres
Awards ist die Anregung, dass sich hochqualifizierte Forscher auch
mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten ihrer Entwicklungen
auseinandersetzen. Zudem möchten wir einen Beitrag zur engeren
Kooperation von Wissenschaftsprojekten an den Hochschulen und
wirtschaftlichen Partnern in Niederösterreich leisten." Michael Moll
vom accent-Inkubator ergänzte: „Wir freuen uns, dass wir den Award
auch heuer wieder an Projektteams überreichen können, die mit ihren
innovativen Ideen Beachtliches geleistet und sich auch mit der
praktischen Umsetzung beschäftigt haben. Da wächst eine starke
Generation junger Wissenschaftler heran, die auch großes Potenzial in
Richtung Unternehmensgründung aufgezeigt haben.“
„Mit unserer Forschung leisten wir innovative Beiträge zur Lösung
aktueller und künftiger gesellschaftlicher Herausforderungen. Der
Innovation Award macht diese Ergebnisse sichtbar und trägt dazu bei,
unsere Forschung in die Anwendung zu bringen“, so Viktoria Weber,
Vizerektorin für Forschung und nachhaltige Entwicklung der
Universität für Weiterbildung Krems. Die Jury hat beim diesjährigen
Wettbewerb zwei zweite Plätze und somit insgesamt vier Preise
vergeben, die allesamt an Jungforscherinnen gingen.
Innovation Award Siegerin wurde Forough Rasoulian. Sie entwickelt mit
ihrem Team vom Zentrum für Regenerative Medizin der Universität für
Weiterbildung Krems ein bioinspiriertes Hydrogel zur
Knorpelreparatur. Bei diesem neuartigen Verfahren wird durch
Injizieren eines speziellen Hydrogels eine schnellere
Knorpelreparatur möglich. Das neue Verfahren könnte damit
patientenfreundlicher und darüber auch deutlich kostenschonender
sein.
Mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurden Anna-Christina Moser und
Jennifer Fritz für ihr Projekt MeniSilk. Die Forscherinnen vom
Zentrum für Regenerative Medizin der Universität für Weiterbildung
Krems haben gemeinsam mit der Abteilung für Orthopädie und
Traumatologie des Universitätsklinikums Krems ein Verfahren zur
Behandlung von Gelenkserkrankungen entwickelt. MeniSilk soll die
patientenspezifische Anpassung von Meniskusimplantaten ermöglichen,
die in einem speziellen 3D-Druck Verfahren hergestellt werden.
Ebenfalls einen zweiten Preis erhielt Denisa Cont vom Zentrum für
Biomedizinische Technologie der Universität für Weiterbildung Krems.
Sie hat mit ihrem Team ein neues Verfahren zum Nachweis von
Endotoxinen in menschlichen Blutproben entwickelt. Der Einsatz des
neuen Endotoxin-Nachweiskits könnte zahlreiche Vorteile für
Gesundheitseinrichtungen, Labore und Industrien bringen, wie zum
Beispiel eine wesentlich erhöhte Empfindlichkeit und Genauigkeit,
Früherkennung von Infektionen, verbesserte Qualitätskontrolle von
Arzneimitteln und somit eine Kostenreduzierung im Gesundheitswesen.
Den dritten Preis erhielt Mag. Anja Knecht für ihr Projekt
„Kostengünstige, kompakte Echtzeit-Online Überwachung als
Frühwarnsystem für Ölverschmutzungen in Gewässern“. Anja Knecht und
das Team vom Zentrum für Wasser- und Umweltsensorik der Universität
für Weiterbildung Krems haben einen kostengünstigen Sensor
entwickelt, der zur Echtzeit-online-Überwachung von Ölverschmutzungen
in Gewässern eingesetzt werden könnte. Damit könnte der Sensor einen
wichtigen Beitrag bei der Eindämmung und Reinigung von
ölverschmutzten Gewässern liefern und so sowohl ökologische als auch
ökonomische Schäden verhindern oder zumindest mindern.
Weitere Informationen: Technologiebeteiligungs-Invest GmbH tecnet
equity, Beatrice Weisgram, Telefon 0676/830 86310, E-Mail
weisgram@tecnet.at
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