• 16.01.2024, 12:28:07
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Fachkräftemangel in Österreich weiterhin größtes Risiko für Unternehmen

Rekrutierungslage auf dem Arbeitsmarkt zentrale Herausforderung: 82 Prozent haben Probleme, geeignete Fachkräfte zu finden

Erich Lehner, Managing Partner Markets bei EY
Österreich, und verantwortlich für den Bereich Mittelstand
Wien (OTS) - 

Der heimischen Wirtschaft fehlt es bereits seit einigen Jahren branchenübergreifend an qualifiziertem Personal. Letztes Jahr erreichte der Fachkräftemangel mit 87 Prozent einen Höchststand. Dieses Jahr geben 82 Prozent der befragten Unternehmen an, dass es ihnen derzeit schwer falle, neue und ausreichend qualifizierte Mitarbeiter:innen zu finden. Dabei ist besonders der Anteil heimischer Unternehmer:innen so hoch wie nie zu vor (47 %). Im Jänner 2022 gaben noch 27 Prozent an, große Schwierigkeiten bei der Rekrutierung zu haben, im Jänner 2023 schon 42 Prozent.  

Nur rund jedem fünften Unternehmen (18 %) fällt es nach eigenen Angaben derzeit eher oder sehr leicht Fachpersonal zu finden. Damit hat sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr gleichzeitig auch etwas entspannt: Nur 13 Prozent haben 2023 leicht Personal gefunden. Zwei Drittel (66 %) der österreichischen Unternehmer:innen sehen den Fachkräftemangel darüber hinaus auch als enormes Risiko für die Zukunft des Betriebs – noch vor hohen Rohstoffpreisen, möglicher Rezession und Inflation.  

Besonders die Branche Gesundheit und Life Science hat mit Rekrutierungsschwierigkeiten zu kämpfen: 60 Prozent geben an, sehr schwer Personal zu finden, 29 Prozent finden eher schwer Fachkräfte. Stark betroffen ist auch der Tourismus (60 % bzw. 27 %), gefolgt von der Industrie (50 % bzw. 31 %).  

Das sind Ergebnisse der Studie „Beschäftigung und Fachkräftemangel in Österreich“ der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Dafür wurden österreichweit rund 600 Verantwortliche von mittelständischen Unternehmen mit 30 bis 2.000 Mitarbeiter:innen befragt.

„Der anhaltende Fachkräftemangel stellt eine der größten Herausforderungen für den österreichischen Mittelstand dar. Trotz intensiver Bemühungen der Unternehmen, qualifiziertes Personal zu rekrutieren, besteht die Lücke weiterhin und hat sich sogar vergrößert. Dies beeinträchtigt nicht nur das Wachstum und die Innovationsfähigkeit unserer Betriebe, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung des Landes. Es ist entscheidend, dass wir sowohl auf politischer als auch auf unternehmerischer Ebene effektive Strategien entwickeln, um Lösungen zu finden und die Zukunftsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft zu sichern“, so Erich Lehner, Managing Partner Markets bei EY Österreich, und verantwortlich für den Bereich Mittelstand.

Mehr Informationen finden Sie unter www.ey.com/de_at/newsroom

Rückfragen & Kontakt

Bettina Loidhold
Communications Manager
EY Österreich
[email protected]
+43 1 211 70 4251

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