• 11.12.2023, 10:28:26
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Neues „kreuz und quer“ widmet sich dem Thema „Urvertrauen“

Am 12. Dezember um 22.35 Uhr in ORF 2; danach: „Die Kunst der Versöhnung“

Utl.: Am 12. Dezember um 22.35 Uhr in ORF 2; danach: „Die Kunst der
Versöhnung“ =

Wien (OTS) - Liebe, Verlässlichkeit und körperliche Nähe. All das
brauchen Menschen, damit sich ein gesundes Urvertrauen entwickeln
kann. Denn zu Beginn des Lebens ist man hilflos und auf andere
angewiesen. Kinder mit gesundem Urvertrauen – so heißt es –
erforschen neugierig die Welt mit all ihren Gefahren. Sie entwickeln
Zuversicht für das ganze Leben. Doch wie prägend sind diese
frühkindlichen Erfahrungen tatsächlich für das restliche Leben? Ist
es möglich, Vertrauen zu verlieren und wiederzufinden? Kann
Urvertrauen nachreifen? Jan Prazak sucht in der „kreuz und
quer“-Neuproduktion „Urvertrauen“ am Dienstag, dem 12. Dezember 2023,
um 22.35 Uhr in ORF 2 nach Antworten und porträtiert drei Familien,
deren Kinder höchst unterschiedliche Voraussetzungen hatten. Um 23.10
Uhr lässt Michael Cencig in „Die Kunst der Versöhnung“ Paare zu Wort
kommen, die aus ihren Erfahrungen über Konflikte und seelische
Verletzungen in Partnerschaft oder Ehe sprechen.

„Urvertrauen“ – Ein Film von Jan Prazak

Marie Smretschnig wuchs behütet bei Adoptiveltern auf. Dass sie als
Kind hergegeben worden war, hatte dennoch Spuren hinterlassen: Sie
fürchtete, auch von ihren Adoptiveltern verlassen zu werden. In
Liebesbeziehungen und im Freundeskreis fiel es ihr schwer zu
vertrauen. Vor einigen Jahren machte sie sich auf die Suche nach
ihrer Mutter, um die Frage, warum sie hergegeben worden war,
beantwortet zu bekommen.

Verena Clement und Paul Leitner, Mutter und Vater des zehn Monate
alten Laurenz, wollen wie wahrscheinlich jedes Elternpaar alles
richtig machen. Seit Laurenz auf der Welt ist, kreisen alle Gedanken
und Sorgen der beiden um sein Wohlergehen und sie fragen sich, was es
braucht, damit ihr Baby ein starkes Urvertrauen entwickeln kann und
wie viel davon von ihnen abhängt.

Gabriele und Daniel Wied haben neun Kinder. Fünf davon sind
leibliche, vier sind Pflegekinder. Rene ist der älteste Pflegesohn.
Als Baby erlitt er ein Schütteltrauma – verursacht von seiner
leiblichen Mutter. Weiblichen Bezugspersonen zu vertrauen, fiel ihm
schwer. Seine Erfahrungen stellten das Leben der gesamten Großfamilie
auf eine harte Probe.

„Die Kunst der Versöhnung“ – Ein Film von Michael Cencig

Es muss nicht immer der große Streit sein: Auch kleine und scheinbar
unbedeutende Konflikte beeinflussen und belasten das Leben in
Zweierbeziehungen. In Michael Cencigs Film schildern Paare ihre
Erfahrungen über Konflikte und seelische Verletzungen in
Partnerschaft oder Ehe. Zugleich erzählen die Betroffenen von der
Chance zur Versöhnung, die zunächst meist Überwindung kostet,
letztlich aber Wunden heilt und der Beziehung neuen Schwung verleiht.

Die jüngste Protagonistin ist 18, der älteste 88 Jahre alt. Das
jüngste Paar ist knapp ein Jahr zusammen, das älteste mehr als 60
Jahre. Und sie alle haben ihn bereits erlebt: diesen Moment, in dem
die Liebe durch etwas Trennendes herausgefordert wird, durch
Fremdheit, durch die Erfahrung, dass da nicht nur Harmonie ist,
sondern auch Dissonanz. Im Film sprechen die Paare miteinander über
solche Erfahrungen der Entzweiung – und über Wege zur Versöhnung.
Dabei bleibt es nicht bei der jeweiligen Paarbeziehung, sondern es
kommen Erlebnisse aus anderen Zusammenhängen zur Sprache – von
Disputen mit den Eltern bis hin zu politischen Konflikten.

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