• 20.09.2023, 10:06:17
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Welt-Alzheimertag: Rotkreuz-Chefärztin Dr. Katharina Pils mahnt zur Vorsorge

Mehr als 130.000 Menschen in Österreich von Demenz und Alzheimer betroffen – Rotes Kreuz bietet Unterstützung für Erkrankte und Angehörige

Wien (OTS) - 

Oft fängt es harmlos an. Der eine oder andere Name will nicht und nicht einfallen, gelegentlich sorgt ein Schwindelgefühl für Gleichgewichtsprobleme, in Alltagssituationen ist eine merkwürdige Unsicherheit vorhanden. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Doch besonders bei älteren Personen könnten die Symptome auf Demenz bzw. Alzheimer hindeuten. 

„In Österreich sind mehr als 130.000 Personen betroffen. Wobei Demenz ein Sammelbegriff für etwa 55 verschiedene Erkrankungen ist, bei denen es zu fortschreitenden degenerativen Veränderungen des Gehirns kommt. Manche Ursachen können gut behandelt werden, zum Beispiel eine Schilddrüsen-Unterfunktion. Alzheimer ist eine hirnorganische Krankheit. Sie führt zum Abbau der Nervenzellen im Gehirn“, erklärt Rotkreuz-Chefärztin Dr. Katharina Pils anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September. 

Risiken und Präventions-Maßnahmen
Die Häufigkeit von Demenz und einer Alzheimer-Diagnose steigt mit zunehmendem Alter. Etwa fünf Prozent der über 65-Jährigen sind betroffen, bei den über 90-Jährigen sind es bereits dreißig Prozent. „Der Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung“, erklärt Dr. Pils. „Besonders Rauchen, regelmäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und soziale Isolation sind Faktoren, welche die Entwicklung von einigen Formen von Demenz und auch Alzheimer begünstigen. Doch die Diagnose ist kein Grund, sich zu schämen oder zurückzuziehen. Es ist wichtig, das Gedächtnis zu trainieren, regelmäßig Bewegung zu machen und ein aktives Leben zu führen. Man sollte auch seine Angehörigen ins Vertrauen ziehen und offen mit der Diagnose umgehen.“ 

Angebote des Roten Kreuzes für Betroffene und Angehörige
Für Personen mit einer Demenz- bzw. Alzheimer-Diagnose und deren Angehörige bietet das Österreichische Rote Kreuz verschiedene Angebote, um den Alltag in dieser schwierigen Situation besser bewältigen zu können.  

  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Besuchs- und Begleitdiensts des Österreichischen Roten Kreuzes bieten unterschiedliche Angebote zur Vorbeugung und Förderung des Gehirns an. Auch in den Tageszentren für Seniorinnen und Senioren wird auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz- bzw. Alzheimer-Diagnose eingegangen.  
  • Im Online-Kurs „Demenz-Delir-Depression“ werden für alle interessierte Personen relevante Informationen und interaktive Übungen zu den möglichen Krankheitsanzeichen vermittelt. „Nicht jede Art von Vergesslichkeit oder Verhaltens-Veränderungen muss gleich auf eine unheilbare Erkrankung hindeuten“, so Dr. Pils dazu. „Dieser Kurs kann Hilfe bieten, Anzeichen richtig einzuordnen. Die diagnostische Abklärung liegt aber in der Verantwortung der Ärzte und Ärztinnen.“ Link zur Lernplattform des Roten Kreuzes: Hier klicken 
  • Das Wiener Rote Kreuz bietet für Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal spezielle Weiterbildungen an. Weitere Infos dazu: Hier klicken.  

Generell sind in Österreich immer mehr Menschen von Demenz-Erkrankungen wie Alzheimer betroffen. Bis zum Jahr 2050 werden mehr als 190.000 Diagnosen erwartet. Rotkreuz-Chefärztin Katharina Pils meint dazu: „Wie auch in vielen anderen Bereichen gibt es in der Forschung auch bei Demenz und Alzheimer große Fortschritte. Neue Erkenntnisse werden in der Zukunft einen anderen Umgang mit der Erkrankung ermöglichen. Derzeit gilt: Risikofaktoren vermeiden, ein gesundes, freudvolles und aktives Leben führen, mit der Diagnose offen umgehen und Unterstützungsangebote nützen. Sie sind nicht allein!“ 

Rotkreuz-Angebote für pflegende und betreuende Angehörige: Hier klicken

Mehr zum Besuchs- und Begleitdienst: Hier klicken

Infos zum Projekt „Alles Walzer“: Hier klicken

Folder „Leben mit verwirrten Menschen“: Hier klicken

Broschüre „Leben mit Demenz“: Hier klicken

Broschüre „Gedächtnisprobleme? Erkennen, abklären und Hilfe annehmen. Ratgeber von Betroffenen für Betroffene (Sozialministerium)“: Hier klicken 

Fotos: Hier klicken

Rückfragen & Kontakt

Österreichisches Rotes Kreuz
Mag. Gerald Richter
Presse- und Medienservice
+43158900153 +436645444619
[email protected]
www.roteskreuz.at

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