- 11.01.2024, 11:35:52
- /
- OTS0089
„Universum“ präsentiert die exotische Welt des Roten Pandas
In „Nepals Regenwälder – Im Reich des Roten Pandas“ am 16. Jänner um 20.15 Uhr in ORF 2
Utl.: In „Nepals Regenwälder – Im Reich des Roten Pandas“ am 16.
Jänner um 20.15 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Von den eisbedecken Gipfeln des Himalayas aus betrachtet
scheint der Himmel oft näher zu sein als das Tal. An den Hängen der
Bergriesen gedeihen dichte Wälder – schier endlos weit und für den
Menschen kaum zu durchdringen. Diese entlegenen Waldgebiete sind der
perfekte Lebensraum für ein besonders scheues Tier: den Roten Panda.
Bisher noch kaum in freier Natur gefilmt, eröffnet sich in der
„Universum“-Dokumentation „Nepals Regenwälder – Im Reich des Roten
Pandas“ von Axel Gebauer am Dienstag, dem 16. Jänner 2024, um 20.15
Uhr in ORF 2 die Welt des Roten Pandas als exotisches Wunderland. Ein
Lebensraum voll blühender Pflanzenpracht und nebeliger Urwälder, den
er mit seltenen Tieren wie Leoparden, Tragopanen oder Takinen teilt.
Der Große Panda mit seinem auffälligen schwarz-weißen Fell ist
weltberühmt. Doch nur wenige kennen seinen Namensvetter: den Kleinen
oder Roten Panda. Beide sind nur sehr weitläufig miteinander
verwandt, teilen aber die kulinarische Vorliebe für Bambus. „Ponja“,
„Bambusfresser“, nennen die Einheimischen die seltenen Tiere. Daraus
entwickelte sich die Bezeichnung „Panda“.
Kleine Pandas leben sehr zurückgezogen in Gebieten von etwa 1.500 bis
zu 4.000 Metern Seehöhe. Verborgen in den dichten Rhododendronwäldern
und Bambusdschungeln des Himalayas liegt ihr Lebensraum zwischen
Nepal, Bhutan, Indien und China. Heute zählt man nur noch etwa 10.000
frei lebende Tiere. Das unwegsame Reich des Kleinen Pandas ist
geprägt vom Monsun, der monatelange Regenfälle bringt und die üppigen
Wälder in eine verwunschene Nebelwelt verwandelt. Obwohl Kleine
Pandas zu den Raubtieren gezählt werden, ernähren sie sich
hauptsächlich pflanzlich, selten von Kleintieren und Eiern.
Bambussprossen sind ihre Hauptnahrungsquelle, wovon sie große Mengen
zu sich nehmen müssen, da Bambus wenig Nährwert hat. Daher ruhen die
Tiere die meiste Zeit des Tages in den Astgabeln der Baumkronen, um
Energie zu sparen.
Ob Feuerfuchs, Katzenbär oder Goldhund – Kleine Pandas haben viele
Namen. Ihre Abstammung ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig
geklärt. Wahrscheinlich sind sie die einzigen Vertreter einer eigenen
Familie der Marderartigen. In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft
turnen Hanuman-Languren durch Magnolienbäume, balzen Tragopan-Fasane,
die in allen Farben des Regenbogens schillern, geht das kleinste
Landsäugetier der Welt, die Etruskerspitzmaus, auf die Jagd. An den
Steilwänden klettern Takine mühelos auf fast senkrechtem Untergrund.
Diese Huftierart hat dafür eine spezielle „Bremse“ am Huf.
Die Dokumentation begleitet das Panda-Weibchen Tashi durch ein ganzes
Jahr. Bisher kaum in freier Natur gefilmt, ermöglicht der Film
Einblicke in die wenig bekannte Lebensweise der seltenen Tierart. Die
„Universum“-Produktion hält die alltägliche Nahrungssuche,
Partnerwahl und Aufzucht des Nachwuchses in eindrucksvollen Bildern
fest. Sie zeigt das nicht immer reibungslose Zusammenleben mit den
Waldnachbarn wie etwa lautstarken Affenbanden ebenso wie die
speziellen Verteidigungsstrategien gegen unliebsame Mitbewohner wie
Leoparden und Kragenbären. Ausführlich dokumentiert ist das
Heranwachsen eines kleinen Pandaweibchens – vom ersten Augenöffnen
bis zum ersten Waldspaziergang im Schatten der 8.000 Meter hohen
Gipfel. Die begrenzte Lebenswelt der Rote Pandas ist zunehmend
bedroht durch Rodung und Wilderei. Das „Universum“-Porträt macht
deutlich, wie dringend es ist, rasch Schutzbestimmungen zu
verschärfen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






