• 30.11.2023, 08:35:32
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Berger-Krotsch (SPÖ): Holen wir die Matura ins 21. Jahrhundert!

Handlungsbedarf bei der Reformierung der Matura

Wien (OTS/SPW-K) - 

Die Matura in ihrer derzeitigen Form ist ein Relikt vergangener Zeiten und entspricht in keiner Weise den Anforderungen des 21. Jahrhunderts. „Wir fordern daher eine umgehende und grundlegende Reform dieses überholten Systems“, kritisiert SPÖ-Bildungssprecherin Nicole Berger-Krotsch, Wiener Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete. Diese Prüfungsform fördere lediglich das sture Auswendiglernen für einen Prüfungstag, anstatt ein tiefgreifendes Verständnis und langfristige Wissensaneignung zu unterstützen. „Wir fordern einen Paradigmenwechsel hin zu einem Bildungswesen, das kritisches Denken, Problemlösungsfähigkeiten und die praktische Anwendung von Wissen in den Vordergrund stellt“, betont Berger-Krotsch.

Die aktuelle Form der Matura bereite unsere Jugendlichen nicht adäquat auf die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt vor. „Wir können und dürfen es nicht zulassen, dass unsere Schüler*innen mit einem Bildungsabschluss entlassen werden, der sie für die realen Bedingungen des Arbeitsmarktes unzureichend rüstet. Wir setzen uns für eine Bildungsreform ein, die praktische Fähigkeiten und die Anwendung des Gelernten in realen Situationen in den Mittelpunkt rückt“, so die Wiener Gemeinderätin.

Die soziale Selektivität der Matura sei ein Skandal, der endlich behoben werden muss. Es sei inakzeptabel, dass der Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen von der finanziellen Situation ihrer Eltern abhänge. Jene Schüler*innen mit finanziell besser gestellten Eltern haben oft Zugang zu mehr Ressourcen wie Nachhilfe. Daher fordere die Sozialdemokratie ein gerechtes und inklusives Bildungssystem, das allen Schüler*innen unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund gleiche Chancen bietet.

„Die Vernachlässigung von Schlüsselkompetenzen wie Teamarbeit, interkulturelle Kompetenz und digitale Fähigkeiten in der aktuellen Matura ist nicht länger hinnehmbar. Wir fordern eine Bildungsreform, die diese essentiellen Fähigkeiten für den Erfolg im 21. Jahrhundert in den Mittelpunkt stellt“, stellt Berger-Krotsch fest. Außerdem sei die einseitige Ausrichtung der Matura auf schriftliche Prüfungen ein veraltetes Konzept. Es brauche eine Bewertungsmethode, die die Vielfalt der Lernstile und Kompetenzen der Schüler*innen berücksichtigt und fördert.

Selbst der ehemalige ÖVP-Gemeinderat und anerkannte Bildungsexperte Salcher stellt die Funktion der Matura in Frage. In der Vergangenheit galt die Matura als Garant für qualifizierte Berufschancen und als Voraussetzung für ein Hochschulstudium. Diese Annahmen sind heute jedoch nicht mehr uneingeschränkt gültig, wie Salcher richtig anmerkt. Aktuell erfordern viele Studienrichtungen, wie Medizin, Rechtswissenschaften oder Psychologie, zusätzliche Aufnahmeprüfungen an den Universitäten. Dies wirft die Frage auf, ob die Matura in ihrer derzeitigen Form noch den zeitgemäßen Anforderungen entspricht oder ob ein Abschlusszeugnis, ergänzt durch ein Projekt, eine adäquatere Vorbereitung auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts darstellen würde.

„Wir stehen für eine Bildungspolitik, die den Herausforderungen unserer Zeit gerecht wird. Wir fordern eine sofortige und umfassende Reform der Matura, um ein Bildungssystem zu schaffen, das allen Schüler*innen gerecht wird und sie optimal auf die Zukunft vorbereitet. Es braucht Taten statt leerer Worte und Politik-Hick-Hack. Kommen wir ins Handeln“, fordert Berger-Krotsch auf.

(Schluss) sh
 



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