- 06.09.2023, 13:55:54
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250 zusätzliche Windräder für Niederösterreich
LH-Stv. Pernkopf: Überarbeitung der bestehenden Wind-Zonierung geht voran
Utl.: LH-Stv. Pernkopf: Überarbeitung der bestehenden Wind-Zonierung
geht voran =
St. Pölten (OTS) - „Seit 2005 wurden die Kohlendioxid-Emissionen um
gleich 25 Prozent reduziert, während 40 Prozent des gesamten
österreichischen Wind- und Sonnenstroms in Niederösterreich erzeugt
werden. Damit ist Niederösterreich das Bundesland mit der größten
Kohlendioxid-Einsparung und mit dem meisten Ökostrom. Diesen Weg
gehen wir weiter – um das Klima zu schützen und um die
Energieunabhängigkeit voranzutreiben,“ so LH-Stellvertreter Stephan
Pernkopf.
Gerade bei der Windkraft ist Niederösterreich Spitzenreiter, jedes
zweite Windrad Österreichs steht in Niederösterreich. Aktuell
erarbeitet ein Expertenteam an der Überarbeitung der bestehenden
Wind-Zonierung, um Standorte für 250 zusätzliche Windräder
auszuweisen. Das Ergebnis wird noch 2023 erwartet. Um Gemeinden zu
unterstützen, informierten LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, NÖ
Gemeindebundpräsident Johannes Pressl und Herbert Greisberger,
Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur (eNu), rund 150
Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter über den aktuellen Stand
sowie über Umsetzungsvarianten. In einem ersten Schritt werden vor
allem bestehende Zonen arrondiert und erweitert.
„Rund 770 Windräder mit fast 1.900 Megawatt Leistung stehen in
Niederösterreich bereits, das entspricht 52 Prozent der gesamten
österreichischen Windkraftleistung. Aktuell sind rund 200 weitere
Windräder im Bau, im Verfahren oder in Planung“, so Pernkopf. Auch
bestehende Windräder werden modernisiert, um maximale Leistung und
Effizienz zu erbringen. „Modernisierte Windräder erbringen heute das
Doppelte oder Dreifache der bisherigen Leistung, daher haben wir
solche Repoweringverfahren massiv erleichtert“, meint Pernkopf. So
werden 300 bis 400 Megawatt mehr Windstrom erzeugt, ohne neue
Windräder zu errichten.
„Wir in den Gemeinden wollen die Energiewende und wir brauchen die
Energiewende dringend. Das kann aber nur unter Mitbestimmung der
Gemeinden und mit der Beteiligung der Bevölkerung funktionieren“, so
NÖ Gemeindebundpräsident Pressl, der den Ausbau der erneuerbaren
Energien in den Gemeinden weiter forcieren will.
„Die Energiewende findet in Niederösterreich statt. Die Entwicklung
der Windenergie unterstreicht den überdurchschnittlichen Beitrag
Niederösterreichs, denn die aktuelle Stromproduktion von 4.300
Gigawattstunden aus Windkraft wird im Jahr 2035 bereits rund 12.000
Gigawattstunden betragen“, erklärt eNu-Geschäftsführer Herbert
Greisberger. Das Interesse an Beteiligungsmodellen für erneuerbare
Energien steigt generell. Mehr als 70 Gemeinden haben
Sonnenkraftwerk-Projekte, bei denen die Bürgerinnen und Bürger sich
an Photovoltaik-Anlagen beteiligen. „Und darüber hinaus gibt es
bereits über 150 Energiegemeinschaften in Niederösterreich. Dabei
können Bürger erstmals saubere Energie über Grundstücksgrenzen hinweg
gemeinschaftlich produzieren, speichern, verbrauchen und auch
verkaufen“, führt Greisberger aus.
2023 ist das Rekordjahr für erneuerbare Energien in Niederösterreich.
„Zusätzlich zu den Windrädern erwarten wir heuer 15.000 neue
PV-Anlagen und 20 Biomasse-Anlagen. In den nächsten Jahren
verdreifachen wir die erneuerbare Stromproduktion in
Niederösterreich, von aktuell rund 5.000 GWh auf 15.000 GWh Strom.
Also zusätzliche 10.000 GWh, das entspricht dem Strombedarf der
ganzen Steiermark, der neu gebaut wird“, so Pernkopf. Die PV-Anlagen
werden vor allem auf Dächern, Parkplätzen, Betrieben und Lagerhallen
errichtet, um nicht fruchtbare Böden zu verbrauchen. Dies sichert
eine neue Förderung für PV-Anlagen auf Parkplätzen.
Weitere Informationen: Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ,
Pressesprecher Mag. Stefan Kaiser, Mobil +43 676 83 688 569, E-Mail
[email protected], www.enu.at
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