- 12.07.2023, 12:45:02
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- OTS0075
BM Polaschek: Vergabe von 350 zusätzlichen Studienplätzen an FH mit nachgefragten Studiengängen in MINT
Bedarfsorientierter FH-Ausbau 2023/24: gezielte Vergabe von 350 zusätzlichen Aufnahmeplätzen für fünf Fachhochschulen mit Schwerpunkt in MINT - Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Utl.: Bedarfsorientierter FH-Ausbau 2023/24: gezielte Vergabe von
350 zusätzlichen Aufnahmeplätzen für fünf Fachhochschulen mit
Schwerpunkt in MINT - Digitalisierung und Nachhaltigkeit =
Wien (OTS) - Stark nachgefragte und zugleich innovative
Studienangebote in den Bereichen MINT (Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaft, Technik) in den Themenbereichen Digitalisierung
und Nachhaltigkeit weiter ausbauen, um so rasch und zielgerichtet
genau jene qualifizierten Absolventinnen und Absolventen
hervorzubringen, die für die Gestaltung der digitalen und
ökologischen Transformation dringend benötigt werden – das ist die
erklärte Zielsetzung des Fachhochschulausbaus 2023/24. Und so sieht
es auch der Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplan
2023/24-2025/26 vor, der dabei insbesondere auf die
Bedarfsorientierung setzt.
Das erklärt auch, weshalb sich an der diesjährigen
Ausschreibungsrunde nur 14 der insgesamt 21 Fachhochschulen beteiligt
haben. Und nun auch nur fünf Fachhochschulen tatsächlich den Zuschlag
für den diesjährigen Ausbau von insgesamt 350 zusätzlichen
Anfängerinnen-und Anfängerstudienplätzen erhalten haben.
Wissenschaftsminister Martin Polaschek zeigt sich zufrieden mit dem
Ausschreibungsergebnis. „Ich finde es richtig, dass wir diesmal den
Fokus auf den Ausbau erfolgreicher, bestehender FH-Studiengänge im
Bereich MINT gerichtet haben, die gezielt auf den Erwerb von
Kompetenzen zur Gestaltung der digitalen und ökologischen
Transformation gerichtet sind. Wenn wir die Zukunft mitgestalten
wollen, brauchen wir gut ausgebildete, qualifizierte Fachkräfte, wie
sie besonders die Fachhochschulen mit ihrer arbeitsmarktorientierten
und praxisbezogenen Ausbildung auf Hochschulniveau hervorbringen“,
betont der Minister.
Er verweist darauf, dass der aktuelle Ausbau um 350 zusätzliche,
bundesfinanzierte Anfängerinnen- und Anfängerstudienplätze in diesem
Zusammenhang lediglich die erste Etappe darstelle, um den Kurs des
zukunfts- und bedarfsorientierten Ausbaus der Fachhochschulen in den
kommenden drei Jahren fortzusetzen. Polaschek: „Insgesamt stehen
damit bis 2027 2.625 zusätzliche Anfängerinnen-und
Anfängerstudienplätze zur Verfügung. Fachhochschulen leisten damit
einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Zielsetzungen der
FTI-Strategie des Bundes, die Zahl der Graduierten in technischen
Studien bis 2030 um 20 Prozent zu erhöhen.“
Die Industriellenvereinigung begrüßt den präsentierten
Fachhochschul-Ausbauschritt für das kommende Wintersemester. „Das ist
definitiv eine richtige Maßnahme zur richtigen Zeit, denn die
zusätzlichen 350 Fachhochschulplätze sind eine wichtige und dringend
notwendige Initiative zur Linderung des Fachkräftemangels im
MINT-Bereich. Für uns ist die aktuelle MINT-Schwerpunktsetzung
absolut richtig gewählt: Denn: Naturwissenschaften und Technik sind
ein Schlüsselthema, natürlich für uns als Industrie, aber auch für
Österreich in seiner Gesamtheit. So haben 3 von 4 Unternehmen seit
Jahren Personalprobleme in MINT, die sich insbesondere im Lichte der
demografischen Entwicklung zuspitzen. Jede 3. offene Stelle, die beim
AMS ausgeschrieben ist, ist schon eine MINT-Stelle. Wir wünschen uns
daher auch künftig eine konsequente Umsetzung des FH-Entwicklungs-
und Finanzierungsplans. Um bis 2030 +20% mehr MINT-Graduierte in
Österreich sicherzustellen, spielt die Umsetzung des
MINT-Aktionsplans des bmbwf eine zentrale Rolle“, so Christian
Friesl, IV-Bereichsleiter für Bildung und Gesellschaft im Rahmen der
Pressekonferenz.
Rektorin der FH Technikum Wien, Sylvia Geyer: „Gemeinsam mit unseren
hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir bestens
vorbereitet für die Umsetzung des Ausbauvorhabens mit September 2023.
Unsere Planung und die ausreichende Anzahl an Bewerberbungen in
hervorragender Qualität erlauben uns dies. In der immer komplexer
werdenden Welt benötigt es Fachkräfte, die die Herausforderungen der
Zukunft lösen und bearbeiten. Mit unseren spannenden und modernen
Curricula sind wir bestens gerüstet, die Expertinnen und Experten von
morgen auszubilden.“
Geschäftsführer der FH Technikum Wien, Florian Eckkrammer: „Wir
freuen uns, in einer von Fachkräftemangel geprägten Zeit so viele
neue bundesgeförderte Studienplätze zu bekommen. Die FH Technikum
Wien hat seit Jahren eine sehr hohe Anzahl an qualifizierten
Bewerbungen, denen aufgrund fehlender Finanzierung kein Studienplatz
zugesprochen werden kann. In Zeiten von Fachkräftemangel schmerzt
diese Verschwendung von MINT-interessierten Talenten natürlich
besonders. Gleichzeitig ist die Nachfrage an unseren Alumni enorm.
Unternehmen melden sich bei uns und suchen händeringend nach
Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen. Der Ausbau des
FH-Sektors stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich und ist für den
Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit unabdingbar.“
FH-Ausbau 2023/24: So verteilen sich die zusätzlichen 350
FH-Anfängerinnen- und Anfängerstudienplätze
• Einreichung: 39 Vorhaben für insgesamt 936 zusätzliche
FH-Anfängerinnen- und Anfängerstudienplätze haben die 14
Fachhochschulen, die sich bei der diesjährigen Ausschreibung für den
FH-Ausbau 2023/24 beteiligt haben, fristgerecht zwischen 19. April
bis 22. Mai eingereicht.
• Auswahl: Ausgewählt wurden bestehende, erfolgreiche und somit stark
nachgefragte Studiengänge in den Bereichen MINT - Digitalisierung
und Nachhaltigkeit. Dabei wurden auch die Studienplatzauslastung
sowie die Ausschöpfung vorhandener Finanzierungspotenziale der
Fachhochschulen berücksichtigt. Dies entspricht der Zielsetzung im
neuen FH-Plan, das Monitoring der für den FH-Ausbau eingesetzten
Bundesmittel zielgerichtet zu intensivieren und weiterzuentwickeln
und dabei gesamthafte, bildungspolitische Zielsetzungen zu
berücksichtigen.
• Die 350 zusätzlichen Anfängerinnen- und Anfängerstudienplätze
verteilen sich
o auf fünf Fachhochschulen
- FH Technikum Wien
- IMC Krems
- FH St. Pölten
- FH MCI
- FH Campus Wien
o auf 286 Plätze in FH-Bachelorstudiengängen und 64 in
FH-Masterstudiengängen.
o Davon werden 102 zusätzliche Anfänger/innenstudienplätze in
berufsbegleitenden Studienangeboten und
o 45 zusätzliche duale Studienplätze geschaffen.
o auf MINT-Studiengänge in den Bereichen Informatik, Mechatronik,
Energietechnik, Medizintechnik, Biotechnologie und Gebäudetechnik.
• Informatik: Allein im Bereich Informatik werden 238 zusätzliche
Anfänger/innenstudienplätze in FH-Bachelorstudiengängen in Wien,
Niederösterreich und Tirol geschaffen.
• Duale Studienplätze: Das Angebot an dualen Studienplätzen wird
durch 45 zusätzliche Anfänger/innenstudienplätze in
FH-Bachelorstudiengängen erhöht (FH Technikum Wien „Informatik“ sowie
MCI „Smart Building Technologies“.
• Vollausbau: Damit können im Vollausbau ab dem Studienjahr 2025/26
986 zusätzliche FH-Studienplätze aus Mitteln des BMBWF finanziert
werden.
• Zusätzliche Budgetmittel: Insgesamt wird der Bund in der
Planungsperiode des neuen FH-Plans bis 2026 1,8 Mrd. Euro in den
Fachhochschulsektor investieren, um 284 Mio. Euro mehr als bisher.
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