- 29.06.2023, 13:08:59
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ÖAMTC-Flugrettung: 40 Jahre Lebensrettung aus der Luft – Teil 2 (+ Fotos)
435.000 Einsätze in vier Jahrzehnten, mittlerweile 17 Ganzjahresstandorte für Christophorus-Notarzthubschrauber
Utl.: 435.000 Einsätze in vier Jahrzehnten, mittlerweile 17
Ganzjahresstandorte für Christophorus-Notarzthubschrauber =
Wien (OTS) - "Nur Albanien und Österreich haben noch keinen
Flugrettungsdienst" – zeigte der Universitätsprofessor Gerhard Flora
(verst. 2015) im Frühjahr 1983 eine damals untragbare Situation in
der medizinischen Versorgung auf. Seine deutlichen Worte animierten
den ÖAMTC zum Handeln. Gemeinsam mit Kurt Noé-Nordberg (verst. 2010)
wurden die ersten Knoten geknüpft, aus denen ein Österreich
umspannendes Netz an Flugrettungsstützpunkten werden sollte. Vier
Jahrzehnte und 435.000 Einsätze später verfügt die ÖAMTC-Flugrettung
über 17 ganzjährig, vier saisonal betriebene Standorte sowie einen
Intensivtransporthubschrauber und wird mehr als 20.000-mal pro Jahr
alarmiert. 67 Piloten, 390 Ärzt:innen und 160 Flugretter:innen
stellen die Crews für die Christophorus-Flotte, am Boden stehen 66
Engineers und Wartungstechniker:innen sowie 55 Mitarbeiter:innen im
Backoffice im täglichen Einsatz.
1983 bis 2023 – Aufbau und Weiterentwicklung, stets am Puls
der Zeit
"Für uns war es im Sinne der Patient:innen von Beginn an wichtig,
sowohl die technischen Entwicklungen als auch die medizinischen
Fortschritte der jeweiligen Zeit flugrettungstauglich zu machen",
hält Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung fest.
"So haben wir uns rasch zu einer Institution entwickelt, deren
Know-how weit über die Grenzen Österreichs hinaus geschätzt wird."
Der Grundstein dafür wurde 1983 gelegt – doch der Wille zur
Innovation und zur Gestaltung eines professionellen und modernen
Flugrettungswesens prägt den Christophorus-Betrieb bis heute. Und
daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, wie Marco Trefanitz,
Sprecher der Geschäftsführung, ausführt: "Natürlich wollen und werden
wir auch in den kommenden Jahren unseren Auftrag, Menschen in Not zu
helfen, erfüllen. Um das sicherzustellen, müssen wir permanent am
Puls der Zeit bleiben, uns ständig verändern und auf
Herausforderungen vorbereiten."
Alle Meilensteine aus 40 Jahren ÖAMTC-Flugrettung gibt es unter
https://www.oeamtc.at/thema/flugrettung/40-jahre-60157893 zum
Nachlesen. Einige Highlights:
* 1983: Christophorus 1 (Innsbruck) und Christophorus 2 (Krems)
werden in Dienst gestellt.
* 1985: ÖAMTC, Innenministerium und Bundesheer starten mit dem
gemeinsamen Aufbau eines flächendeckenden Notarzthubschrauber-Netzes
in Österreich.
* 1998: Die Christophorus-Flotte erfährt eine tiefgreifende Änderung:
In Innsbruck wird der erste Hubschrauber der Type EC 135 in Betrieb
genommen.
* 1999: Der Intensivtransporthubschrauber (ITH) für
Sekundärtransporte wird in Wiener Neustadt stationiert.
* 2001: Sieben Standorte des Innenministeriums und ein Stützpunkt des
Bundesheeres werden übernommen.
* 2002: Christophorus Europa 3, der erste von zwei Ländern betriebene
Notarzthubschrauber, geht in Betrieb.
* 2005: In Innsbruck wird das größte Flugrettungszentrum Österreichs
eröffnet.
* 2012: Sicherstellung der langfristigen Finanzierung einer für
Patient:innen kostenlosen Flugrettung.
* 2015: Ausarbeitung eines zukunftsweisenden und tragfähigen
Vertragswerks mit den Sozialversicherungsträgern.
* 2017: Christophorus 2 ist der erste Notarzthubschrauber
Österreichs, der rund um die Uhr im Einsatz ist.
* 2019: Start des Dual-Betriebes am ITH in Wiener Neustadt. Zukünftig
kann C33 auch zu Primäreinsätzen alarmiert werden.
* 2020: Uneingeschränkter Betrieb trotz Corona.
* 2020: Eröffnung von C17 in St. Michael in der Obersteiermark.
Zweiter Stützpunkt im 24/7 Betrieb.
* 2020: Neues Flottenkonzept wird beschlossen. Erweiterung der Flotte
um sechs H135 Helionix.
* 2022: Aufnahme des 24-Stunden Betriebes am C14.
* 2022: Präsentation Medical Drone Service.
In 40 Jahren ÖAMTC-Flugrettung hat sich viel getan, sowohl an Bord
der Christophorus-Notarzthubschrauber als auch am Boden. "Die
Flugrettung ist seit jeher ein Bereich, der ständig in Bewegung ist.
In jüngerer Vergangenheit hat diese Dynamik sogar noch zugenommen und
eine Vielzahl neuer Herausforderungen und Möglichkeiten gebracht,
beispielsweise in Hinblick auf Nachhaltigkeit, Einsatz neuer
Technologien und – ganz allgemein – sich stetig ändernder
Anforderungen an das moderne Rettungswesen. Für uns ist klar: Wir
wollen und werden auch in den kommenden 40 Jahren immer am Puls der
Zeit bleiben und unsere Aufgabe, Leben zu retten, bestmöglich
erfüllen", erklärt Marco Trefanitz abschließend.
Aviso an die Redaktionen: Bild- und Videomaterial zu dieser
Aussendung steht unter www.oeamtc.at/presse zum Download zur
Verfügung. Alle Infos auch unter
https://www.oeamtc.at/thema/flugrettung/40-jahre-60157893.
Weitere Bilder in der APA-Fotogalerie
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