• 26.09.2023, 11:27:50
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  • OTS0078

FPÖ-NÖ - Dorner/Waldhäusl: „Windradwahnsinn in Niederösterreich“

Ja zur Nutzung erneuerbarer und alternativer Energie mit Hausverstand und Einbeziehung der Bevölkerung

Utl.: Ja zur Nutzung erneuerbarer und alternativer Energie mit
Hausverstand und Einbeziehung der Bevölkerung =

St. Pölten (OTS) - „Die FPÖ sieht die Nutzung von erneuerbaren
Energien prinzipiell positiv. Allerdings kann diese Nutzung nur
Schritt für Schritt und ohne Zwang funktionieren“, sagte der
Raumordnungs- und Energiesprecher der FPÖ-NÖ LAbg. Dieter Dorner in
der heutigen gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Zweiten Präsidenten
des NÖ-Landtages Gottfried Waldhäusl (FPÖ). Dazu gehöre etwa, die
Bürger bei Entscheidungen über die Errichtung von PV-Anlagen oder
Windparks mit einzubinden. „Kein Windpark, keine PV-Anlage ohne
Zustimmung der ansässigen Bevölkerung“, betonte Dorner die
Notwendigkeit einer diesbezüglichen Volksbefragung.

Bei all den Diskussionen über erneuerbare Energie, dem Klima, dem
Klimawandel, der Energiewende und dem Klimaschutz, dürfe der
Naturschutz nicht vergessen werden, so Dorner. Denn Niederösterreich
sei jenes Bundesland, das 40 Prozent des alternativen Stroms von ganz
Österreich erzeuge. Zum Vergleich: Windräder in Österreich: 1.371 -
Windräder in Niederösterreich: 762. Damit stehe eine
gesamtösterreichische Leistung aus Windkraft von 3.872 MW einer
Leistung aus Niederösterreich mit 1.861 MW gegenüber.
„Niederösterreich produziert also mehr als die Hälfte der
österreichischen Windenergie“, so Dorner.

Die Effizienz lasse hingegen zu wünschen über, erklärte Dorner anhand
aktueller Zahlen. So unterscheide sich die tatsächliche jährliche
Erzeugung von 4,30 Mio. MWh deutlich von der theoretisch möglichen
von 16,3 Mio. MWh. Man liege bei der Windkraft somit bei lediglich
rund 26 Prozent Effizienz.

Anders beim Kraftwerk Freudenau, wo die tatsächliche jährliche
Erzeugung bei 1,05 MWh liege, während theoretisch 1,6 MWh möglich
wären. Eine Effizienz von rund 65 Prozent.

Diese Effizienzspanne habe dramatische Auswirkungen auf die
Versorgungssicherheit, warnte Dorner. So könne Österreich den
benötigten Strom im Fall einer Windflaute oder bei schlechter
Sonnenausbeute nicht aus Nachbarländern beziehen, da die Wetterlagen
vergleichbar seien. "Wenn bei uns kein Wind weht, geht in Deutschland
auch keiner", so Dorner. In diesem Fall müssten Tschechien, Polen,
Ungarn oder Slowenien mit ihren Atomkraftwerken aushelfen. Es wäre
daher sinnvoll, wenn Österreich im Sinne der Versorgungssicherheit
überlegen würde auch neue Gaskraftwerke zu errichten, die dereinst
auch mit Wasserstoff befeuert werden könnten, regte Dorner an.
Natürlich sei es sinnvoll PV-Anlagen auf Parkplätzen, Dächern von
öffentlichen Gebäuden, oder von Lagerhallen zu errichten. „Eine 40
Hektar PV-Anlage in die grüne Wiese zu setzen, so wie das in meinem
Bezirk geplant war, halte ich hingegen für absurd“, betonte Dorner.

„Windkraft im Wald geht gar nicht“, betonte auch der Zweite Präsident
im Niederösterreichischen Landtag, Gottfried Waldhäusl. Der Wald sei
wichtig für künftige Generationen und dürfe nicht mit tonnenschweren
Betonsockeln für Windräder zubetoniert werden. Hier müsse der
Naturschutz klaren Vorrang haben. „Naturschutz ist Heimatschutz. Wir
müssen unseren Lebensraum, das Land in dem wir leben, unser
Niederösterreich, für die nächsten Generationen bewahren und nicht
einer fehlgesteuerten Klimareligion opfern“, betonte Waldhäusl. „Ich
trage das Wort ‚Wald‘ im Namen. Dadurch sehe ich mich als
‚Schutzpatron‘ unserer Wälder“, so Waldhäusl. Auch müsse auf den
Schutz der Artenvielfalt im Wald besonderes Augenmerk gelegt werden,
so Waldhäusl, der Jäger für diese Aufgabe als geeigneter erachtet,
als selbstklebende Klimahysteriker. „Der Lebensraum von Wild, Vögeln
und Flora ist wichtiger als die Interessen von irgendwelchen
selbsternannten Weltrettungssekten“, betonte Waldhäusl.

Besonderes Augenmerk müsse man auf die laufenden Umwidmungsverfahren
legen, so Waldhäusl, der von mehreren Fällen berichtete, wo
Bürgermeister ihre Grundstücke nur allzu gerne für derartige Projekte
anbieten würden.

Viele Windräder brächten auch viele Kosten für die Infrastruktur mit
sich, erläuterte Dorner. Allein für Kraftwerke und Speicher seien bis
2035 Investitionen in Höhe von 36 Milliarden Euro notwendig. Rund 30
Milliarden Euro müssten zusätzlich in die Netzinfrastruktur fließen.
Der Netzausbau müsse mit stärkeren Leitungen forciert werden,
Umspannwerke und Trafostationen gebaut werden. „Das Stromsystem hat
sich geändert. Früher haben wenige große Erzeuger an viele
Verbraucher geliefert. Heute haben wir Zehntausende, Hunderttausende
kleine Erzeuger und Verbraucher, die den Strom vor Ort erzeugen, so
Dorner.

„Ja zur Nutzung erneuerbarer Ressourcen, denn fossile Brennstoffe
sind enden wollend. Irgendwann wird es kein Öl und kein Gas mehr
geben. Es braucht für diesen Übergang allerdings keine Panik, keine
Klimareligion und keine Klimaterroristen, die sich irgendwo
festkleben, sondern einen schrittweisen Übergang mit Hausverstand
unter Berücksichtigung ökonomischer und technischer Entwicklungen“,
betonten Waldhäusl und Dorner einhellig. „Nein zum Zupflastern unsere
Natur mit gigantischen Windrädern.“

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