• 25.10.2023, 12:33:30
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Ngosso (SPÖ): Es braucht dringend Strategien zur Bekämpfung von Rassismus!

Österreich: 72 Prozent der Befragten wurden in den letzten 5 Jahren wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion benachteiligt

Wien (OTS/SPW-K) - 

"Die jüngsten Ergebnisse der Studie der Europäischen Agentur für Grundrechte (FRA) über Rassismus gegenüber schwarzen Menschen in der EU sind mehr als alarmierend, sie sind erschütternd", zeigt sich Gemeindrätin und Landtagsabgeordnete Dr. Mireille Ngosso (SPÖ) entsetzt. Österreich und Deutschland weisen mit jeweils 72% und 76% die höchsten Anteile unter 13 EU-Ländern auf, wenn es darum geht, dass Menschen mit afrikanischen Wurzeln aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion in den letzten fünf Jahren benachteiligt wurden. Ngosso weiter: "Ich bin zutiefst bestürzt, dass sich die Situation in Österreich derart verschlechtert hat und dass die Österreichische Bundesregierung nur zuschaut!"

"Die steigenden Zahlen, insbesondere der dramatische Anstieg in Österreich von 51% im Jahr 2016 auf 72% im Jahr 2022, sind ein alarmierendes Zeichen dafür, dass wir mehr tun müssen, um Rassismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft zu bekämpfen. Es ist nicht hinnehmbar, dass Österreich bei Polizeidiskriminierung, Diskriminierung bei der Arbeitssuche, im Wohnbereich, bei der Arbeit, im Bildungsbereich und im Gesundheitswesen an der Spitze steht. Jede Form von Diskriminierung untergräbt unsere sozialen Werte und die Prinzipien, auf denen unsere Gesellschaft beruht", betont Ngosso. 

Die Sozialdemokratie habe stets gegen jede Form von Diskriminierung gekämpft und sich unermüdlich für Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit eingesetzt. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Anstrengungen verstärkt und konkrete Maßnahmen ergriffen werden müssen, um sicherzustellen, dass alle Bürger*innen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder Religion, ihre Rechte in vollem Umfang wahrnehmen können. Ngosso weiter: "Wir stehen stets an der Seite all jener, die für eine inklusive, gerechte und solidarische Gesellschaft kämpfen. Rassismus und Diskriminierung in irgendeiner Form haben keinen Platz in unserer Gesellschaft!"

"Ich fordere die schwarz-grüne Bundesregierung auf, endlich Strategien zur Bekämpfung von Rassismus zu erarbeiten und diese rasch umzusetzen! Die Empfehlungen der FRA sind ernst zu nehmen und rassistisch motivierte Straftaten härter zu bestrafen. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung zu sorgen und sicherzustellen, dass jeder Mensch die gleichen Chancen und Rechte hat", so Ngosso abschließend. 

(Schluss) sh

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