• 07.09.2023, 11:00:04
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Schramböck im "trend": „Gründe Unternehmen in Saudi-Arabien“

Ex-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck spricht im "trend" über ihr Faible für Saud-Arabien – und was sie dort tut.

Utl.: Ex-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck spricht im
"trend" über ihr Faible für Saud-Arabien – und was sie dort
tut. =

Wien (OTS) - Die frühere Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck
erklärt in einem Interview mit dem Magazin "trend" ihren neuen Job in
Saudi-Arabien und ihre Sicht auf das Land. Sie sitzt im Board von
Aramco Digital und hat dort eine Funktion „zwischen Vorstand und
Aufsichtsrat“, wie sie sagt. Die im Frühjahr 2023 gegründete
Digital-Tochter des größten Ölkonzerns der Welt wolle „eigene
IT-Entwicklungen weltweit marktfähig zu machen. Ein wichtiger Faktor
ist zweitens die Digitalisierung der saudischen Wirtschaft. Und
drittens: Talente aufbauen.“ Das alles seien wichtige Bausteine der
„Vision 2030“ des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.

Schramböck ist dabei, ein Beratungsunternehmen in Saudi-Arabien zu
gründen: „Ich helfe Firmen aus der ganzen Welt, diesen rasch
wachsenden Markt – gesellschaftlich, wirtschaftlich und auch
politisch – besser zu verstehen, seine Potenziale zu erkennen und
dort Fuß zu fassen.“ Laut Aussage im "trend" verbringt die
Ex-Politikerin mehr als 50 Prozent ihrer Zeit in Saudi-Arabien. „Und
ich schaue mich gerade nach einem Wohnsitz dort um.“

Einschränkungen als westliche Frau erlebe sie keine: „Es war für mich
eine große Überraschung, diese Freiheit dort zu genießen – auch was
Kleidung betrifft. Ich kleide mich kaum anders als bei uns. Auch die
saudischen Frauen gehen jetzt abends aus.“ Wie in der Wirtschaft sei
„die Transformation beim Thema Frauen massiv. 34 Prozent arbeiten
bereits – innerhalb kürzester Zeit und auch in hochqualifizierten
Jobs.“

Für den Tourismus, der als ein Zukunftssektor auserkoren wurde,
bricht Margarete Schramböck ebenfalls eine Lanze. Sittenwächter seien
„überhaupt kein Thema mehr, man kann sich völlig frei bewegen. Jeder
sollte jetzt hinfahren.“

Zur generell bedenklichen Menschrechtslage meint die Tirolerin
gegenüber dem "trend": „Wer wirtschaftlich zusammenarbeitet, hat auch
eine Basis, miteinander zu reden und Vertrauen aufzubauen. Die
Politik muss ihre Themen regeln, und die Wirtschaft macht ihre Dinge.
Wir sollten nicht immer einseitig die Menschenrechte sehen, sondern
auch den großen Fortschritt bei Frauenrechten.“

Mohammed bin Salman sieht Schramböck als „eine Führungspersönlichkeit
mit einer klaren Vorstellung“. Durch die Vision 2030 sei „ein für
alle spürbarer Aufbruch im Land entstanden. Eine andere Dynamik als
manchmal in westlichen Demokratien.“

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