• 28.08.2023, 12:01:49
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Journalist kontra „Wutbauer“ – oder wie aus Streit Freundschaft wurde: ORF-Premiere „Der Bauer und der Bobo“ am 30. August

Danach in „Dok 1“: „Die Schnitzelfrage: Billig oder Bio?“ – ab 20.15 Uhr, ORF 1

Utl.: Danach in „Dok 1“: „Die Schnitzelfrage: Billig oder Bio?“ – ab
20.15 Uhr, ORF 1 =

Wien (OTS) - Bio-Bergbauer Christian Bachler und „Oberbobo“ Florian
Klenk, Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung „Falter“, streiten vor
Hunderttausenden Social-Media-Userinnen und -Usern über die
Verantwortung von Bauern für ihr Vieh. Daraus entsteht eine
außergewöhnliche Freundschaft. Als die Bank den Bauernhof versteigern
will, startet der Bobo eine Spendenaktion. Rund 13.000 Menschen
folgen dem Aufruf: Am Ende kommen 420.000 Euro zusammen und der Hof
ist schuldenfrei. Ein modernes Märchen, das beide verändert: Bobo und
Bauer kämpfen nun gemeinsam für eine nachhaltige Landwirtschaft.
Regisseur Kurt Langbein hat die Geschichte einer gehaltvollen
Kontroverse, die zu einer besonderen Freundschaft wurde,
dokumentarisch aufgearbeitet und nutzt sie als Ausgangspunkt, um die
aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft aufzuzeigen und zum
Nachdenken anzuregen. Der Film, der vom ORF im Rahmen des
Film/Fernseh-Abkommens unterstützt wurde, zeigt zwei charismatische
Persönlichkeiten, die mit ihren überzeugenden Argumenten in den
Dialog treten und nach Lösungen für die Probleme des modernen
Agrarsektors suchen. Zwischen idyllischen Berglandschaften und dem
städtischen Umfeld lernen der Journalist und der „Wutbauer“
voneinander und eröffnen neue Perspektiven auf die Landwirtschaft.
ORF 1 präsentiert die TV-Premiere von „Der Bauer und der Bobo“ am
Mittwoch, dem 30. August 2023, um 20.15 Uhr. Danach stellt „Dok 1“ um
21.55 Uhr vertiefend zum Thema „Die Schnitzelfrage: Billig oder
Bio?“.

Mehr zum Inhalt von „Der Bauer und der Bobo“ (20.15 Uhr)

Ein Gerichtsurteil, ein Artikel und ein Video sowie eine gehaltvolle
Kontroverse haben den Weg geebnet für eine bemerkenswerte
Freundschaft zwischen dem Wiener Journalisten Florian Klenk und dem
steirischen Bio-Bergbauern Christian Bachler. Die Geschichte begann
mit einem Gerichtsurteil, bei dem ein Bauer für das tödliche
Verhalten seiner Kuh verantwortlich gemacht wurde. Während Klenk das
Urteil als gerechtfertigt ansah und dies im „Falter“ veröffentlichte,
war Bachler darüber empört und postete ein Video auf Facebook, in dem
er Klenk heftig kritisierte.
Das Video, mit dem Bachler als „Wutbauer“ bekannt werden sollte,
verbreitete sich viral, löste eine Diskussion über umweltfreundliche
Landwirtschaft aus und führte letztendlich zur unerwarteten
Freundschaft zwischen den beiden „Streithähnen“. Gemeinsam fanden sie
Wege, um über Themen wie den Klimawandel, die Fleischindustrie, die
Agrarpolitik und das Bankenwesen zu diskutieren. Als Bachlers Hof vor
dem Ruin stand, organisierten sie eine Spendenaktion, bei der
innerhalb von 48 Stunden mehr als 12.000 Spender:innen zusammenkamen
und den Hof vor der Versteigerung durch die Bank bewahrten. Diese
ungewöhnliche Freundschaft und die gemeinsamen Bemühungen um eine
nachhaltige Landwirtschaft bilden den Kern des Films.
„Der Bauer und der Bobo“ ist aber nicht nur ein Dokumentarfilm, der
aufklären möchte, sondern er stellt auch die Frage nach dem Wert und
der Bedeutung unserer Lebensmittel. Die Auswirkungen der
Globalisierung, die Herausforderungen für kleine
Landwirtschaftsbetriebe und die Notwendigkeit einer nachhaltigen
Produktion werden darin beleuchtet. Entstanden ist ein eindringliches
Plädoyer für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den
verschiedenen Akteuren des Agrarsektors: Es zeigt, dass eine
produktive und verständnisvolle Beziehung zwischen Produzierenden und
Konsumierenden möglich ist, um eine Landwirtschaft zu fördern, die
sowohl den Bedürfnissen der Menschen als auch der Umwelt gerecht
wird.

„Dok 1: Die Schnitzelfrage: Billig oder Bio?“ (21.55 Uhr)

Das Schnitzel ist eine der traditionellsten und beliebtesten Speisen
Österreichs. Doch woher kommen das Fleisch und die Eier, die auf den
heimischen Tellern landen? Wie können sich Verbraucherinnen und
Verbraucher im Dschungel der Siegel und Haltungsformen orientieren?
Soll es möglichst billig oder doch lieber bio sein – und macht das
einen großen Unterschied? In „Dok 1: Die Schnitzelfrage: Billig oder
Bio?“ geht Lisa Gadenstätter diesen Fragen auf den Grund. Sie blickt
hinter die Hoftüren der Fleischproduktion und zeigt, was hinter
konventionellen und biologischen Tierprodukten steckt, und wie es um
die Tierhaltung in Österreich bestellt ist.
Um einen unverfälschten Einblick zu erhalten, besucht die
ORF-Journalistin und Moderatorin verschiedene Höfe im ganzen Land und
lässt Bäuerinnen und Bauern zu Wort kommen. Ein konventioneller
Legehennen- und Mastschweinebetrieb gibt Einblick in die Bedingungen
und Herausforderungen eines solchen Unternehmens. An der
Landwirtschaftlichen Fachschule in Grottenhof wird strikt nach
EU-Bio-Richtlinien gelehrt und gearbeitet. Was das genau heißt,
erklärt Schuldirektor Erich Kerngast bei einem Hofrundgang. Dass
Tierhaltung auch ganz anders aussehen kann, zeigen zwei
außergewöhnliche Betriebe: der Labonca Biohof von Norbert Hackl, auf
dem Schweine das ganze Jahr über auf 300.000 Quadratmetern Freifläche
gehalten werden, und der Hof von Familie Stromberger, die einzelne
Tiere zum Leasing anbietet. Sie sind Beispiele für ungewöhnliche
Konzepte, um am Markt zu überleben. Die Betreiber:innen erklären, was
sich ihrer Meinung nach in der Landwirtschaft ändern muss, damit das
Tierwohl zukünftig im Mittelpunkt steht.

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