- 30.08.2023, 08:40:02
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Kickl will Vertretung der Arbeitnehmer schwächen!
Fritz Pöltl (FCG-ÖAAB): „Die AK bietet Sicherheit für die 'kleinen Leute' und darf nicht als Exerzierfeld für rechte Ideologien missbraucht werden.“
Utl.: Fritz Pöltl (FCG-ÖAAB): „Die AK bietet Sicherheit für die
'kleinen Leute' und darf nicht als Exerzierfeld für rechte
Ideologien missbraucht werden.“ =
Wien (OTS) - Die FPÖ bringt heute in der Sondersitzung des
Nationalrates einen Antrag auf Abschaffung einer verpflichtenden
Mitgliedschaft in der Arbeiterkammer ein. Die scheinheiligen
Begründungen der Antragsteller unter der Führung von Herbert Kickl
sind: Ein angeblich verschwenderischer Umgang mit den
AK-Mitgliedsbeiträgen und die vermeintlich zu hohen Traumgehälter der
Funktionäre. Die Behauptung ist freilich nicht mehr als ein übler
Wahlkampfgag.
Vertretung zerstören
Gewerkschafter Fritz Pöltl,FCG-ÖAAB-Fraktionsvorsitzender in der AK
Wien: „Kickl will in Wahrheit nur die Vertretung zerstören, welche
für die 'kleinen Leute‘, die Arbeiterinnen und Arbeiter, die
Angestellten und die finanziell Schwachen in unserer Gesellschaft
wertvolle Arbeit leisten.“
0,5 % Umlage
Tatsächlich beträgt die AK-Umlage für die Arbeitnehmer 0,5 Prozent
der Beitragsgrundlage für die Krankenversicherung. Der Höchstbeitrag
beträgt rund 16 Euro. Der durchschnittliche Beitrag, den die 4
Millionen Arbeitnehmer zu leisten haben, liegt bei 8 Euro pro Monat,
wobei 1 Million überhaupt keine Beiträge zu bezahlen haben. Nämlich
alle geringfügig Beschäftigten, Mitarbeiter in Karenz, Lehrlinge oder
Arbeitslose, etc. Sie alle zahlen keinen Cent, werden aber dennoch
solidarisch vertreten. Aus den AK- Beiträgen werden alle Leistungen
finanziert. So zum Beispiel Rechtsschutz, Unterstützung bei
Insolvenzen, der Konsumentenschutz allgemein sowie die Vertretung der
Interessen der Arbeitnehmer bei Streitfällen mit dem Arbeitgeber und
vieles mehr. Für jeden Euro der in der AK als Beitrag eingeht, holen
die Experten der Arbeiterkammer weit mehr als einen Euro an
geldwerten Leistungen direkt für die Mitglieder heraus. Das sind
jährlich mehr als 500 Mio. Euro, wenn etwa Überstunden nicht
ausbezahlt wurden, ungerechtfertigte Entlassungen vorliegen oder die
Mitarbeiter bei der Sozialversicherung nicht korrekt oder gar nicht
angemeldet waren.
Beispielgebend
Fritz Pöltl: „ Was die hohen Funktionärsgagen betrifft, so könnten
die Freiheitlichen Arbeitnehmer im AK-Parlament in Wien ja den
Kickl-Vorschlag aufnehmen und ihre 16 Sitze sofort räumen. Sie
könnten sich damit als AK-Fraktion abschaffen, bevor sie bei der
nächsten Wahl im Jahr 2024 von den 4 Millionen AK-Mitgliedern wegen
Erfolglosigkeit abgewählt werden.“
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