- 11.09.2023, 12:34:18
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SP-Hergovich: Banken sollen aufhören, die Leute für dumm zu verkaufen
Zinspreisdeckel statt Belehrung notwendig
Utl.: Zinspreisdeckel statt Belehrung notwendig =
St. Pölten (OTS) - „Es ist zutiefst unanständig, dass die Banken ihre
Kundinnen und Kunden für dumm verkaufen, statt endlich etwas für sie
zu tun. Hunderttausende Menschen im Land vertrauen den Banken. Dieses
Vertrauen ist der große Schatz der Geldinstitute und darf nicht
gefährdet werden. Doch statt auf die Sorgen der Häuslbauer im Land
einzugehen, die ihre Kredite kaum mehr bedienen können, beschimpfen
die Banken ihre Kundinnen und Kunden. Dass die Sparte Banken der
Wirtschaftskammer Geld ausgibt, um ihren Kundinnen und Kunden
auszurichten, dass sie sie für dumm halten, ist ein Skandal und eine
echte Frechheit“, sagt Kontrollandesrat und SPÖ-NÖ-Vorsitzender Sven
Hergovich.
„Die Leute im Land brauchen keine Belehrungen von den Banken. Statt
ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen, sollen die
Bankenvertreter lieber einmal nachdenken, warum wir in Österreich
viel mehr variable Kredite als im europäischen Schnitt haben und was
das mit ihrer eigenen Beratungsleistung zu tun hat. Es wird wohl kein
Zufall sein, dass in Deutschland 16 Prozent der Kredite rein variable
sind und bei uns 51%. Mehr Demut statt Kunden-Demütigung wäre hier
angesagt. Keinem Kreditnehmer und keiner Kreditnehmerin ist geholfen,
wenn man ihnen ausrichtet, dass sie selber Schuld sein. Kein Kind
kann weiter im eigenen Garten aufwachsen, wenn die Banken deren
Eltern beschimpfen. Statt ständig abzulenken, müssen die Banken
Verantwortung übernehmen. Ein Zinspreisdeckel von 3% für die ersten
300.000 Euro Kredit wären ein echter Beitrag. Mehr beitragen und
weniger beleidigen - das wäre eigentlich das Motto der Stunde“,
schließt Hergovich.
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