• 19.11.2023, 09:10:21
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Gedenken an großen Dichter W. H. Auden: LH Mikl-Leitner empfing Botschafterinnen aus USA und Großbritannien in Kirchstetten

Gemeinsame Besichtigung des Auden-Museums

Utl.: Gemeinsame Besichtigung des Auden-Museums =

St. Pölten (OTS/NLK) - Im englischen Sprachraum ist er einer der
berühmtesten Lyriker des 20. Jahrhunderts, in Kirchstetten kaufte er
sich ein Haus und verfasste dort große Teile seines Spätwerks, heuer
jährt sich sein Tod zum 50. Mal: W. H. Auden hat die Gemeinde im
Bezirk St. Pölten-Land zu einem Kristallisationspunkt der
Weltliteratur gemacht. Heute, Freitag, wurde die Marktgemeinde auch
zu einem Treffpunkt der Diplomatie, denn die Botschafterin der USA,
Victoria Reggie Kennedy, sowie die Botschafterin von Großbritannien,
Lindsay Skoll, würdigten in Kirchstetten die Verdienste des großen
Dichters und wurden aus diesem Anlass von Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner in Kirchstetten empfangen.

Die Landeshauptfrau begrüßte die beiden hochkarätigen Diplomatinnen
gemeinsam mit Bürgermeister Josef Friedl am Gemeindeamt in
Kirchstetten, bevor man das Museum im ehemaligen Wohnhaus von W.H.
Auden sowie die neue Kunstinstallation rund um den ehemaligen
VW-Käfer des Autors besichtigte. In ihren Begrüßungsworten verwies
Mikl-Leitner auf die Bedeutung Niederösterreichs als Kulturland:
„Kunst und Kultur sind bei uns überall im Land zu sehen und zu
spüren, auch in kleineren Orten wie Kirchstetten, wo der berühmte
Autor W. H. Auden gelebt, gearbeitet und eine neue Heimat gefunden
hat.“ Sie ging in ihren Worten auch darauf ein, dass Auden zeit
seines Lebens für Frieden, Freiheit und Toleranz eingetreten sei,
dies sei in der heutigen herausfordernden Zeit besonders aktuell,
erinnerte sie u. a. an den Terror-Angriff der Hamas in Israel: „Wir
stehen in dieser Situation an der Seite Israels und an der Seite
unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger.“

Eine Einführung zum Leben und Werk des Dichters gab der Leiter des
Archivs der Zeitgenossen, Helmut Neundlinger. Er führte auch durch
das Museum und erläuterte die neue Kunstinstallation. Die beiden
Botschafterinnen Kennedy und Skoll zeigten sich sehr interessiert und
begeistert von der Würdigung des berühmten anglo-amerikanischen
Autors in Amstetten, vor allem das Museum im ehemaligen Wohnhaus
Audens mache die Inspiration des Autors sehr gut nachvollziehbar,
spürbar und fühlbar.

Der anglo-amerikanische Dichter Wystan Hugh Auden (1907 bis 1973)
siedelte sich 1957 in Kirchstetten an. Mit dem Preisgeld eines
italienischen Literaturpreises kaufte er sich das heutige Audenhaus.
Bis zu seinem Tod vor 50 Jahren verbrachte er die Sommer in
Kirchstetten. Auden, der im englischen York geboren wurde und 1946
die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm, ist auch in Kirchstetten
begraben, das Audengrab befindet sich im alten Friedhof. Jedes Jahr
kommen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt, um Audens Wohnhaus
und die Gedenkstätten zu besichtigen.

Das Land Niederösterreich erwarb 1988 den in Kirchstetten
verbliebenen Teilnachlass des Schriftstellers, 1995 wurde erstmals
eine Gedenkausstellung in seinem einstigen Haus zugänglich gemacht,
2015 wurde diese überarbeitet. Vor kurzem wurde auf dem Gelände des
Bahnhofsparkplatzes eine Installation von Peter Karlhuber eröffnet,
in deren Mittelpunkt Audens letztes Auto, ein VW Käfer, steht.

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