- 04.10.2023, 09:00:33
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BM Polaschek: Mico-credentials als Zukunftschance für österreichische Hochschulen
Neue nationale Empfehlungen zeigen, wie Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen lebenslanges Lernen transparent und vergleichbar umsetzen können.
Utl.: Neue nationale Empfehlungen zeigen, wie Hochschulen und andere
Bildungseinrichtungen lebenslanges Lernen transparent und
vergleichbar umsetzen können. =
Wien (OTS) - Eine sich ständig wandelnde Arbeitswelt erfordert immer
neue Fähigkeiten und Qualifikationen. Daher rücken sogenannte
Micro-credentials zunehmend in den Fokus als Werkzeuge für
lebenslanges Lernen. Nun liegen neue Empfehlungen vor, wie solche
kleinen Lerneinheiten im Umfang von 3 bis 15 ECTS-Punkten (also von
Einzelseminaren bis hin zu Kursprogrammen im Umfang von einem halben
Studiensemester), die zur Weiterqualifizierung, Umschulung oder auch
zur Auffrischung bestimmter Kennnisse dienen, in Österreich
tatsächlich umgesetzt werden sollen.
„Für Hochschulen bieten Micro-credentials die Chance, ihr Studien-
und Weiterbildungsangebot laufend an die Anforderungen des
Arbeitsmarktes, aber auch an die gesellschaftlichen Veränderungen
anzupassen und zu ergänzen. Dabei geht es um mehr als nur ein ,up-
und reskilling‘ von Fertigkeiten Studierender, Berufstätigen und
Personen ohne Hochschulabschluss. Es geht darum, unsere Gesellschaft
durch neue hochwertige Formen akademischer Ausbildungen zukunftsfit
zu machen, zum Beispiel, indem Hochschulen oder
Forschungseinrichtungen gemeinsam mit Industriebetrieben oder
Unternehmen neue Lernangebote kreieren“, betont Martin Polaschek,
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung.
Den europäischen Rahmen dafür hat der Europäische Rat mit seinen am
16. Juni 2022 verabschiedeten Empfehlungen zu einem „Europäischen
Ansatz für Micro-credentials für lebenslanges Lernen und
Beschäftigungsfreiheit“ in Grundzügen vorgegeben. Diese wurden von
der Nationalen Bologna Follow-up Gruppe unter dem Co-Vorsitz des
Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) zu
einer nationalen Empfehlung zur Umsetzung von Micro-credentials in
Österreich zusammengefasst. Es handelt sich um eine
Handlungsanleitung mit ganz konkreten Praxisbeispielen, wie
Micro-credentials bestmöglich eingerichtet und angeboten werden
können.
Dabei wird ein Umfang von drei bis maximal 15 ECTS-Anrechnungspunkten
für einen Micro-credential empfohlen, was etwa einem einmaligen Kurs
bis maximal einer halbsemestrigen Lehrveranstaltung entspricht. Der
Fokus sollte dabei, wie im regulären Studium auch, auf dem
Lernergebnis liegen, um Transparenz und Vergleichbarkeit zu
gewährleisten. Dazu zählt insbesondere die Einhaltung von
Standardelementen, allen voran die Ausstellung eines
Leistungsnachweises oder einer Teilnahmebestätigung, in der Name,
Datum, Institution, Titel und Beschreibung des Micro-credentials,
Leistungsumfang etc. angeführt werden. Dazu sind in den Empfehlungen
eine Vorlage sowie konkrete nationale Best-Practice-Beispiele
enthalten. Es gibt in Österreich nämlich zahlreiche Hochschulen, die
bereits Micro-credentials anbieten, auch wenn sie diese oft anders
bezeichnen. Die Angebote reichen von Kurzkursen zum
IT-Prozessmanagement bis zu ganzen Wahlfachkörben oder
Weiterbildungsangeboten zu Themen wie „Datenanalyse Tools“ oder
„Sustainability and Climate Change“.
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