• 03.11.2023, 11:39:52
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„kulturMontag“: 100. Geburtstag Loriot, Terry-Gilliam-Retrospektive und Gewinner:innen der NESTROY-Theaterpreise

Danach: „Wechselspiele: Feinig, Unterkirchner & Senfter in St. Corona“ – am 6. November ab 22.30 Uhr in ORF 2

Utl.: Danach: „Wechselspiele: Feinig, Unterkirchner & Senfter in St.
Corona“ – am 6. November ab 22.30 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Clarissa Stadler präsentiert den „kulturMontag“ am 6.
November 2023 um 22.30 Uhr in ORF 2, der u. a. eine Hommage an den
großen Humoristen Loriot zeigt, dessen Geburtstag sich zum 100. Mal
jährt. Weiters widmet sich die Sendung dem Regisseur, Drehbuchautor,
Komiker und „Monty Python“-Mitglied Terry Gilliam, der im Interview
über seinen Wechsel vom komischen ins ernste Fach erzählt. Außerdem
berichtet der „kulturMontag“ über die begehrten
NESTROY-Theaterpreise, die am Vorabend im Wiener Volkstheater
vergeben werden. Clarissa Stadler begrüßt den „Besten Schauspieler“
live im Studio zum Gespräch. Anschließend steht eine neue Ausgabe des
intimen Konzert-Gesprächsformats „Wechselspiele in St. Corona“ (23.25
Uhr) auf dem Programm: diesmal mit dem Kärntner Ensemble Feinig,
Unterkirchner & Senfter.

Loriot macht froh – Zum 100. Geburtstag des großen Humoristen

„Menschen sind an der Leine zu führen“, sagte einer, der auch heute
noch zu den berühmtesten Humoristen im deutschen Sprachraum zählt.
Einer, für den „das Leben ohne Mops möglich, aber sinnlos“ war –
Vicco von Bülow alias Loriot brachte mit seinen knollennasigen Herren
Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner, dem Ehepaar Hoppenstedt oder als
Ödipussi die Deutschen zum Lachen, weil er sie zeigte, wie sie sind.
Ob mit perfiden Pointen, abgründigen Cartoons oder absurden Filmen –
Loriot erreichte ein Millionenpublikum, ohne massenkompatibel zu
sein. Ein genialer Verwandlungskünstler, der Masken und Rollenspiele
liebte und perfektionierte, der mit seiner ihm typischen trockenen
Nonchalance den Deutschen ihr eigenes Ungeschick gegenüber allem
Schönen, Gelungenen, Eleganten erträglich machte, der Erste, dem sie
erlaubten, dass er ihre verklemmten Umgangsformen verlachte. Denn
Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow, Spross eines alten
preußischen Offiziersgeschlechts, tat es auf eigene Rechnung. „Das
Komische ist man selbst“, sagte Loriot einmal. „Wer glaubt, Humor
bestehe darin, sich über andere Leute lustig zu machen, hat nichts
verstanden.“ „Gute Pointen haben kein Verfallsdatum“, bekennt sich
Deutschlands Ulknudel Nummer 1, Otto Waalkes, im
„kulturMontag“-Interview als jahrzehntelanger Loriot-Verehrer. Zum
100. Geburtstag des begnadeten Satirikers zeigt das „Caricatura“, das
Museum für Komische Kunst in Frankfurt, eine umfassende
Retrospektive. Der „kulturMontag“ mit einer Hommage an den König der
Komödie.

Im Bann wilder Bilder – Terry-Gilliam-Retrospektive

„Wenn der Humor stirbt, ist das für mich das Ende der Zivilisation“,
bekundete einer, der es wissen muss: Terry Gilliam, einst Mitglied
der legendären Monty-Python-Truppe. Mit ihren komischen, abgrundtief
absurden, albernen wie bissigen Sketchen wurde das britische Sextett
in den 1970er Jahren über die Landesgrenzen hinweg berühmt. Dabei war
der studierte Politikwissenschafter und spätere Comic- und
Trickfilmzeichner Gilliam der einzige US-Amerikaner im Team der
Experten des schwarzen Humors. Noch heute schwärmt der bald
83-jährige Regisseur und Drehbuchautor über die großartige Zeit mit
Monty Python, in der die Truppe schockierend, anstößig, aber immer
witzig sein konnte, wie etwa mit „Das Leben des Brian“ – einer Satire
auf religiösen Dogmatismus, die Ende der 70er Jahre die Kirche
erzürnte und das Publikum begeisterte. 1975 führte Gilliam bei der
Komödie „Die Ritter der Kokosnuss“ erstmals Regie, erfolgreiche
Produktionen wie „Brazil“ oder „12 Monkeys“ mit Bruce Willis und Brad
Pitt folgten. Gilliam will große Dinge vollbringen, doch beißt er
sich oft für seine genialen Visionen bei den Filmstudios die Zähne
aus, etliche Projekte scheitern. Gelegentlich muss der hochbegabte
Entfessler neuer Bilderwelten zu seinem Glück gezwungen werden, wie
etwa bei dem als Auftragsarbeit produzierten späteren Meisterwerk
„Der König der Fischer“ mit Robin Williams und Jeff Bridges. In fast
allem, was der Regisseur und Komiker sagt und tut, schwingt eine
große Portion Humor und Selbstironie mit. Wie ihm das Kunststück vom
komischen ins ernste Fach zu wechseln gelungen ist, zeigt eine
Retrospektive im Wiener Gartenbaukino und erzählt Terry Gilliam im
Interview.

Einer wird gewinnen – Die NESTROY-Theaterpreise 2023

Seit mittlerweile 23 Jahren werden Bühnenkünstlerinnen und -künstler
in Österreich für ihre Leistungen in den unterschiedlichen
Kategorien, von der besten Regie, über das beste Stück bis zum besten
Nachwuchs, mit dem begehrten Theaterpreis NESTROY geehrt. Sind es bei
den Damen Stars wie Katharina Lorenz, Birgit Minichmayr, Julia
Kreusch, Valery Tscheplanowa oder Saioa Alvarez Ruiz, die um die
Auszeichnung zur Besten Schauspielerin rittern, mischen bei den
Besten Schauspielern Alexander Pschill, Elias Eilinghoff, Frieder
Langenberger, Nicolas Streit und Michael Maertens mit. Wer wird heuer
den NESTROY gewinnen? Fest steht bereits, dass die Auszeichnung für
das Lebenswerk an Emmy Werner geht, den Autorenpreis erhält Thomas
Perle. Der „kulturMontag“ bringt eine Zusammenfassung der Gala aus
dem Wiener Volkstheater, die ORF III am Vorabend, live-zeitversetzt
und in voller Länge ab 21.05 Uhr überträgt. Live im Studio begrüßt
Clarissa Stadler den „Besten Schauspieler“ zum Gespräch.

„Wechselspiele: Feinig, Unterkirchner & Senfter in St. Corona“ (23.25
Uhr)

Das Gesprächs-Konzertformat „Wechselspiele in St. Corona“ geht in die
nächste Runde: In der bereits 13. Ausgabe folgt ein Ensemble aus
Kärnten der Einladung des ORF zu einem exklusiven musikalischen
Rendezvous in St. Corona am Wechsel: Pianist Tonc Feinig, Saxofonist
Edgar Unterkirchner und Harfenistin Hannah Senfter. Mit ihrem Stil
wollen sie Brücken bauen: zwischen Musikrichtungen und Kulturen,
Menschen und Geschichten, Altem und Neuem. Die Initialzündung für die
Zusammenarbeit zwischen Feinig und Unterkirchner kam, nach dem
Bekunden von gegenseitiger Sympathie, in Form eines Anrufs der
Protokollabteilung des Landes Kärnten zur musikalischen Gestaltung
eines Festakts. Den Lockdown nutzten sie, um Arrangements
slowenischer Volkslieder aufzunehmen. In der Reihe „Wechselspiele“
präsentieren die beiden nun gemeinsam mit Hannah Senfter, der
Solo-Harfenistin des Kärntner Symphonieorchesters, ihre Musik
zwischen deutschen und slowenischen Kärntnerliedern, jiddischen
Melodien und jazzigen Arrangements. Im Gespräch mit Kulturmoderatorin
Teresa Vogl gibt das Trio zwischendurch Einblick in seine
Gedankenwelt rund um die Musik.

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