• 14.11.2023, 11:52:45
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„Der talentierte Herr Benko – An der Spitze ist es einsam“ am 15. November um 21.55 Uhr in ORF 1

Wien (OTS) - Schillernder Aufstieg, beeindruckendes Wachstum und
prestigeträchtige Immobilien – doch die Erfolgsgeschichte von René
Benko und seinem Immobilienimperium hat eine unerwartete Wendung
genommen. Das Mastermind aus Tirol wurde zum Rückzug aus dem eigenen
Unternehmen gezwungen, entmachtet von den eigenen Investoren. Wie
konnte es so weit kommen? Welche Folgen hat nun das Wanken des
Signa-Imperiums? In der HolyScreen-Media-Dokumentation „Der
talentierte Herr Benko“ von Alexander Lechner, Lukas Wagner und
Elisabeth Pfneisl sprechen am Mittwoch, dem 15. November 2023, um
21.55 Uhr in ORF 1 Freunde und Wegbegleiter über René Benkos
schillernden Weg in die Topliga der Immobilienentwickler. Fachleute
bewerten die Folgen von Benkos Entmachtung.

Eine Notbremsung stoppt Benkos kometenhaften Aufstieg. Anfang
November fordert Strabag-Gründer und Signa-Investor Hans Peter
Haselsteiner öffentlichkeitswirksam den Rückzug von René Benko. Statt
Benko soll ein Sanierer die Führung des Immobilienkonzerns
übernehmen, so die Forderung. Der Grund: Die Signa braucht dringend
Geld. Zwar besitzt das von Benko gegründete Unternehmen Immobilien im
Wert von mehr als 20 Milliarden Euro, doch die Zinsanhebungen der EZB
haben den rasant gewachsenen Konzern in eine akute Liquiditätskrise
gestürzt. Das Vertrauen in Benko scheint am Boden. Nach einem
erbitterten Machtkampf um die Signa-Führung gibt Benko seinen Rückzug
bekannt. Ist der Tiroler Schulabbrecher, der es zum Milliardär
geschafft hat, am Ende?

Zwei Monate nach der Erstausstrahlung der Dokumentation „Der
talentierte Herr Benko“ haben die aktuellen Entwicklungen nach einem
Update verlangt. Vieles erscheint jetzt in einem anderen Licht. Für
die Neufassung des Films ordnen Wirtschaftsprofessor Leonhard Dobusch
(Universität Innsbruck, Momentum Institut) und Investigativjournalist
Ashwien Sankholkar (Dossier) die Geschehnisse neu ein und kommen in
ihrer Analyse zum selben Schluss: Das letzte Wort im Machtpoker ist
noch nicht gesprochen.

René Benko wächst in Innsbruck in bürgerlichen Verhältnissen auf und
steigt schon als Teenager in die Immobilienbranche ein. Mit 20 wird
er Schillingmillionär. Die Projekte werden größer und
internationaler. Als Immobilieninvestor setzt Benko vor allem auf
eines: Innenstadtimmobilien. Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer nennt
für den Erfolg drei Wörter: „Lage, Lage, Lage.“ Benko gilt als
talentierter Netzwerker. Er pflegt gute Kontakte in die
Spitzenpolitik. Auch ein guter Draht ins Finanzministerium ist
belegt. Wie gut dieser war, ermittelt nun die WKStA. Es gilt die
Unschuldsvermutung. René Benkos weiße Weste hat schon früher Flecken
bekommen. Trotz üppiger Corona-Hilfen sind seine Handelsketten in
Schieflage geraten. Die Insolvenzen deutscher Kaufhäuser und zuletzt
des österreichischen Möbelriesen kika/Leiner haben die Allgemeinheit
Millionen gekostet.

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