• 23.10.2023, 13:34:20
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  • OTS0122

BM Polaschek/CERN-Reise: Österreichs Spitzenforscher/innen leisten entscheidenden Beitrag zu internationaler Grundlagenforschung

Bundesminister ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Polaschek reiste gemeinsam mit einer hochrangigen Delegation zu Arbeitsgesprächen nach Genf und Bern.

Utl.: Bundesminister ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Polaschek reiste
gemeinsam mit einer hochrangigen Delegation zu
Arbeitsgesprächen nach Genf und Bern. =

Wien/Bern (OTS) - Im Zuge der Reise traf Herr Minister Polaschek
Herrn Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen
Departments für Wirtschaft, Bildung und Forschung, zu einem Gespräch,
um die bilateralen Beziehungen der beiden Länder in Bildung und
Wissenschaft zu erörtern, wobei die Beziehungen der Schweiz zur EU
einen thematischen Schwerpunkt darstellten.

Bundesminster Polaschek erklärt: „Österreichs Forscherinnen und
Forscher gehören zu den besten der Welt. Davon habe ich mich bei
meinem Besuch am CERN in der Schweiz ein weiteres Mal überzeugen
können. Für mich ist klar, dass wir weiterhin alles tun müssen, um
den exzellenten Forschungs- und Wissenschaftsstandort Österreich zu
fördern. Dafür setze ich mich mit voller Kraft seit dem Tag meiner
Angelobung ein.“

Am CERN, der Europäischen Organisation und Großforschungseinrichtung
für Kernforschung in der Nähe von Genf, tauschte sich Minister
Polaschek mit Generaldirektorin Fabiola Gianotti aus. Dabei wurde ein
tiefer Dialog zu den Forschungsaktivitäten geführt. Im Gespräch
selbst hob Bundesminister Martin Polaschek die Leistungen von
österreichischen Spitzenforscherinnen und – forschern hevor, die
unter anderem auch am CERN in der Schweiz einen entscheidenden
Beitrag zur internationalen Grundlagenforschung leisten.

Im Zuge der Besichtigungen traf Minister Polaschek auch weitere
hochrangige Vertreter/innen zu Gesprächen über Erkenntnisgewinne und
Anwendungsgebiete der Forschungsergebnisse. Besonderer Fokus lag auch
auf einem Kennenlernen der österreichischen Jungakademiker/innen vor
Ort, deren Forschungsgebieten und Österreich-Bezügen im Rahmen eines
Vernetzungstreffens am neu eröffneten Science Gateway, welches eine
Brückenfunktion zwischen Forschung und Zivilgesellschaft einnehmen
soll.

Diese Ausrichtung steht im Einklang mit der von Herrn Bundesminister
ins Leben gerufenen Initiative zur Stärkung des Vertrauens in
Wissenschaft und Forschung: Wissen, der Austausch darüber, und
gemeinsame Werte sind stets Grundvoraussetzung und gute Basis für
vertrauensvolle Zusammenarbeit und positive gesellschaftliche
Entwicklungen.

Im Anschluss reiste Minister Polaschek weiter nach Bern, um
Regierungsrätin Christine Häsler, die Vorsteherin der dortigen
Bildungs- und Kulturdirektion, zu treffen. Am Programm standen die
Präsentation der neuen kompetenzorientierten Lehrpläne für die
österreichischen Pflichtschulen und ein Austausch über die digitale
Schule sowie die jeweiligen Maßnahmen gegen
den Mangel an Lehrpersonen, aber auch an Fachkräften im Bereich der
Pflege. In dem Kontext besuchte Minister Polaschek eine
Fachmittelschule mit Spezialisierung auf Gesundheit, Erziehung oder
soziale Arbeit, ein sehr erfolgreich eingeführter Schweizer Schultyp,
der ein wichtiger Zubringer zu den Berufsfeldern mit hohem
Fachkräftebedarf ist.

Großes Interesse an den ersten Erfolgen der österreichischen
Lehrkräfteinitiative und dem Quereinstieg - Klasse Job wurde im
Rahmen eines Arbeitsgesprächs mit dem Rektor der Pädagogischen
Hochschule Bern signalisiert. Die Schweiz steht vor den gleichen
demografischen Herausforderungen betreffend das Schulpersonal wie
Österreich, setzt aber bei der Ausbildung von Lehrpersonen
vergleichsweise auf eine geringere Studiendauer. Hier möchte Minister
Polaschek mit seiner Reform der österreichischen
Pädagog/innenbildung, wo auch mehr berufsbegleitende Angebote und
eine bessere Verbindung von Praxis und Theorie geplant sind,
ansetzen. Analog zur Schweiz wird damit die Erhöhung der
Attraktivität von Studium und Beruf angestrebt.

Konkreter Anlass des Arbeitsbesuchs war der seit 2011
institutionalisierte Bilaterale Informations- und Meinungsaustausch
Österreich-Schweiz, der das Ziel verfolgt, die bestehenden bi- und
multilateralen Beziehungen auf institutioneller und Verwaltungsebene
zu intensivieren.

Ein weiterer Zweck der regelmäßigen Treffen liegt darin, den
kontinuierlichen direkten politischen Diskurs über aktuelle Themen
und bekannte und neue gemeinsame Herausforderungen, Prozesse und
Entwicklungen im Hochschul- und FTI-Bereich im bewährten Format zu
pflegen.

Die Arbeitsreise trug erneut zur Stärkung der bilateralen Beziehungen
der Schweiz und Österreich in Bildung, Wissenschaft und Forschung
bei. Die hervorragende bi-, aber auch multilaterale Zusammenarbeit
auf institutioneller und politischer Ebene wurde gewürdigt, die
Kontinuität von beiden Seiten geschätzt und die nachbarschaftliche
Konkurrenz als eine positive wahrgenommen. Herr Bundesminister sprach
eine Einladung an Frau Staatssekretärin Hirayama nach Wien aus, wo
2025 turnusmäßig das nunmehr sechste Treffen im Rahmen des
bilateralen Informations- und Meinungsaustausches im Bereich
Hochschulbildung, Forschung und Innnovation stattfinden soll.

„Mit der Schweiz als verlässlichem Partner verbindet uns eine
vertrauensvolle Erfolgsgeschichte der nachbarschaftlichen
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft & Forschung.
Die Zusammenarbeit auf Ebene der Hochschul- und
Forschungseinrichtungen läuft sehr gut, bestehen hier doch mit über
200 Abkommen und Projekten zahlreiche Kooperationsaktivitäten. Der
bilaterale Informations- und Meinungsaustausch Österreich - Schweiz
im Bereich Hochschulbildung, Forschung und Innovation, welcher heuer
bereits seine 5. Auflage erlebte, ist ein weiterer Grundpfeiler
unserer erfolgreichen und kontinuierlichen Zusammenarbeit und genießt
einen hohen Stellenwert in der Beziehung unserer beiden Länder.
Dieser garantiert, unabhängig von tagespolitischen Entwicklungen,
Stabilität im Austausch und der Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene",
schließt Bundesminister Polaschek.

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