• 08.12.2023, 09:30:02
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Ehrenamt – eine Herzenssache

Vinzenz magazin: Ausgabe Winter 2023 soeben erschienen

Wien (OTS) - 

Fast 270 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in den Einrichtungen, an denen die Vinzenz Gruppe beteiligt ist. In der aktuellen Ausgabe des Vinzenz magazins erzählen einige über ihre Motive, berührende Momente und welche Freude dieses Engagement macht. Ehrenamt ist aber nur eines von vielen Themen, über die das Magazin der Vinzenz Gruppe berichtet. 

Sie hören zu, lesen vor, verteilen Essen, musizieren oder begleiten Menschen in schwierigen Situationen. Einer von ihnen ist Volksschullehrer Manuel Zeuch, der gemeinsam mit weiteren jungen Menschen der Generation Z zum Team GenSoZial gehört. Er leistete 2015 seinen Zivildienst im Genesungs-, Wohn- und Pflegeheim Mater Salvatoris und ist heute einer von 40 Ehrenamtlichen in diesem Haus. Ziel des Projektes GenSoZial ist es, die jüngere Generation zu motivieren, der älteren Zeit zu schenken. Und das sei wertvoll verwendete Zeit, betont Zeuch. „Weil wir merken, wie viel Freude bei den Bewohnerinnen und Bewohnern durch unseren Besuch aufkommt.“  

Auch zahlreiche Mitarbeitende von Krankenhäusern, an denen die Vinzenz Gruppe beteiligt ist, engagieren sich ehrenamtlich, indem sie über ihre reguläre Dienstzeit hinaus unbezahlte und unbezahlbare Hilfe leisten. Margit Matheis, BScN leitet hauptberuflich die Abteilung für Organisationsentwicklung und Qualität im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried. Ehrenamtlich unterstützt sie als Krisenbegleiterin Menschen, deren Leben plötzlich eine dramatische Wende nimmt. So verbrachte Matheis einen Weihnachtsabend nicht zu Hause, sondern leistet einem Mann Beistand, dessen Frau nach einem Autounfall notoperiert wurde. „Nach einer Krisenbegleitung fühle ich mich nicht belastet, sondern gehe mit einem Gefühl der Zufriedenheit nach Hause.“ Sinnstiftend empfindet auch Gudrun Lobenhofer ihre Tätigkeit als ehrenamtliche Trauer- und Sterbebegleiterin. Die hauptberufliche Mitarbeiterin in der Patient*innenadministration im St. Josef Krankenhaus Wien ist sowohl für schwer kranke Patient*innen als auch deren Angehörige da. „Es erfüllt mich, wenn ich schwer kranken Menschen emotional beistehen und ihnen im besten Fall auch helfen kann.“  

Viele verwenden auch die gewonnene Zeit in der Pension, um anderen Menschen ehrenamtlich zu helfen und sie zu unterstützen – wie zum Beispiel Christine Kammerstätter, die früher eine erfolgreiche Unternehmerin war. Heute trifft man sie einmal wöchentlich bei der Demenzbegleitung im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien. „Ich war vom Leben sehr begünstigt und möchte jetzt in der Pension anderen Menschen etwas zurückgeben.“ Ähnlich ist die Motivation von Rudolf Dormann, der früher in der Geschäftsführung eines großen Industrieunternehmens tätig war.Ich hatte so viel in meinem Leben bekommen, dass ich ganz einfach wieder etwas zurückgeben wollte und will. Heute ist es für mich nicht nur Ehrensache, sondern eine Herzenssache.“ Seit zehn Jahren ist der Pensionist nun ehrenamtlicher Seelsorger in Ordensklinikum Linz. „Meine Tätigkeit reicht von netten Plaudereien bis hin zur Sterbebegleitung“, erzählt er. „Seelsorge ist für mich mittlerweile menschliche Pflicht.“ 

Ethik für das Wohl der Patient*innen

Die moderne Medizin bietet beeindruckende Möglichkeiten. Dabei kommt es mitunter zu einer Schieflage zwischen dem medizinisch Machbaren und dem tatsächlich Sinnvollen zum Wohl der Patient*innen. Orientierung für diese, ihre Angehörige und Behandlungsteams in existentiellen und vielschichtigen Entscheidungssituationen bietet die Medizinethik. „Es kommt immer wieder vor, dass Ärztinnen und Ärzte nicht nur an ihre medizinischen, sondern auch an ihre moralischen und ethischen Grenzen stoßen“, sagt Oberarzt Dr. Wolfgang Sieber. Der Leiter der operativen Intensivstation im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern absolvierte einen Master in Medizinethik und ist Vorsitzender des Ethikbeirats der Vinzenz Gruppe. Diese zählt mit ihrem Ethikprogramm zu den Vorreiterinnen im heimischen Gesundheitswesen. Seit mehr als 15 Jahren gibt es eine strukturierte Ethikarbeit in ihren Kranken- und Pflegehäusern sowie Gesundheitseinrichtungen. Der Ethikbeirat, dem Mitglieder all dieser Einrichtungen angehören, erarbeitet grundsätzliche Leitlinien, in den einzelnen Spitälern gibt es speziell ausgebildeten Ethikkoordinator*innen. In der Ethikberatung suchen Vertreter*innen unterschiedlicher Disziplinen gemeinsam nach einem Weg, der dem Wohlergehen und der Würde der betroffenen Patient*innen auf Basis medizinethischer Prinzipien entspricht. „Ethik in der Medizin ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit“, sagt Sieber. „Sie hilft uns, medizinisches Handeln mit den persönlichen Werten und Zielen des einzelnen Patienten in Einklang zu bringen.“  

Wenn das Herz stolpert

Beim Vorhofflimmern schlägt das Herz schnell und unregelmäßig und in der Regel viel zu schnell. Der Grund ist, dass die Signale gestört sind, die normalerweise den Takt des Herzens bestimmen. Wiederkehrende Symptome wie Herzstolpern, Herzrasen oder Herzklopfen müssen unbedingt abgeklärt und therapiert werden, weiß Oberarzt Priv.-Doz. DDr. Johannes Siebermair, MHBA. Er arbeitet in der Kardiologie des Göttlicher Heiland Krankenhauses Wien unter der Leitung von Prim. Dr. Martin Frömmel und ist auf Herzrhythmusstörungen spezialisiert.

„Vorhofflimmern erhöht deutlich das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzschwäche“, so Siebermaier. Um zu diagnostizieren, um welche Herzrhythmusstörung es sich handelt, kann neben nichtinvasiver Diagnostik wie etwa ein Ruhe- und Langzeit- sowie ein Belastungs-EKG eine elektrophysiologische Untersuchung (EPU) durchgeführt werden. Dazu lösen die Kardiologinnen*/Kardiologen* mit drei oder vier Kathetern im Herzen die Herzrhythmusstörung aus und veröden dann im selben Eingriff elektrische Leitungsbahnen mit elektrischem Strom.

Ist Vorhofflimmern als Diagnose bestätigt, bekommen Patient*innen meist Blutverdünner, um das Schlaganfallrisiko zu senken, und häufig Medikamente, um den Puls in einen akzeptablen Bereich zu bringen. Ist das nicht ausreichend, besteht die Möglichkeit einer Katheterablation, die mit Wahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent den Herzschlag dauerhaft in den normalen Rhythmus zurückbringen kann. Dafür wird vorab ein millimetergenaues 3D-Modell des linken Vorhofes angefertigt. Denn die Einmündungen der Pulmonalvenen in den linken Herzvorhof sind eine häufige Quelle elektrischer Fehlimpulse, die zu Vorhofflimmern führen. Bei der 3D-geführten Katheterablation werden diese Einmündungen durch Wärme so verödet, dass eine elektrische Isolation entsteht.  

Brustkrebs bei Männern

Es ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Dass Brustkrebs auch Männer treffen kann, ist weniger bekannt. Etwa jede hundertste Diagnose betrifft einen männlichen Patienten. Im Interview in der neuen Ausgabe des Vinzenz magazins erklärt Dr. Ulrich Schmidbauer, Ärztlicher Direktor am St. Josef Krankenhaus Wien und Leiter des dortigen Brustgesundheitszentrums, mögliche Ursachen für männlichen Brustkrebs und wie man diesen behandelt. „Auch Männer haben Drüsengewebe hinter der Brustwarze, auch wenn es deutlich weniger ausgeprägt ist als bei Frauen. Gründe, die Brustkrebs begünstigen, sind einerseits genetische Faktoren, eine andere mögliche Ursache ist ein Mangel an männlichen Sexualhormonen.“ Doch auch der Lebensstil spielt eine wichtige Rolle: Alkoholkonsum, Übergewicht und Bewegungsmangel gehören zu den Risikofaktoren.

Früherkennung ist durch Selbstuntersuchung einfach möglich, betont der Mediziner. „Das ist einfacher als bei Frauen, wo man immer auch bildgebende Verfahren braucht, um versteckte Tumore zu finden.“ Meist muss der Tumor mitsamt der Brustwarze entfernt werden. Nach der OP folgt in der Regel eine Strahlentherapie. Zudem sprechen 95 Prozent aller männlichen Brustkarzinome auf eine hormonelle Therapie gut an.  

Vinzenz magazin: Insights aus dem Leben im Krankenhaus

Das Magazin der Vinzenz Gruppe mit diesen und vielen weiteren Beiträgen erscheint viermal pro Jahr und richtet sich an Menschen, die sich für Gesundheitsthemen begeistern. Die aktuelle Ausgabe können Sie kostenlos abonnieren oder auch online als Digitalausgabe lesen.

Vinzenz Gruppe: Gesundheit kommt von Herzen
Im Sinne unserer christlichen Gründer*innen setzen wir uns gemeinsam für ein Gesundheitswesen in Österreich ein, in dem kompetente Medizin und Pflege von Herzen kommen.

Gemeinnützigkeit ist unser Prinzip. Unsere Ordenskrankenhäuser, Pflegehäuser, Wohnangebote für Menschen mit Betreuungswunsch, Rehabilitationseinrichtungen und Präventionsangebote stehen allen Menschen offen – ohne Ansehen ihrer Konfession und ihrer sozialen Stellung. 

www.vinzenzgruppe.at

Rückfragen & Kontakt

Annemarie Kramser
Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH, Wien
Leitung Kommunikation
Gumpendorfer Straße 108, 1060 Wien
Mobil : +43 664 412 50 39
E-Mail: [email protected]
www.vinzenzgruppe.at

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