- 02.10.2023, 10:47:23
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"Sei keine Dreckschleuder" 2023
Fortsetzung der Initiative mit neuen Impulsen
Utl.: Fortsetzung der Initiative mit neuen Impulsen =
Eisenstadt (OTS) - Die Initiative "Sei keine Dreckschleuder –
Straßengräben sind keine Mülldeponie“ findet auch in diesem Jahr eine
Fortsetzung. Am Montag, dem 2. Oktober 2023, wurden die diesjährigen
Eckpunkte der Initiative im Rahmen eines Pressegesprächs von
Straßenbaulandesrat Mag. Heinrich Dorner, Landesumweltanwalt DI Dr.
Michael Graf, den Obmännern des Burgenländischen Müllverbands (BMV)
Michael Lampel und Georg Rosner, Baudirektor DI (FH) Wolfgang
Heckenast und ORF-Landesdirektor Mag. Werner Herics vorgestellt.
Jährlich landen unzählige Tonnen Abfall in der Umwelt - achtlos
weggeworfen oder illegal entsorgt. Die Entsorgung des Abfalls aus
Straßengräben, Gewässern, Wäldern oder von Parkplätzen ist mit
enormen Kosten, hohem Arbeitsaufwand und negativen Folgen für Mensch
und Tier verbunden. Auch wenn das Müllaufkommen und daraus folgend
die Entsorgungskosten in den vergangenen Jahren zurückgegangen sind,
will die Aktion "Sei keine Dreckschleuder" auch im 14. Jahr ihres
Bestehens auf diese Missstände hinweisen und Bewusstsein schaffen.
Aus diesem Grund haben die Projektpartner – der ORF Burgenland, die
Landesstraßenverwaltung, die Landesumweltanwaltschaft und der
Burgenländische Müllverband - die Aktion in den vergangenen Jahren
auf andere Bereiche wie Wege, Parkplätze, Gewässer, Wälder, etc.
ausgeweitet. In allen Gemeinden werden Metalltafeln mit den neuen
Sujets sowie Aufkleber erhältlich sein, die die Aktion sichtbar
machen.
Radio Burgenland-Gewinnspiel "Lassen Sie sich pflanzen"
Erstmals gibt es begleitend zur Initiative das Radio-Gewinnspiel
"Lassen Sie sich pflanzen – Wir pflanzen Ihnen einen Baum", bei dem
in den drei Aktionswochen täglich ein Jungbaum auf Radio Burgenland
verlost wird.
"Sei keine Dreckschleuder" – Müllvermeidungskampagne seit 2010
Der ORF Burgenland gestaltet für die Initiative „Sei keine
Dreckschleuder" seit 2010 jährlich einen umfassenden
Programmschwerpunkt in TV, Radio und Internet mit sogenannten
"Beiträgen im Dienste der Öffentlichkeit". In drei Aktionswochen –
vom 2. bis 22. Oktober 2023 – wird der ORF Burgenland in seinen drei
Medien die Initiative erneut intensiv mit Spots und redaktionellen
Beiträgen begleiten.
"Sei keine Dreckschleuder": Die Initiatoren
Verkehrslandesrat Mag. Heinrich Dorner: „An den rund 1.800 km
Landesstraßen im Burgenland werden von den Mitarbeitern der
Straßenverwaltung im langjährigen Durchschnitt rund 25.000
Arbeitsstunden für das Einsammeln des Abfalls an Straßen aufgewendet.
Durch die Erweiterung des ‚Aktionsradius‘ auf Wege, Parkplätze und
Gewässer wird eine höhere Breitenwirkung erreicht, mit der wir noch
mehr Menschen ansprechen wollen. Denn: Das achtlose Wegwerfen von
Abfällen bewirkt in der Natur viel Unheil, gefährdet lebende Tiere
und verursacht unnötig hohe Kosten. Deshalb ist die Aktion ‚Sei keine
Dreckschleuder‘ weiterhin so wichtig, um das Bewusstsein der
Bevölkerung zu schärfen.“
Landesumweltanwalt DI Dr. Michael Graf: "Auch heuer beteiligt sich
die Umweltanwaltschaft wieder an der Aktion 'Sei keine
Dreckschleuder'. Obwohl der Virus noch sein Unwesen treibt, sind die
gesellschaftlichen Probleme durch den zerstörerischen Angriffskrieg
Russlands und die dadurch mit ausgelöste hohe Inflation bestimmt,
besonders durch Heizkosten, Treibstoffe und Lebensmittel. Wenn es uns
schlechter geht, rücken Themen wie Klima- und Umweltschutz schnell in
den Hintergrund. Dieser Entwicklung gilt es entgegenzusteuern.
Besonders Verpackungen diverser Fast-Food-Ketten und Getränkedosen an
Straßenrändern und beliebten Treffpunkten in der freien Landschaft
fallen nach wie vor sehr negativ auf. Hier ist noch mehr
Bewusstseinsbildung erforderlich. In Zukunft wird man sicher über
Strategien nachdenken müssen, die noch stärker bei der Zielgruppe
ankommen. Ich denke diesbezüglich auch an eine intensivere
Kooperation mit Schulen nach."
Michael Lampel und Georg Rosner, Obmänner Burgenländischer
Müllverband (BMV): "Das achtlose Wegwerfen von Gegenständen in der
freien Natur beschränkt sich schon lange nicht mehr auf die
Ballungszentren, sondern ist auch in ländlichen Gemeinden, wie bei
uns im Burgenland, unser ständiger Begleiter. Ein Hauptgrund für
diese Art der Umweltverschmutzung sind die Lebens- und
Essgewohnheiten unserer modernen Gesellschaft. In unserer
schnelllebigen Zeit dominieren Fastfood- und Take-Away-Verpflegung.
Nach dem Verzehr sind viele KonsumentInnen bestrebt, sich der Reste
und Verpackungen so schnell wie möglich zu entledigen. So landen
viele Überreste dieser 'fliegenden Verpackungen' achtlos weggeworfen
in Straßengräben und verschandeln unsere Umwelt.
Diese Tatsache ist aber kein rein abfallwirtschaftliches Problem,
denn es gibt genügend Möglichkeiten, um den Abfall legal zu
entsorgen. Es handelt sich hier vor allem um ein gesellschaftliches
Problem, wenn der Abfall nicht dort entsorgt wird, wo er hingehört.
Es ist keine Frage der Infrastruktur und auch keine Frage der
Information, sondern in erster Linie eine Frage der Motivation. Unter
diesem Aspekt sehen wir auch unsere landesweite Kampagne. Sie soll
bei den Betroffenen eine Verhaltensänderung bewirken und so einen
wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt liefern.
Der BMV beteiligt sich aktiv an dieser Kampagne und wird auch
versuchen, durch begleitende Maßnahmen das Problem 'Littering' zu
entschärfen“.
ORF-Landesdirektor Mag. Werner Herics: "Im 14. Jahr der Kampagne 'Sei
keine Dreckschleuder' möchten wir erneut auf das illegale Entsorgen
von Müll aufmerksam machen und die Bevölkerung dazu aufrufen,
verantwortungsbewusst zu handeln. Der ORF spielt eine wichtige Rolle
bei der Bewusstseinsbildung, Information und Sensibilisierung für
Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Dies ist deshalb so wichtig, weil
die Herausforderungen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit alle
betreffen und eine breite Beteiligung und Information erfordern.
Der ORF engagiert sich auch abseits von dieser Kampagne mit dem Thema
Umweltschutz – als Beispiel sei hier der nationale
Programmschwerpunkt 'Mutter Erde' angeführt. Darüber hinaus hat der
ORF Burgenland sein sehr engagiertes Ziel erreicht und produziert
seit kurzem alle Informationssendungen nach den strengen
Green-Producing-Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens. Auch
der Fuhrpark des ORF Burgenland wird derzeit sukzessive auf E-Autos
umgestellt."
"Sei keine Dreckschleuder" ist eine Initiative von ORF Burgenland,
der Landesstraßenverwaltung, der Landesumweltanwaltschaft und dem
Burgenländischen Müllverband.
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