• 25.09.2023, 10:16:40
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  • OTS0052

SPNÖ: Volle Unterstützung für Bauern beim Herdenschutz!

SPÖ-Politiker fordern volle Ausschöpfung aller Mittel um Wolfs-Übergriffe auf Weidetiere zu verhindern und zu entschädigen

Utl.: SPÖ-Politiker fordern volle Ausschöpfung aller Mittel um
Wolfs-Übergriffe auf Weidetiere zu verhindern und zu
entschädigen =

St. Pölten (OTS) - Der Wolf ist ein Bestandteil unserer Umwelt.
Gleichzeitig dürften aber nicht die Augen vor den Problemen durch die
steigende Wolfspopulation verschlossen werden sind sich
EU-Abgeordneter Günther Sidl, Landtagsabgeordneter Rene Zonschits und
die betroffenen Rinderbauern Fritz Gillinger aus Martinsberg (Bezirk
Zwettl) und Ruth Boßmann aus Mank (Bezirk Melk) einig und fordern
deutliche Nachbesserungen bei der Unterstützung
niederösterreichischer Bauern: "Im letzten Jahr hat es in Österreich
knapp 800 Wolfrisse gegeben. Die niederösterreichischen Bauern
bleiben dabei auf einem großen Teil der Kosten sitzen - da muss die
Landesregierung endlich handeln und den Bauern effektiv unter die
Arme greifen!"

"Wenn wir über mehr natürliche Artenvielfalt reden, müssen wir
natürlich auch über den Wolf reden. Für einen Ausgleich zwischen den
ökologischen Erfordernissen und der Schadensbegrenzung für die
Landwirtschaft braucht es aber mehr Sachlichkeit von allen Seiten",
betont EU-Abgeordneter Günther Sidl aus dem Bezirk Melk, der auf die
Fördermöglichkeiten hinweist, durch die - mit finanzieller
Beteiligung aus Brüssel - bis zu 100 Prozent der Kosten für
Herdenschutzmaßnahmen bzw. Entschädigungen bei Wolfsrissen ersetzt
werden können.

Zonschits: Landwirte zu 100% unterstützen

"Die Zunahme des Wolfes ist in ganz Europa und natürlich auch in
Niederösterreich spürbar. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die
berechtigen Sorgen der Menschen und vor allem der Landwirte endlich
ernst genommen werden", erklärt Landtagsabgeordneter Rene Zonschits,
der bereits mit einem entsprechenden Antrag im Landtag für die volle
Kostenübernahme sorgen wollte: "Übergriffe auf Weidetiere könnten für
die Bauern existenzbedrohend sein. Daher müssen die Landwirte bei
Präventionsmaßnahmen und Entschädigungen in voller Höhe unterstützt
werden. Leider wurde der Antrag nicht unterstützt."

Gillinger/Boßmann: Landesregierung muss Koexistenz mit dem Wolf
erleichtern

"Die aktuellen Regelungen im Umgang mit dem Wolf sind teilweise
lebensfremd. Kein Bauer wird darauf warten, ob ein Wolf innerhalb von
vier Wochen ein zweites Mal ein Weidetier reißt - denn erst dann
könnte die Entnahme eines Wolfs angeordnet werden. Damit wird nur
bürokratisches Tierleid produziert", so Gillinger, der gemeinsam mit
Boßmann auf die verbesserte Förderung von Präventionsmaßnahmen
drängt. "Einige deutsche Bundesländer machen schon vor wie es geht -
da werden Investitionen in Schutzzäune und die ganze Arbeitszeit zu
100 Prozent gefördert, während in Niederösterreich nur etwas mehr als
60 Prozent der Bruttokosten ersetzt werden. Da hat die
niederösterreichische Landesregierung dringenden Nachholbedarf, um
den Bauern die Koexistenz mit dem Wolf zu erleichtern", ergänzt
Boßmann.

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