- 01.12.2023, 12:21:21
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Programmpräsentation der „Tangente St. Pölten“
LH Mikl-Leitner: Niederösterreich ist ein weltoffenes, tolerantes und solidarisches Land
Utl.: LH Mikl-Leitner: Niederösterreich ist ein weltoffenes,
tolerantes und solidarisches Land =
St.Pölten (OTS) - Nachdem man das Rennen um die Europäische
Kulturhauptstadt 2024 nicht gewonnen habe, hätten die vielen tollen
Projekte nicht in der Schublade bleiben dürfen, sagte Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner am heutigen Freitag bei der Programmpräsentation
der „Tangente St. Pölten“ in der Bühne im Hof in St. Pölten: „Die
‚Tangente‘ soll St. Pölten als moderne, urbane und mutige Stadt
präsentieren. Die drei Hauptziele sind, das Kulturprofil
Niederösterreichs zu stärken, die zeitgenössische Kunst in den
Mittelpunkt zu stellen sowie dynamische Effekte und damit mehr
Lebensqualität für die gesamte Region auszulösen, die nicht zuletzt
touristisch profitieren soll“.
Mit einem vielfältigen kulturellen Angebot habe sich St. Pölten
bereits weit über die Grenzen des Landes hinaus einen Namen als
Kulturstadt gemacht, 2024 wolle man jetzt nützen, um den kulturellen
und touristischen Turbo zu zünden, fuhr die Landeshauptfrau fort.
„Mit seinen unglaublich tollen Projekten, mit dem Kinder.Kunst.Labor,
dem in neuem Glanz erstrahlenden Domplatz und dem Herzensprojekt der
Synagoge, wo die jüdische Geschichte sichtbar gemacht wird, soll die
‚Tangente‘ zum Ausdruck bringen: Niederösterreich ist ein
weltoffenes, tolerantes und solidarisches Land“, betonte
Mikl-Leitner.
St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler erinnerte daran, dass die
Stadt nicht immer für Kultur und Tourismus gestanden sei, hier wolle
man sich noch nachhaltiger positionieren: „Mit zusätzlicher
Infrastruktur vom Kinder.Kunst.Labor über den neuen Domplatz bis zur
Synagoge setzen wir auf Weltoffenheit, wobei die drei Themen
Ökologie, Erinnerung und Demokratie auf der Hand liegen. Kunst und
Kultur machen darauf aufmerksam, wo die Gesellschaft der Schuh
drückt“.
Tarun Kade, kuratorischer Leiter der ‚Tangente‘, meinte, der Name des
Festivals sei wörtlich zu nehmen: „Sie will berühren, setzt sich mit
den großen Themen der Gegenwart auseinander, will Menschen
zusammenbringen und weit über die Grenzen hinweg Mut machen“. Das
Gesamtbudget beträgt 17,6 Millionen Euro und wird zu jeweils 50
Prozent vom Land und der Stadt getragen.
Das spartenübergreifende Programm des Festivals für Gegenwartskultur
umfasst vom 30. April bis 6. Oktober 2024 in 75 Projekten mit 250
Vorstellungen bildende Kunst, Theater, Performances, Musik,
Literatur, Wissenschafts- und Diskursformate. Spielorte für die
Gastspiele, Ko- und Eigenproduktionen, Feste, Vermittlungsaktivitäten
etc. sind das ehemalige Glanzstoff-Gelände, der Sonnenpark, das
Festspielhaus, das Museum Niederösterreich, das Landestheater, die
Bühne im Hof, das Cinema Paradiso, der Domplatz samt Museum am Dom,
das Stadtmuseum, die Jahnturnhalle, das Kinder.Kunst.Labor, die
ehemalige Synagoge u. a.
Der erste Schwerpunkt Ökologie umfasst im April und Mai
beispielsweise die Oper „Justice“ von Milo Rau u. a., eine „Alien
Disko“, „Alfa Romeo und die elektrische Giulietta“ von Wunderbaum und
den „Freeway Dance“ von Ayaka Nakama. Der Mai/Juni-Schwerpunkt
Erinnerung beinhaltet u. a. „X-Erinnerungen“, eine theatrale
Spurensuche in Privatwohnungen, die Installation „Wasteland“ auf dem
ehemaligen Glanzstoff-Gelände, „Mothers. A Song for Wartime“, die
Performance „Haribo Kimchi“, „Hands Made“, die Ausstellung „Blick in
den Schatten. St. Pölten und der Nationalsozialismus“ und die Reihe
„Orgel experimentell“.
Beim Schwerpunkt Demokratie sind im September und Oktober z. B. Amir
Reza Koohestanis Adaption von Friedrich Schillers „Maria Stuart“,
eine „Super Farm“ aus Plastik, „Der Garten der Lüste“ von Philippe
Quesne und die Wrestlingshow „Kampf um die Stadt“ zu sehen. Weitere
Projekte sind u. a. der Kunstparcours „The Way of the Water“ entlang
von Traisen und Mühlbach, Stadtprojekte wie die Jugendkundgebung
„Listen Now!“ und „Sisters United“ als Zeichen gegen Gewalt an
Frauen, Konzerte am Domplatz sowie das von Biennale Urbana aus
Venedig mit architektonischen und künstlerischen Mitteln auf Teilen
der Linzer Straße errichtete Festivalzentrum.
Nähere Informationen, das detaillierte Programm und Karten unter
02742/908080-600, e-mail [email protected] und
www.tangente-st-poelten.at.
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