- 29.06.2023, 13:08:30
- /
- OTS0143
ÖAMTC-Flugrettung: Seit 1983 im Einsatz für Menschen – Teil 1 (+ Foto)
40-Jahr-Jubiläumsfeier mit Staatssekretär Florian Tursky
Utl.: 40-Jahr-Jubiläumsfeier mit Staatssekretär Florian Tursky =
Wien (OTS) - Seit 1983 heben die Notarzthubschrauber der
ÖAMTC-Flugrettung ab, um Menschenleben zu retten. Aus den
bescheidenen Anfängen – 1983 gab es erst zwei Stützpunkte –
entwickelte sich rasch ein Grundpfeiler des Rettungswesens, der aus
dem österreichischen Gesundheitssystem nicht mehr wegzudenken ist. Im
Rahmen eines Festaktes wurde gemeinsam mit Vertreter:innen aus
Politik, Wirtschaft, Gesundheitswesen sowie Partnerorganisationen ein
Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Flugrettung in
Österreich geworfen.
"Die Rückschau auf die vergangenen 40 Jahre ist erfreulich",
stellt der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, Reinhard Kraxner,
fest. "Durch Innovationsgeist und unermüdlichen Einsatz haben unsere
Mitarbeiter:innen ein Aushängeschild im Bereich der internationalen
Flugrettung geschaffen." Die Palette der Errungenschaften der
vergangenen Jahrzehnte ist lang und reicht z. B. von
leistungsstärkeren Helikoptern oder innovativen Bergemethoden über
richtungsweisende Trainingskonzepte und Autopilot bis hin zu mobilen
Ultraschallgeräten und eigenen Wetterkameras. Besonders hervorzuheben
ist diesbezüglich das Jahr 2017: Mit Christophorus 2 wurde der erste
Notarzthubschrauber Österreichs in Dienst gestellt, der dank
modernster Technologie rund um die Uhr einsatzbereit ist. Mit der
Aufnahme eines 24-Stunden-Betriebes am C14 und C17 in den
darauffolgenden Jahren ist in Ostösterreich mittlerweile eine
flächendeckende Versorgung auch während der Nachtstunden
gewährleistet. "Unser erklärtes Ziel ist, auch in der Westhälfte des
Landes in naher Zukunft einen 24/7-Betrieb zu etablieren", so
Kraxner.
1983 flogen Christophorus 1 und 2 zusammen 191 Einsätze. Im
vergangenen Jahr verzeichnete die Christophorus-Flotte mit 21.934
Alarmierungen ein Rekordjahr. "Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die
ÖAMTC-Flugrettung gebraucht wird und aus dem österreichischen
Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken ist", hält ÖMTC-Präsident
Günter Thumser fest. "Denn mit Abstand die meisten Einsätze fliegen
unsere Hubschrauber aufgrund akuter Erkrankungen, beispielsweise
Herz-Kreislauf-Probleme oder neurologische Notfälle." Die
ÖAMTC-Flugrettung sieht die schnelle und optimale Versorgung von
Patient:innen zu jeder Tageszeit und an jedem Ort als ihre Aufgabe.
"Mein Dank gilt hierfür insbesondere unseren Mitarbeiter:innen. Durch
ihr tagtäglich gelebtes Engagement machen sie die ÖAMTC-Flugrettung
zu dem, was sie ist", erklärt ÖAMTC Direktor Oliver Schmerold. "Aber
auch unseren Partner:innen aus Politik und Wirtschaft sowie den
Einsatzorganisationen, die durch ihr Vertrauen unsere Arbeit erst
möglich machen, gebührt ein großes Dankeschön."
Aufbau eines Medical Drone Service und
Digitalisierungs-Offensive
Der Blick in die nahe Zukunft zeigt, dass die Bedeutung der
Flugrettung in der Notfallrettung und beim Patient:innentransport
durch demografische und strukturelle Veränderungen weiter ansteigen
wird. Darauf gilt es, vorbereitet zu sein. "Wenn wir auch in den
nächsten Jahrzehnten unseren Auftrag, 'Menschen in Not zu helfen',
umfassend und vor allem für Crew und Patient:innen sicher erfüllen
wollen, müssen wir uns permanent auf künftige Veränderungen,
Herausforderungen und Trends vorbereiten", stellt Marco Trefanitz,
Sprecher der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, klar. "Gut
vorbereitet zu sein heißt in diesem Zusammenhang, gemeinsam aktiv die
Flugrettung von Morgen mitzugestalten." Darum setzt sich die
ÖAMTC-Flugrettung aktuell intensiv mit dem Aufbau eines Medical Drone
Service auseinander. "Wir sind überzeugt, dass Drohnen eine wichtige
Rolle in der Notfallmedizin der Zukunft spielen werden", erklärt
Trefanitz die Beweggründe dahinter. "Wir wollen daher künftig
medizinische Infrastruktur, zum Beispiel Krankenhäuser, per
ferngesteuerter Drohne mit Prioritätsfracht beliefern. So könnten
Blutkonserven, Laborproben oder seltene Medikamente rasch und
kostengünstig dorthin geliefert werden, wo sie gebraucht werden."
Auch Festredner Florian Tursky, Staatssekretär für Digitalisierung
und Telekommunikation, zeigt sich beeindruckt: "Die Hubschrauber der
Flugrettungsflotte sind nicht nur fliegende OP-Säle mit bester
medizinischer Ausrüstung. Angefangen mit modernsten Displays über
virtuelle Schulungen und Trainings ist alles hochmodern. Persönlich
freut mich, dass ähnlich wie in meinem Büro Papier in den
Hubschraubern des ÖAMTC Geschichte ist. Schon seit 2021 kommt das
sogenannte "Electronic Flight Bag" zum Einsatz. Das bedeutet, was
vorher in schweren Büchern und Unterlagen angeschleppt und natürlich
auch verstaut werden musste, ist nun für die Crew mittels Tablets auf
Knopfdruck respektive Fingerwisch sofort verfügbar. Die Vorteile
liegen hier auf der Hand. Die Unterlagen sind stets am aktuellsten
Stand und Echtzeitinformationen über Wetter oder Luftverkehr sind
immer verfügbar. Das nenne ich Digitalisierung mit Nutzen."
Trotz modernster Technologie und vielfältiger Innovation stand und
steht bei der ÖAMTC-Flugrettung immer der Mensch im Mittelpunkt: Auch
in den kommenden Jahrzehnten können sich die Österreicher:innen
darauf verlassen, dass die Christophorus-Flotte medizinische Hilfe
aus der Luft dorthin bringt, wo sie benötigt wird.
Aviso an die Redaktionen: Bild- und Videomaterial zu dieser
Aussendung steht unter www.oeamtc.at/presse zum Download zur
Verfügung. Alle Infos auch unter
https://www.oeamtc.at/thema/flugrettung/40-jahre-60157893.
Weitere Bilder in der APA-Fotogalerie
https://www.apa-fotoservice.at/galerie/33523
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP






