- 21.09.2023, 08:54:31
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Rotes Kreuz verlieh Humanitätspreis für herausragendes humanitäres Engagement
Günter Geyer, Julia Kovarik, Fred Ohenhen und Unternehmensgruppe ALDI SÜD mit Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung des Roten Kreuzes geehrt
Am Mittwoch, dem 20. September 2023, wurde vom Österreichischen Roten Kreuz im „Haus der Musik“ in Wien der Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung verliehen. Im heurigen Jahr gingen die Auszeichnung für herausragendes humanitäres Engagement an Dr. Günter Geyer, Mag. Julia Kovarik, Prof. Fred Ohenhen sowie die Unternehmensgruppe ALDI SÜD.
„Die von uns ausgezeichneten Personen haben durch hervorragende persönliche Leistungen ihre humanitäre Gesinnung bewiesen“, erklärte Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. „Außerdem würdigen wir mit diesem Preis Unternehmenspartner, die über viele Jahre ein außergewöhnliches soziales Engagement für das Österreichische Rote Kreuz gezeigt haben.“
Die Preisträger im Detail
- Dr. Günter Geyer, Vorsitzender des Aufsichtsrates des Wiener Städtische Versicherungsvereins für die Realisierung und Unterstützung zahlreicher sozialer Projekte und Initiativen, wie etwa des Social Active Day oder der „Nadace“ (Stiftung) Kooperativa: „Solidarität und Humanismus sind zwei elementare Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaft. Neben dem wertvollen Engagement jeder Bürgerin und jedes Bürgers erfüllen auch Unternehmen eine wichtige gesellschaftspolitische Funktion. Unser Anspruch ist es, der Zivilgesellschaft sowohl sozial als auch kulturell etwas zurückzugeben und dieser so unter die Arme zu greifen. Und dieses Anliegen verfolgen die Wiener Städtische Versicherungsgruppe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon seit fast 200 Jahren. Ich bin überzeugt, dass der Wille zu einem Miteinander die Erfolgsformel für die Zukunft ist.“
- Mag. Julia Kovarik, Redakteurin beim ORF, für ihre bewegenden „Am Schauplatz“-Reportagen, in denen sie verschwiegene Themen wie Obdachlosigkeit bei Jugendlichen, Analphabetismus oder die Suche nach vermissten Personen in den Mittelpunkt rückt: „In meinen Reportagen beschäftige ich mich mit Themen bei denen es für Menschen um existenzielle Fragen geht. Dabei versuche ich die Lebensrealität der Betroffenen zu verstehen und abzubilden, sie selbst zu Wort kommen zu lassen, anstatt über sie zu berichten oder gar über Ihr Schicksal zu mutmaßen. Das macht für mich humanitären Journalismus aus.“
- Prof. Fred Ohenhen, interkultureller Botschafter bei „ISOP - Innovative Sozialprojekte“ und Autor, für seinen unermüdlichen und beeindruckenden Kampf für mehr Toleranz, Respekt und gegenseitiges Verständnis in unserer Gesellschaft: „Heute, in Zeiten modernster Kommunikationstechnologie und maximaler Fortbewegungsmöglichkeiten, leben wir in einem großen, globalen Dorf. Der Horizont der Menschen und damit der Gesellschaft erweitert sich und die Offenheit der Welt gegenüber wächst. Räumliche Distanzen schwinden, doch zwischenmenschliche Distanzen bleiben oft bestehen. Nicht selten sind es sogar Vorurteile und rassistische Denkmuster, die das Zusammenleben in unserer zunehmend pluralistischen Gesellschaft erschweren. In meiner Arbeit geht es mir vor allem um die Begegnung von Menschen, damit wir alle ‚ohne Angst verschieden sein‘ können. Nicht Toleranz oder Duldung Anderer, sondern Respekt füreinander und gegenseitige Akzeptanz sind wichtig für ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt.“
- Unternehmensgruppe ALDI SÜD, für die langjährige Partnerschaft sowie Unterstützung der Nothilfe des Roten Kreuzes für jene Menschen, die im Jahr 2022 vom Ukraine-Konflikt und Anfang 2023 vom Erdbeben in Syrien und der Türkei betroffen waren. Dr. Anja Gappmayer-Prexl, Director International Sustainability: „Das Rote Kreuz ist bereits seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner für die Teams in unseren ALDI Ländern, darunter auch HOFER in Österreich. Daher war es für uns selbstverständlich, die Kompetenz und Erfahrung des Roten Kreuzes zu nutzen, damit unsere Katastrophenhilfe dort ankommt, wo sie am meisten gebraucht wird, und die größtmögliche Wirkung erzielt.“
Rotkreuz-Präsident Schöpfer: „Vorbilder für Gesellschaft!“
Mit dem Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung ehrt das Rote Kreuz seit 1993 Personen und seit 2018 auch Unternehmen für ihr herausragendes humanitäres Engagement. Namensgeber ist der bekannte Banker und ehemalige Rotkreuz-Präsident Heinrich Treichl, zu dessen Ehren die Stiftung vom Roten Kreuz gegründet wurde. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Ute Bock und Christoph Badelt.
Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer über die Bedeutung des Humanitätspreises der Heinrich-Treichl-Stiftung: „Menschen, die sich mit anderen Menschen beschäftigen, vor allem mit ihren Nöten, zeichnen wir einmal im Jahr mit diesem Preis aus. Denn es lohnt sich, ab und zu innezuhalten, sich zu besinnen und darüber nachzudenken, was es an positiven Elementen in unserer Gesellschaft gibt. Es lohnt sich, Wertvolles anzuerkennen, Menschen, die dafür eintreten, vor den Vorhang zu bitten, und über ihnen manches Lob auszugießen. Es ist schön, dass wir auch dieses Jahr wieder besondere Menschen und Unternehmen auszeichnen konnten. Wir hoffen, dass sie mit ihren Leistungen und ihrem Engagement als Vorbilder zum aktiven Handeln für mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft anregen.“
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