• 15.06.2023, 16:42:29
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  • OTS0217

2. Kuratoriusmssitzung zur Restaurierung der Stiftsbibliothek Melk

LH Mikl-Leitner: „Wir wollen damit einen nachhaltigen Beitrag zur Sanierung leisten“

Utl.: LH Mikl-Leitner: „Wir wollen damit einen nachhaltigen Beitrag
zur Sanierung leisten“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Nachdem die erste Etappe der elfjährigen
Restaurierung der Stiftsbibliothek Melk bereits abgeschlossen wurde,
fand nun die zweite Kuratoriumssitzung statt. Unter dem Vorsitz von
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wurden Details zur zweiten
Sanierungsetappe besprochen. Bei einem anschließenden Pressestatement
im Dietmayrsaal des Stiftes Melk informierte die Landeshauptfrau
gemeinsam mit Abt Georg Wilfinger und Erwin Hameseder, Präsident des
Fördervereins „ex litteris immortalitas“, über die weiteren Schritte.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte, dass die
Renovierungsmaßnahmen über elf Etappen bei einem Investment von zwölf
Millionen Euro geplant seien. Es werde dabei in die Restaurierung der
Bibliothek und ihrer Ausstattung investiert und technische und
bauliche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Weiters sei die Sanierung der
Bibliotheksfassade und der Altane sowie die Neudeckung des
Kirchendaches vorgesehen. „Eine Vielzahl an Arbeiten, die gemacht
werden müssen. Die erste Etappe haben wir hinter uns. All das, was
wir uns vorgenommen haben, ist umgesetzt, auch das Budget wurde
eingehalten“, so Mikl-Leitner. Neben der Fensterrestaurierung in der
Bibliothek und der teilweisen Fassadensanierung fand der erste
Abschnitt der Bücherreinigung und der Schadenskartierung statt. Zudem
wurde die Raumschale saniert und die Hochdruckvernebelungsanlage
geplant. In der ersten Etappe seien Gesamtkosten von 550.000 Euro
entstanden, das Land NÖ übernehme davon 125.000 Euro.

Im zweiten Abschnitt gehe es nun an die Sanierung des Bücherarchivs,
von Lagerräumen im Erdgeschoss, den Ausbau der
Hochdruckvernebelungsanlage, der Fortführung der Schadenskartierung,
der Büchersanierung, der Fassadensanierung und der Restaurierung des
Hammerflügels sowie von zwei Ölbildern. „Diese Etappe kostet
1.654.000 Euro, hier übernimmt das Land 413.000 Euro, also ein
Viertel der Kosten“, führte die Landeshauptfrau aus und meinte
weiters: „Wir wollen damit einen nachhaltigen Beitrag zur Sanierung
leisten. Denn es ist unsere Verantwortung und Verpflichtung, dieses
Erbe zu sichern. Melk und das gesamte Weltkulturerbe ist uns ein
großes Anliegen.“

Abt Georg Wilfinger sagte, dass die „Restaurierung ein Projekt ist,
das wir alleine nicht schaffen können.“ Er sei daher für die
Unterstützung sehr dankbar. „Wir erfahren gerade Unterstützung von
vielen Seiten, es ist ein wunderbares Gefühl, nicht alleine zu sein.“
Der Abt betonte, dass der Betrieb trotz Umbauarbeiten normal
weiterlaufe.

Erwin Hameseder, Präsident des Fördervereins, sagte, der Vereinsname
„ex litteris immortalitas“ bringe den Zweck des Vereins gut zum
Ausdruck: „Bücher sind die wichtigsten Kulturgüter von uns Menschen.
Dem Verein liegt es ganz tief am Herzen, dass wir in diesen Jahren
alles tun, damit alle Bücher restauriert werden können.“ Neben
Spenden möchte der Verein finanzielle Beiträge mittels Sponsoring,
Veranstaltungen, Buchpatenschaften und Fundraising lukrieren: „Ich
halte es für sehr wichtig, das Projekt in die Bevölkerung
rauszutragen. Unser wirtschaftliches Ziel ist sehr klar, wir wollen
innerhalb dieser zehn Jahre eine Million Euro aufbringen“, so
Hameseder.

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