• 19.09.2023, 13:46:01
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  • OTS0133

Landbauer: Konsequenter Ausbau des öffentlichen Verkehrs und steigende Fahrgastzahlen strafen „Schlusslicht“ Vorwürfe Lügen

Niederösterreich: Erfolgreichen öffentlichen Verkehr weiter stärken

Utl.: Niederösterreich: Erfolgreichen öffentlichen Verkehr weiter
stärken =

St. Pölten (OTS) - Während durch die aktuelle Berichterstattung
anlässlich einer von Greenpeace beauftragten Studie sinnfremde
Bahn-Längenvergleiche angestellt werden, macht LH-Stellvertreter Udo
Landbauer auf die echte Verpflichtung aufmerksam: Der öffentliche
Verkehr muss abseits ideologischer Grabenkämpfe den Bedürfnissen der
Menschen im Land entsprechen. Mit einem konsequenten Ausbau des Bahn-
und Busangebotes sowie innovativen Projekten im bedarfsgesteuerten
Verkehr (Stichwort letzte Meile) nimmt Niederösterreich genau diesen
Auftrag ernst und wahr.

Rund 900 Fahrgäste täglich auf der Regionalbuslinie 170
(Krems-Zwettl. Gmünd), beinahe 2.000 Personen tagtäglich auf der
Linie 850 (Korneuburg Langenzersdorf – Wien Floridsdorf) die
termingerecht mit der Ausweitung der Wiener Parkraumbewirtschaftung
gestärkt wurde, mit rund 550 täglichen Passagieren 52% mehr Fahrgäste
auf der Linie 550 (Hainburg/Donau – Groß Enzersdorf – Wien seit einer
Verdichtung des Taktes im März 2021, über 1.400 tägliche Fahrgäste
auf den elektrisch betriebenen Regionalbuslinien 530 und 535, die als
Nachfolgeangebot zum stillgelegten ÖBB-Bahnangebot im südlichen
Weinviertel mehr als doppelt so viele Fahrgäste ansprechen wie
vormals die Bahn.

Diese Erfolgsprojekte stehen beispielhaft für den Erfolg des
umweltfreundlichen und leistbaren öffentlichen Verkehrs in
Niederösterreich. Wenn auf Basis einer von Greenpeace beauftragten
Infrastruktur-Studie nun der „Schlusslicht“-Vorwurf ausgerechnet
gegen Niederösterreich durch die Medien geistert, hält
LH-Stellvertreter Udo Landbauer entgegen: „Nicht wer die meisten
Schienenkilometer in der Landschaft verlegt, kommt seiner
Verantwortung gegenüber den Menschen im Land nach, sondern wer die
Mobilitätsbedürfnisse der Bürger ernst nimmt und sich um ein
bestmögliches Angebot kümmert. Wir heben mit unserer
Mobilitäts-Offensive den öffentlichen Verkehr in Niederösterreich auf
eine neue Ebene. Das heißt: Mehr Züge, schnellere Verbindungen,
moderne Bahnhöfe und bessere Angebote, damit unsere Landsleute
sicher, bequem, kostengünstig und vor allem rasch von A nach B
kommen.“

Gemeinsame Mittel zum Zweck: Bus, Bahn, bedarfsgesteuerte Angebote

In Niederösterreich werden Bahnangebote, Buslinien und auch
bedarfsgesteuerte Verkehre gemeinsam im Sinne eines Gesamtangebotes
für die Bürger gedacht und auf die Straße oder auch Schiene gebracht.
Ein zentraler Partner in der gesamthaften Planung des Öffi-Angebotes
ist dabei der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), der im Auftrag des
Landes Niederösterreich das Regionalbussystem ebenso weiterentwickelt
wie die Planungen des Schienenverkehrs. So gestalten die Experten im
VOR die Fahrpläne der niederösterreichischen Bahnlinien mit. Aber
nicht nur im großen Maßstab – Busse und Bahnen – sind VOR und seine
Partner im Auftrag des Landes aktiv, auch moderne, intelligente
Formen des öffentlichen Verkehrs werden weiterentwickelt – so ist im
Juli 2023 mit VOR Flex Mostviertel West ein Pilotprojekt gestartet,
das den Linienverkehr (Busse und Bahnen) mit Anrufsammeltaxis
verknüpft, die nur fahren, wenn sie gebraucht und bestellt werden.
“Allein in den Sommermonaten Juli und August sind rund 2.800 Personen
mit VOR Flex Anrufsammeltaxis gefahren. Das sind Menschen, die vorher
oft gar keinen öffentlichen Verkehr zur Verfügung hatten, und die
erst jetzt einen verlässlichen Zugang zum Öffentlichen Verkehr
haben”, so Landbauer.

Im Auftrag des Landes Niederösterreich werden in den kommenden Jahren
im Zuge der NÖ Bahnoffensive vier Regionalbahnen durch die ÖBB
Infrastruktur modernisiert: Die Kamptalbahn von Horn nach Hadersdorf
am Kamp wird gerade jetzt im Herbst 2023 ausgebaut. Im Dezember 2023
stehen die neuen, barrierefreien Bahnhöfe in Horn und Langenlois den
Fahrgästen zur Verfügung sowie der neue Umsteigeknoten Hadersdorf am
Kamp, der mit vier Bahnsteigen in Vollbetrieb gehen wird. Bis 2029
wird die gesamte Kamptalbahn modernisiert und ausgebaut. Die
Erlauftalbahn und Traisentalbahn werden elektrifiziert und bis 2027
und 2028 ebenfalls als moderne Regionalbahnen mit einem
Halbstundentakt im NÖ Zentralraum St. Pölten zur Verfügung stehen.
Die Puchbergerbahn als wichtige Regionalbahn nach Wiener Neustadt im
Industrieviertel wird in den kommenden Jahren modernisiert und für
einen 30-Minuten-Takt bis Puchberg am Schneeberg attraktiviert.

Auch auf den Hauptstrecken passiert viel: Die Franz-Josefs-Bahn
zwischen Wien und Gmünd wird beschleunigt auf 160 km/h, teilweise
zweigleisig ausgebaut und die Verkehrsstationen barrierefrei
ausgestaltet. Die Bezirkshauptstadt Horn wird durch die
Direktanbindung von der Franz-Josefs-Bahn umsteigefrei aus dem
Ballungsraum Wien erreichbar sein. Für die Bahnstrecken ins
Weinviertel, die Nordwestbahn und Laaer Ostbahn laufen derzeit die
Untersuchungen für eine Attraktivierungen der Strecken und mögliche
Optionen für Taktverdichtungen und Fahrzeitkürzungen.

Für mehr Sitzplätze und längere, schnelle Züge werden bis Ende 2025
die Bahnsteige auf der Südbahn zwischen Mödling und
Payerbach-Reichenau und der Nordwestbahn nach Retz auf 220 Meter
durch die ÖBB Infrastruktur ausgebaut. Der viergleisige Ausbau der
Südbahn bis Anfang der 2030er Jahre zwischen Wien und Mödling ist
ebenfalls Teil der NÖ Bahnoffensive, die in den kommenden Jahren
umgesetzt werden soll und damit ein erweitertes attraktives
Nahverkehrsangebot für Pendler und Familien in Niederösterreich
schafft. Bereits in den letzten Jahren wurde die Mariazellerbahn
durch die eigene Landesgesellschaft NÖVOG als eine moderne
Regionalbahn ausgebaut und bietet heute einen attraktiven täglichen
Stundentakt und wird 2025 auch den Halbstundentakt nachmittags für
Pendler in den Raum St. Pölten zur Westbahn-Achse einführen. Das Land
NÖ investiert hier in moderne, attraktive Regionalbahnen und
Hauptstrecken in die Ballungsräume.

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