• 19.06.2023, 13:09:13
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  • OTS0112

ÖAMTC-Flugrettung: Trainingsflug am virtuellen Himmel

Neues Simulatortraining für mehr Sicherheit

Utl.: Neues Simulatortraining für mehr Sicherheit =

Wien/Linz (OTS) - Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor in der
Flugrettung ist die optimale Unterstützung der Pilot:innen durch die
Flugretter:innen während der unterschiedlichen Flugphasen. Aus diesem
Grund ist auf europäischer Ebene seit 2022 nicht nur für Pilot:innen
sondern auch für Flugretter:innen ein regelmäßiges Cockpit-Training
gesetzlich vorgeschrieben. "Im Zuge dieser Trainings wird überprüft,
ob Pilot:innen ihr Fluggerät auch in Notsituationen beherrschen und
richtig reagieren können", erklärt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer
der ÖAMTC-Flugrettung. Im Simulator können Wind- und
Wetterbedingungen sowie Notfälle – etwa Ausfälle von Systemen oder
Probleme in der Navigation – eingespielt und beliebig oft trainiert
werden. "So können sich Piloten und Flugretter:innen in einem
sicheren Umfeld mit den Flugeigenschaften des Helikopters vertraut
machen, Flugmanöver trainieren und gemeinsam Zwischenfälle
abarbeiten", so Kraxner.

In Zusammenarbeit mit RotorSky, dem Marktführer für
Hubschrauberausbildung in Österreich, wurde nun in Linz/Hörsching ein
hochmoderner und typenspezifischer Flugsimulator errichtet. "In
Oberösterreich arbeiten wir alle gemeinsam an einem großen Ziel: Dass
die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher gut und gesund leben
können. Die Christophorus-Crews sind für die notfallmedizinische
Versorgung Oberösterreichs unverzichtbar", hält Gesundheitsreferentin
LH-Stellvertreterin Christine Haberlander fest. "Der neue Simulator
ermöglicht es, realitätsnah zu trainieren und sich optimal auf
kommende Einsätze vorzubereiten." Der zentrale Standort des
Ausbildungs- und Trainingsangebots am Flughafen Linz macht dieses
aber auch für Pilot:innen aus aller Welt interessant. "Durch die
daraus resultierenden zahlreichen Hotelunterbringungen, trägt er auch
unmittelbar zur Wertschöpfung in der Region bei", freut sich
Haberlander.

Bis jetzt standen vergleichbare Simulatoren nur in Deutschland
oder Norwegen zur Verfügung. "Diese österreichische Lösung gibt uns
nun die Möglichkeit, notwendige Schulungen flexibler, effizienter und
kostengünstiger zu organisieren", ergänzt Marco Trefanitz, Sprecher
der Geschäftsführung der ÖAMTC-Flugrettung. Die mehrmals jährlich
anstehenden Reisen der Piloten und Flugretter:innen haben bislang
einen immensen personellen und finanziellen Aufwand bedeutet. "Zum
neuen Simulator können die Teilnehmer:innen öffentlich anreisen.
Dadurch ist es uns gelungen, die reisebedingten CO2-Emissionen
deutlich zu reduzieren", erläutert Trefanitz. "Und auch das Training
im Simulator verursacht weder Lärm noch Schadstoffbelastung für die
Umwelt."

Und noch einen Vorteil bringt der neue Simulator mit sich. Während
bisher mit internationalen Szenerien gearbeitet wurde, geht der
virtuelle Flug nun über die eigene Heimat: "Damit können die
Christophorus-Crews ihre heimatlichen Landeplätze anfliegen, etwa die
Heliports auf den Dächern der regionalen Krankenhäuser oder die
eigenen Stützpunkte", so der Landesdirektor des ÖAMTC OÖ, Harald
Großauer. "Zudem freue ich mich, dass dieser Simulator in
Oberösterreich errichtet wurde."

Die Zusammenarbeit zwischen der ÖAMTC-Flugrettung und RotorSky
garantiert einen optimalen Erfahrungsaustausch, denn es kann
jederzeit auf das vorhandene Know-how beider Kooperationspartner
zugegriffen werden. So wird künftig das Lehrpersonal beider
Flugschulen in verschiedensten Ausbildungsvorhaben gemeinsam zum
Einsatz kommen. "Sowohl RotorSky als auch die ÖAMTC-Flugrettung
verfügen in ihren jeweiligen Bereichen über eine einzigartige
Expertise", sagt Christian Gruber, CEO von RotorSky. "Es war daher
ein logischer Schritt, unsere Kompetenzen zu bündeln, um durchdachte
Trainingslösungen auszuarbeiten und umzusetzen."

Über RotorSky:

RotorSky ist eine durch die europäische Flugaufsicht EASA
genehmigte Pilot:innentrainingsorganisation mit Sitz am
internationalen Flughafen von Linz (LOWL), welche seit mehr als 15
Jahren Pilot:innen trainiert – mittlerweile weltweit. Mehr als 1.000
Pilot:innen wurden bei RotorSky bisher aus- und weitergebildet.
RotorSky verfügt aktuell über 16 luftfahrtrechtlich genehmigte
Betriebsstätten in sieben Ländern.

Bildmaterial in der APA-Fotogalerie
(https://www.apa-fotoservice.at/galerie/33401)

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